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Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio: Blindflug in Silverstone

Mit „verbundenen Augen“ hinter dem Steuer der 510 PS starken Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio in Silverstone – kann das gutgehen?

25.11.2016 Online Redaktion

Es ist wirklich erstaunlich, was den Leuten alles einfällt, um neue Rekorde aufstellen zu können. Man denke nur an den Mann, der den Nürburgring in einem Mini auf 2 Rädern umrundete – in einer Dreiviertelstunde. Auch Alfa Romeo schickte Rennfahrer Ed Morris auf eine bekannte Rennstrecke und stellte ihn vor eine ungewöhnliche Aufgabe: Morris sollte eine Runde in Silverstone mit der neuen Giulia Quadrifoglio schneller absolvieren als Formel 1-Pilot Nino Farina im Alfa Romeo 159B beim Grand Prix von Großbritannien im Jahr 1951. Klingt weder besonders aufregend, noch besonders schwierig: Doch Morris konnte die ganze Zeit, die er hinter dem Steuer verbrachte, absolut nichts sehen.

„Das ist verrückt.“

Rennfahrer Ed Morris bringt es auf den Punkt:“Das ist verrückt, ich kann ehrlich nicht glauben dass wir das tun. Mit einem 510 PS starken Auto in Silverstone, ohne etwas zu sehen, gegen die Uhr.“ Alle Fenster der Giulia wurden komplett abgedunkelt, sodass Morris nicht sehen konnte, wohin er fuhr. Damit der Rekordversuch nicht nach zwei Minuten vorbei und das Auto Schrott sein würde, engagierte Alfa einen zweiten Rennfahrer, der Morris über Funk Fahranweisungen gab – ähnlich wie ein Rallye-Co-Pilot, nur etwas weniger präzise.

(Fast) ex aequo

Nach zwei Übungstagen gelang es Morris, den Rundenrekord von Farina aus dem Jahr 1951 zu erreichen. Natürlich wollte Alfa mit der Demonstration nicht die Leistung des weltersten Formel 1-Weltmeisters schmälern, sondern lediglich verdeutlichen, wie schnell seine Autos 65 Jahre später sind.

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