So wurden 1.417 Autos vom Meeresgrund geborgen

Autotransporter „Baltic Ace“ sank in der Nordsee mit 1.417 Mitsubishis an Bord – so kamen Schiff und Autos wieder an die Oberfläche

01.02.2016 Autorevue Fahrerlager

Am 5. Dezember 2012 sank der Autotransporter Baltic Ace nach einer Kollision in der Nordsee – mit 1.417 nagelneuen Mitsubishis an Bord. Das ebenfalls fast neue Schiff sank innerhalb von 15 Minuten, 11 der 24 Crewmitglieder kamen dabei ums Leben.

Gefahr für andere Schiffe und Umwelt

Neben der menschlichen Tragödie brachte der Zwischenfall auch ein logistisches Problem mit sich: Abgesehen vom Verlust eines riesigen Frachters und 1.417 fabriksneuen Autos lag das 150 Meter lange, 25 Meter breite Wrack auch noch auf einer wichtigen Schiffsroute, 65 Kilometer von der niederländischen Küste. Um die daraus resultierende Gefahr für andere Schiffe und die Umwelt – die Baltic Ace hatte immerhin 540.000 Liter Öl im Tank – zu eliminieren, musste das Wrack schnellstmöglich geborgen werden. Was für ein enormer Aufwand das ist, zeigt das oben stehende Video.

autos meeresgrund
© Bild: YouTube

Aufwändige Bergung

Der Bergung fand in zwei Phasen statt. Erst wurde das Öl abgepumpt und das Wrack für die Bergung vorbereitet, die im Jahr darauf stattfinden sollte. Ursprünglich war geplant, die Baltic Ace in 6 Teilen an die Oberfläche zu heben. Eine genaue Untersuchung ergab aber, dass der Zustand des Wracks das nicht zulassen würde. Stattdessen wurden die Überbleibsel des Autotransporters in 8 Teile geschnitten, die einzeln geborgen werden mussten. Als erstes wurde das Heck an die Oberfläche gehoben, der Bug folgte 12 Tage später. Was nach der Bergung der übrigen 6 Teile noch vom Frachter und seiner Ladung übrig war, wurde mit einer Art Riesen-Bagger aus dem Meer gezogen. Am 24. November 2015 war die Bergung abgeschlossen.

UO BERGUNG
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