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Kohle gegen Klimaschutz – das sind die Coal Rollers

Redneckier geht’s nicht: Ultrakoversative Provinzamerikaner bauen ihre Pick ups zu Rußschleudern um, um gegen E-Autos und Umweltpolitik zu protestieren.

13.11.2014 Online Redaktion

E-Autos wie der Toyota Prius sind ihre größten Feinde, gleich nach Obamas Umweltpolitik. Fußgänger und Radfahrer mögen sie, aber nur, weil sie so gute Opfer für ihre Rußschwaden sind: Coal Roller eben.

Die Coal Roller sind die primitivisierten Pick Ups einiger erzkonservativer Amerikaner, die mit ihren Drecksschleudern ein Statement gegen den Umweltschutz setzen wollen. Knapp 500 Dollar lassen sie es sich kosten, ihre Diesel-Trucks in Coal Roller, „Kohlewalzen“ eben, zu verwandeln: Dabei wird der Motor so modifiziert, dass mehr Diesel eingespritzt wird als normal. Zudem wird der Partikelfilter außer Kraft gesetzt, um dicke schwarze Schwaden ausstoßen zu können.

Dass der Toyota Prius und andere Hybrid- oder gar Elektroautos die bei weitem beliebtesten Ziele zum Coal Rollen darstellen, bedarf keiner weiteren Ausführung. Die Coal Roller machen aber auch vor „Hot Babes“ nicht halt.

Die Hauptintention der Coal Rollers ist der Protest gegen Barack Obamas Klimaschutzpolitik, gegen Emissionsbeschränkungen, gegen ein befürchtetes wirtschaftliches Desaster bei einer etwaigen Unabhängigkeit von fossilen Treibstoffen. Die Damen und Herren mit der Vorliebe für Diesel meinen, mit ihren Aktionen eine Freiheit zu wahren, von der sie glauben, dass sie ihnen sonst genommen werden würde.

Dass der Irrsinn nichts bringt, außer ein paar gelangweilte Verrückte bei Laune zu halten, ist klar. Zumindest die Aufmerksamkeit der Medien ist ihnen aber sicher.

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