Felix Baumgartner driftet einen Helikopter

Nach dem Stratosphärensprung kommt „Heli Drifting“: In diesem Video verfolgt Felix Baumgartner einen driftenden Toyota GT86 mit einem Helikopter.

06.08.2015 Online Redaktion
2012 zog Felix Baumgartner mit seinem Stratosphären-Fallschirmsprung aus 39 Kilometern Höhe die mediale Aufmerksamkeit auf sich. 2014 wurde Baumgartners Rekord vom damals 57-jährigen Google-Manager Alan Eustace mit einem Sprung aus 41 Kilometern Höhe gebrochen. Baumgartner überließ Eustace den Rekord und widmet sich nunmehr anderen Dingen – wie zum Beispiel seinem neuesten Hobby, driftende Autos mit einem Helikopter zu verfolgen.

Red Bull gibt Aufschluss

Da sich uns der Sinn einer solchen Aktion nicht auf den ersten Blick erschließt, lesen wir auf der Red Bull-Website nach:

„Wenn du einmal einen Sprung aus dem Weltall gemacht hast, dann liegt die Messlatte für zukünftige Adrenalinkicks ziemlich hoch. Seit seinem Sprung aus 38,6 Kilometern Höhe über der Erde, bei dem er im freien Fall eine Geschwindigkeit von über 1287 km/h erreichte, hat sich einiges getan. Der Österreicher ist jetzt erfolgreicher Langstreckenrennfahrer. Außerdem hat er eine Leidenschaft für das Fliegen von Helikoptern entdeckt. Genau diese beiden Skills hat er vor Kurzem beim Red Bull Heli Drifting in Polen unter Beweis gestellt“, ist dort zu lesen.

Heli Drifting: Helikopter verfolgt driftendes Auto

Das „Red Bull Heli Drifting“ sieht folgendermaßen aus: Der polnische Drift-Profi Jakub Przygoński tobt sich am Boden des ehemaligen Militär-Flugplatzes Debrzno mit seinem 1000 PS starken Toyota GT86 aus. Baumgartner versucht, die Manöver des Autos mit einem Bolkov BO105 Kunstflughelikopter nachzuverfolgen. Auch eine MiG-21 ist mit von der Partie. Was in der Theorie seltsam klingt, sieht in der Praxis ziemlich gut aus: Baumgartners Heli-Skills sind beeindruckend und mitunter Millimeterarbeit, und auch Przygoński versteht sein Handwerk.

Heli vs. GoPro

Trotzdem erwies sich die Aktion als nervlicher Drahtseilakt – insbesondere für Przygoński. Einmal flog Baumgartner so dicht über den GT86, dass die Landevorrichtung des Helikopters die Kamera am Dach des Autos zerschlug. „Er war so nah an mir dran, dass er die GoPro Kamera an meinem Auto erwischte. Der Helikopter hatte 160 km/h drauf und war ungefähr 30 Zentimeter über meinem Kopf. Ehrlich gesagt war das ein verdammt unheimlicher Moment“, erzählt Przygoński. Auch für Baumgartner war der Stunt alles andere als ein Kinderspiel: „Ein Drift Cat [sic – wir nehmen an, hier ist „Drift Car“ gemeint] mit einem Helikopter zu verfolgen ist, als würde man fünf Messer auf einer Slackline jonglieren“, wird der Sportler auf der Red Bull-Website zitiert.

Einzigartige Aktion… noch

Zum Glück ist dabei sowohl für die beiden Piloten als auch ihre Fahr- und Flugzeuge noch einmal alles gut gegangen, und auch die Filmcrew schaffte es, nicht von der Landevorrichtung des knapp über dem Boden dahinzirkelnden Helikopters aufgespießt zu werden und dabei auch noch schöne Bilder einer ungewöhnlichen Aktion aufzuzeichnen. Wir sind gespannt, ob Alan Eustace bald ebenfalls in den Pilotensitz springt und mit zwei Autos gleichzeitig driftet.

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