Solche Dinge passieren in einem Land, in dem Motorsport verboten ist

Weil sie keine Rundstreckenrennen fahren dürfen, driften die Schweizer gerne Berge hinauf – beispielsweise mit einem Lkw, der eine riesige Zigarre geladen hat.

25.06.2015 Online Redaktion

Wusstet ihr, dass in der Schweiz Motorsport-Veranstaltungen mit Kollisions-Gefahr generell verboten sind? Auslöser für das Verbot war die schreckliche Katastrophe beim 24 Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1955, bei dem 84 Menschen – darunter 83 Zuschauer – in Folge einer Kollision der Autos von Pierre Levegh und Lance Macklin starben. Der Rennfahrer Pierre Levegh im Mercedes-Benz 300 SLR war das 84. Todesopfer.

Rundstreckenrennen in der Schweiz nach wie vor verboten

Nach der furchtbaren Katastrophe in Frankreich entschieden sich die Eidgenossen für ein generelles Verbot von Rundstreckenrennen mit Zuschauerbeteiligung, da bei solchen Veranstaltungen verheerende Unfälle wie in Le Mans theoretisch möglich sind. Alle Versuche, das Verbot aufzuheben – wie ein parlamentarischer Vorstoß im Jahr 2009 – sind bislang gescheitert.

King Of The Hill

Nicht von der Regelung betroffen sind Motosport-Events wie Rallyes oder Bergrennen. Kein Wunder also, dass die Schweizer richtige Experten in diesen Disziplinen sind. Sogar ein Lkw mit einer riesigen Virginia-Zigarre im Gepäck driftet bei unseren Nachbarn mal eben so einen Berg hinauf. So geschehen bei der 49. Ausgabe des Bergrennen Reitnau im Kanton Aargau. Auch mit dabei: Ein Mitsubishi Bergmonster und ein Audi R8 LMS.

Das Bergrennen Reitnau feiert sein 50. Jubiläum übrigens am kommenden Wochenende.

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