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Tim Krul rettet die Niederlande mit einem Kurzauftritt ins Halbfinale
 

WM 2014: Niederlande stehen nach Elfmeter-Schießen im Halbfinale

Nach einem 0:0 gegen Costa Rica nach der Verlängerung machten die Niederlande erst im Elfmeter-Schießen den Schritt ins Halbfinale

06.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

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Niederlande gegen Argentinien – das zweite Halbfinale der WM-2014

Die Fußball-Großmächte Brasilien, Deutschland, Argentinien und die Niederlande machen sich den WM-Titel 2014 untereinander aus. Am Samstag komplettierten Argentinien und die Niederlande das Halbfinale der Endrunde, die „Albiceleste“ bezwang Belgien in Brasilia 1:0, die „Oranjes“ rangen das Sensationsteam Costa Rica in Salvador nach 120 torlosen Minuten mit 4:3 im Elferschießen nieder. Die „Oranjes“ lösten damit als letztes Team das Halbfinal-Ticket und treffen am Mittwoch (22.00 Uhr MESZ) in Sao Paulo auf Argentinien.

Tim Krul als Matchwinner

Zum Matchwinner avancierte Tim Krul. Den Schlussmann von Newcastle United hatte Coach Louis van Gaal erst in den letzten Sekunden der Verlängerung extra fürs Elferschießen eingewechselt. Der 26-Jährige hielt die Versuche von Niederlande-Legionär Bryan Ruiz sowie Michael Umana. Für die Niederländer behielten die Topstars Robin van Persie, Arjen Robben und Wesley Sneijder sowie Routinier Dirk Kuyt die Nerven, der fünfte Schütze musste nicht mehr ran.

Verdienter Sieg der Niederlande

Der Sieg der Niederländer war völlig verdient. Sneijder (82./Stange, 119./Latte) sowie Van Persie (90.+3/Latte) trafen gleich dreimal das Aluminiumgehäuse. Kurz vor Ende der Verlängerung (117.) hätte Marco Urena aber beinahe völlig entgegen des Spielverlaufs die Sensation für die Mittelamerikaner perfekt gemacht.

Costa-Rica-Goalie Keylar Navas „Man Of The Match“

Costa-Rica-Goalie Keylar Navas war über 120 Minuten gesehen sicher der „Man of the match“, brachte die Niederländer immer wieder zur Verzweiflung, im Elfmeterschießen konnte er aber keinen Versuch parieren. Für die Pinto-Truppe bleibt damit der Viertelfinal-Einzug der größte Erfolg der Verbandsgeschichte, sie verabsäumten es, als erste CONCACAF-Nation seit den USA 1930 ins Semifinale einzuziehen.

Wenig Änderungen bei beiden Teams

Bei den Niederländern gab es zwei Änderungen gegenüber dem knappen 2:1-Achtelfinal-Erfolg gegen Mexiko. Der an der Leiste verletzte Nigel de Jong war nicht einsatzfähig und Paul Verhaegh musste auf die Bank. Bruno Martins Indi, der schon gegen Mexiko ab Minute neun nach der De-Jong-Verletzung gespielt hatte, durfte sich genauso von Anfang an beweisen wie Memphis Depay. Der 20-jährige Flügelspieler gab sein Startelf-Debüt. Bei Costa Rica ersetzte nur Johnny Acosta den gesperrten Oscar Duarte in der Abwehr.

Oranjes dominierten

Die Partie entwickelte sich von Beginn an wie erwartet. Die bisher stärkste Offensive des Turniers gab den Ton an, hatte in den Anfangsminuten fast 80 Prozent Ballbesitz und auch in der Folge bis zur Pause ein klares Übergewicht, konnte die gut gestaffelte Costa-Rica-Defensive aber nur selten wirklich ausspielen. Gute Möglichkeiten gab es aber trotzdem, doch Navas präsentierte sich einmal mehr in Hochform.

Kaum Chancen für Ticos

Der Costa-Rica-Tormann parierte nach der schönsten Aktion in Hälfte eins einen Van-Persie-Abschluss aus elf Metern und hatte mit dem zu zentralen Nachschuss von Sneijder keine Mühe (22.). Einen Depay-Schuss aus spitzem Winkel aufs kurze Eck machte der Levante-Goalie mit einer Fußabwehr zunichte (29.). In Minute 39 fischte er zudem einen gut angetragenen Sneijder-Freistoß aus dem Eck (39.). Die Mittelamerikaner selbst standen gut, konnten im ersten Duell mit den Niederlanden überhaupt im Spiel nach vorne aber überhaupt keine Akzente setzen.

Match ohne Höhepunkte

Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel kaum, allerdings waren auch die Niederländer deutlich ungefährlicher und schwächer als noch in den ersten 45 Minuten, weshalb die Pinto-Truppe besser im Spiel drinnen war. Die Partie plätscherte aber ohne echter Höhepunkte dahin. Brenzlich wurde es nur bei Standardsituationen. Costa Ricas Giancarlo Gonzalez brachte einen Kopfball nicht aufs Tor (65.), auf der anderen Seite ging ein Vlaar-Kopfball drüber (75.).

Schlussphase mit einigen Chancen

In der Schlussphase der regulären Spielzeit legten die Niederländer noch einmal einen Gang zu. In Minute 82 wäre der überragende Navas erstmals geschlagen gewesen, diesmal rettete bei einem Sneijder-Freistoß für ihn aber die Stange. Zwei Minuten später zeichnete er sich wieder einmal selbst im Duell mit Van Persie aus. Der ManUnited-Stürmer stand auch in der Folge im Mittelpunkt, er verfehlte eine Sneijder-Hereingabe (88.), deutete mit einem Freistoß seine Gefährlichkeit an (92.) und hatte auch in Minute 93 den Matchball auf dem Fuß. Sein Schuss wurde aber vom auf der Linie postierten Yeltsin Tejeda mit Glück via Latte geklärt.

Aluminium als Hauptdarsteller in der Verlängerung

Die Costa Ricaner erzwangen so eine Verlängerung, die erst gegen Ende richtig an Fahrt aufnahm. Costa Rica traute sich da mehr zu, Urena scheiterte bei der ersten Topchance aber an Jesper Cillessen (117.). Fast im Gegenstoß landete ein Sneijder-Schuss an der Latte (119.), es war der dritte Aluminiumtreffer der „Oranjes“, die aufgrund des fehlenden Glücks ins Elfmeterschießen mussten. Dort gab es am Ende aber – wie auch schon zuletzt beim Last-Minute-2:1-Sieg gegen Mexiko – wieder ein Happy End.

 

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