scolari bei einer pressekonferenz nach dem deutschland spiel
Dei Zeichen stehen auf Abschied.
 

Fußball-WM: Die Zukunft von Scolari

Bleibt Scolari Trainer des brasilianischen Nationalteams?

10.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Luiz Felipe Scolari hat bislang noch keine Auskunft zu seiner Zukunft im brasilianischen Nationalteam gegeben. „Darüber mache ich mir jetzt keinen Kopf“, sagte der 65-Jährige am Mittwoch in Teresopolis auf die Frage, ob er als Teamchef des Rekordweltmeisters weitermachen werde. „Jetzt werden wir erstmal am Samstag spielen, der dritte Platz ist jetzt unser Traum.“ Das unglaubliche Spiel gegen Deutschland wird da noch nicht aus den Köpfen der Spieler sein.

Brasiliens erstes Halbfinale seit 2002

Nach dem kleinen Finale in Brasilia werde er sich mit dem Verband zusammensetzen, betonte Scolari bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Technischen Direktor Carlos Alberto Parreira. Der 65-Jährige verteidigte seine Arbeit. „Wir hatten sechs Minuten einen totalen Kurzschluss. Aber vergesst nicht, dass Brasilien erstmals seit 2002 wieder in einem Halbfinale stand“, sagte Scolari. Sein Vertrag läuft nach dem Ende der WM aus. Die Zeichen deuten auf Abschied.

Funktionär findet harte Worte für Felipao

Dass der Weltmeister-Trainer von 2002 durch die historische Niederlage verbandsintern angezählt ist, machten Aussagen des künftigen Vizepräsidenten Delfim Peixoto mehr als deutlich. „Alles war schlecht. Ich möchte nicht darüber sprechen, um nichts Dummes zu sagen, aber eines kann ich versichern: Nie wieder wird Felipao mit einer brasilianischen Auswahl zusammen sein. Er ist eine Last, eine Schande“, sagte der Funktionär am Mittwoch dem TV-Sender ESPN Brasil.

Rückzug von Scolari gefordert

Peixoto gehört zur Gefolgschaft von Marco Polo del Nero, der im kommenden April als Präsident des brasilianischen Fußball-Verbands die Nachfolge von Jose Maria Marin antritt. Peixoto forderte, Scolari solle in den Ruhestand gehen.

 

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