Dieser 60 Autos umfassende Scheuenfund wird am 6. Oktober in Paris versteigert.
Dieser 60 Autos umfassende Scheuenfund wird am 6. Oktober in Paris versteigert.
 

Was für ein unglaublicher Fund!

Das französische Auktionshaus Artcurial fand verborgene Automobilsammlung des Unternehmers Roger Baillon aus den 1950er Jahren.

05.12.2014 APA

Das führende französische Auktionshaus Artcurial, das kürzlich eine Dependance in Wien eröffnete, gibt einen Sensationsfund bekannt. In einer Scheune in Westfrankreich wurde die 60 Autos umfassende Oldtimersammlung des Logistikunternehmers Roger Baillon entdeckt. Sie beinhaltet Modelle aus den frühen Zeiten des Automobils bis zu Modellen aus den 1970er Jahren von allen bekannten Herstellern. „Diese schlummernden Schönheiten tragen die Patina einer goldenen Ära. Die Entdeckung ist einzigartig und wird die Herzen aller Auto- und Geschichtsliebhaber höher schlagen lassen“, betont Artucurial Wien-Direktorin Caroline Messensee.

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Millionenschwere Exemplare

Das Prunkstück der Sammlung ist ein 1961 Ferrari 250 GT SWB California Spider aus dem Besitz von Alain Delon, den ihm sein Schauspielerkollege Gérard Blain abkaufte, mit einem Schätzwert von 9,5 bis 12 Millionen Euro. Das Auto erlangte weltweite Berühmtheit, als sich Delon während der Dreharbeiten zu „Les Félins“ mit Shirley MacLaine 1964 gemeinsam mit Jane Fonda davor ablichten ließ. Ein weiteres Highlight ist ein 1956 Maserati A6G Gran Sport Frua mit einem Schätzwert von 800.000 bis 1,2 Millionen Euro. Ebenso sind seltene Modelle von Bugatti, Hispano-Suiza, Talbot-Lago, Panhard-Levassor, Maserati, Ferrari, Delahaye oder Delage vertreten. Die Sammlung wird am 6. Februar 2015 von Artcurial im Rahmen des Retromobile Salons in Paris (Frankreich) auktioniert werden.

Delon und Fonda im gefundenen 250 GT SWB California Spider

Delon und Fonda im gefundenen 250 GT SWB California Spider

Roger Baillon: Samariter der Vorkriegsautos

Die Sammlung wurde in den 1950er Jahren von Baillon gegründet, um Autos aus der Vorkriegszeit für die Nachwelt in einem museumsähnlichen Umfeld zu konservieren. Als großer Enthusiast zeigte er auf der renommierten Paris Auto Show in den 1950er Jahren auch einen Roadster, den er selbst entwarf und baute. In den 1970er Jahren war er durch geschäftliche Rückschläge gezwungen, rund 50 Autos aus seiner Sammlung zu verkaufen. Die restliche Sammlung verblieb seither an jenem Ort in Westfrankreich, wo sie nun von den Artcurial Auto-Experten Matthieu Lamoure und Pierre Novikoff entdeckt wurde.

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Über ARTCURIAL

Seit seiner Gründung im Jahr 2002 ist ARTCURIAL das führende international agierende Auktionshaus Frankreichs. Das Unternehmen verfügt über 25 Fachabteilungen und erzielte 2013 einen Gesamtumsatz von 178,1 Millionen Euro. Das Umsatzwachstum der letzten drei Jahre liegt bei über 70 Prozent und über zwei Drittel aller Verkäufe an internationale Kunden überschreiten ein Volumen von 50.000 Euro. ARTCURIAL ist europäischer Marktführer bei Comics und Automobil-Sammlerstücken, in Frankreich und Monaco für Schmuck und Uhren sowie nationaler Marktführer in Frankreich für Werke Alter Meister. Neben Paris ist ARTCURIAL mit Niederlassungen in Wien, Brüssel und Mailand sowie China vertreten. Ausgewählte Highlights werden zudem in Wanderausstellungen in den vereinigten Staaten und Asien präsentiert. Weitere Informationen unter http://www.artcurial.com.

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  • gundi

    ich frage mich, warum erst 10 jahre nach den tod des herrn baillon der fund ans tageslicht kam, hatten seine kinder 10 jahre keine lust sich um das anwesen zu kümmern?

  • ruedi

    hallo es sind sehr schöne Autos aus alter Epoche,leider kann ich mir das nicht leisten,bin ein normaler bürger auf dieser erde.aber es ist wunderbar wenn man solche gefährte auf der strasse sieht ein Augenschmaus.hoffentlich bekommen sie gute Besitzer wo sie auch ehren dürfen. ruedi

    • HP

      Hm, ziemlich sicher nicht.
      Geld und Geschmack bzw. sogar Stil haben leider in den wenigsten Fällen irgendetwas miteinander zu tun…
      Manchmal denkt man sich, dass es für viele Autos und andere Kunstwerke besser wäre, sie wären nicht so teuer, dafür in Händen von Leuten, die nicht nur eine angeblich sichere Wertanlage, sondern wirklich etwas „Wertvolles“ darin sehen.

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