Curling mit Autos

Auf einer spiegelglatten Straße sind Autos nichts weiter als Spielsteine – vor allem, wenn ein wild gewordener Lkw eine Kettenreaktion auslöst.

26.11.2015 Online Redaktion

Curling ist eine der Sportarten, die aus unerfindlichen Gründen eine nahezu hypnotisierende Faszination auf den Betrachter ausüben. Kaum jemand kann von sich behaupten, nicht schon einmal beim Zappen in den Bann einer Curling-Übertragung geraten zu sein und voller Bewunderung beobachtet zu haben, wie Menschen über das Eis gleiten, die Bewegung der Spielsteine kontrollieren und sich dabei gegenseitig anschreien. Gesteigert werden kann diese Faszination eigentlich nur noch, wenn man die Curling-Steine gegen Autos und die Bahn gegen eine verschneite Straße tauscht.

Kettenreaktion auf Eis

So geschehen in Chabarowsk, Russland, im November vor 2 Jahren. Eine Frau filmte gerade in der allseits beliebten Vertikal-Technik das Verkehrschaos vor ihrem Fenster, als ein Lkw von der Seite ins Bild rutschte (etwa bei Sekunde 45 im Video) und eine Kettenreaktion auslöste, bei der es schwer fällt, nicht an das so genannte „Schach auf Eis“ zu denken – auch wenn es „ein wenig“ weniger kontrolliert aussieht als bei den Profis.

Lieber Steine als Autos

Für alle, die auf den Geschmack gekommen sind: Die „echte“ Curling-Europameisterschaft 2015 läuft noch bis zum 30. November und wird auf einschlägigen Fernsehsendern übertragen. Das Auto-Curling werden wir – zur Schadensbegrenzung – hoffentlich so bald nicht mehr zu Gesicht bekommen, auch wenn das Wetter mittlerweile auch in Österreich bemüht ist, die besten Voraussetzungen dafür zu schaffen. Zum Glück wissen wir, wie man dagegen ankommt.

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