Man of the Match: LUIS SUAREZ!
Bild (c): Paulo Whitaker / Reuters
Man of the Match: LUIS SUAREZ! Bild (c): Paulo Whitaker / Reuters
 

WM 2014: Uruguay besiegt England 2:1 – WM-Aus für England?

England steht wie Weltmeister Spanien mit 2 Niederlagen schon in der Vorrunde vor dem WM-Aus in Brasilien.

19.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

„Three Lions“ nach zweiter Niederlage vor dem Aus

Uruguay hat am Donnerstag in Sao Paulo mit einem 2:1-(1:0)-Sieg über England die Chance auf das Achtelfinale der Fußball-WM in Brasilien gewahrt. Matchwinner für den Weltmeister von 1930 und 1950 war Luis Suarez mit einem Doppelpack bei seinem Comeback nach Knieoperation (39., 85.). Für England war der zwischenzeitliche Ausgleich von Wayne Rooney (75.), der sein erstes WM-Tor erzielte, zu wenig.

Der Champion von 1966, der zum Auftakt bereits gegen Italien 1:2 verloren hatte, steht damit vor dem Aus. Uruguay darf dagegen nach der 1:3-Blamage im ersten Match gegen Außenseiter Costa Rica wieder hoffen, trifft aber zum Abschluss am Dienstag (18.00 MESZ) in Natal auf den vierfachen Weltmeister Italien, der sich zuvor noch in seinem zweiten Match am Freitag (18.00) in Recife mit dem Überraschungsteam aus Mittelamerika misst. Sollte dieses Duell mit einem Remis bzw. Sieg von Costa Rica enden, dann wäre England schon vor der abschließenden Partie fix aus dem Aufstiegsrennen.

Uruguay-Trainer Oscar Tabarez nahm beim WM-Vierten von 2010 im Vergleich zum peinlichen ersten Auftritt gleich fünf Wechsel in der Startelf vor, neben Suarez begannen diesmal auch Alvaro Pereira, Jose Maria Gimenez, Nicolas Lodeiro und Alvaro Gonzalez, Kapitän Diego Lugano fehlte wegen einer Knieblessur. Englands Teamchef Roy Hodgson vertraute dagegen zunächst derselben Mannschaft wie bei der Niederlage gegen Vizeeuropameister Italien.

Beide Teams agierten angesichts des drohenden Ausscheidens bei einer neuerlichen Niederlage zunächst überaus nervös, dementsprechend zerfahren war die Partie in der Anfangsphase. Die erste Chance resultierte aus einem 20-m-Freistoß von Rooney in Minute zehn, der knapp am linken Kreuzeck vorbeizischte. Auf der Gegenseite verfehlten Strafraumschüsse von Cristian Rodriguez (15.) und Edison Cavani (nach Suarez-Corner/27.) ihr Ziel. Es folgte ein Latten-Kopfball von Rooney nach Freistoß-Flanke von Kapitän Steven Gerrard (31.).

Suarez: Tolles Comeback von „El Pistolero“ nach Knieoperation

Suarez nützte dagegen gleich seine erste Torchance eiskalt. Nach schnellem Konter und Stellungsfehler der englischen Abwehr bediente Cavani seinen Sturmpartner mit einer Idealflanke, die „El Pistolero“ per Kopf über Tormann Joe Hart hinweg ins lange Eck zu seinem bereits 40. Länderspieltor versenkte. Wenig später prüfte Raheem Sterling Uruguay-Tormann Fernando Muslera (41.).

Nach der Pause machten zunächst die Südamerikaner Druck. Suarez bereitete Hart mit einem aufs kurze Eck angetragenen Eckball riesige Probleme (49.), und Cavani jagte einen Sitzer mit dem Außenrist am langen Eck vorbei (52.). Noch nachlässiger war aber auf englischer Seite Rooney, der knapp außerhalb des Fünfers genau auf Muslera schoss (54.), diese vergebene Chance sollte sich am Ende rächen.

Nach 60 Minuten gab es dann eine Schrecksekunde, als Sterling bei einem Solo Pereira mit dem Knie am Kopf traf. Der Linksverteidiger war zwar kurz benommen und sein Teamarzt plädierte für seine Auswechslung, doch der 28-Jährige bestand darauf weiterzumachen und spielte bis zum Ende durch.

Rooneys erstes WM-Tor war zu wenig

Englands Bemühungen wurden schließlich mit dem Ausgleich durch Rooney nach toller Vorarbeit von Glen Johnson belohnt (75.). In der Folge scheiterte aber Daniel Sturridge (78.) an Muslera. Genau in dieser besten Phase der „Three Lions“ schlug dann Suarez erneut zu, nachdem Gerrard den Abschlag von Muslera ungewollt zu seinem Club-Kollegen verlängerte. Der 27-Jährige ließ Cahill aussteigen und jagte den Ball unwiderstehlich aus vollem Lauf zur Entscheidung wuchtig in die Maschen.

England braucht Wunder – Statistik spricht gegen Aufstieg

England braucht zum Weiterkommen bei der WM-Endrunde ein kleines Wunder. Nach einem Start mit zwei Niederlagen hat seit Änderung des WM-Modus 1998 noch nie ein Team das Achtelfinale erreicht. In diesem Zeitraum schaffte auch nur ein Team mit drei Punkten den Sprung in die nächste Runde.

Chile gelang das Kunststück vor 16 Jahren in Frankreich mit drei Unentschieden, Österreich und Kamerun schieden damals in der Gruppe B mit jeweils zwei Punkten aus. Nach den 1:2-Pleiten gegen Italien und Uruguay hat England zumindest vor dem Duell Italiens mit Costa Rica am Freitag noch eine rechnerische Chance auf die Runde der besten 16.

Stimmen zum Spiel

Luis Suarez (Matchwinner für Uruguay mit Doppelpack): „Ich habe das geträumt und das genieße ich im Moment sehr. Wir haben so gelitten und jetzt so gewonnen und damit unser Ziel erreicht. Wir müssen diesen Moment genießen, aber auch an Italien denken. Ich kann es nicht fassen, der Druck war so groß, wir wurden so sehr kritisiert in der Heimat, das ist unsere Antwort.“

Edinson Cavani (Uruguay-Stürmer): „Dieser Sieg ist eine gewaltige Erleichterung für uns. Wir können jetzt zuversichtlich für das Spiel gegen Italien sein. Das wird ein richtiges Finale für uns.“

Roy Hodgson (England-Teamchef): „Das ist natürlich ein ganz schlechtes Ergebnis für uns. Jetzt müssen wir darauf hoffen, dass Italien beide verbleibenden Spiele gewinnt. Wir wollten es natürlich aus eigener Kraft schaffen.“

 

Die wichtigsten Fußball-WM-Links für den perfekten Überblick:

>> Hier finden Sie den gesamten WM-Spielplan 2014 zum Download und zum Ausdrucken

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Wer noch nicht alle WM-Spiele gesehen hat: Hier die 10 schönsten Tore der bisherigen Fußball-WM 2014

Für alle, die keines der wirklich wichtigen Spiele versäumen wollen: Die wichtigsten Spiele der WM 2014 im Überblick gibt´s hier (von Jan-Christoph Poppe)

 

Und wer wird Fußball-Weltmeister 2014?

Das wissen wir auch nicht, aber 11 Gründe sprechen klar gegen Deutschland. Aber auch Spanien wird nicht Weltmeister 2014, wahrscheinlicher ist, dass sie in der Vorrunde ausscheiden.

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