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WM 2014: Wer wird Weltmeister 2014?

Die Vorrunde brachte einige Überraschungen mit sich. So auch den kommenden Weltmeister der WM 2014.

27.06.2014 Online Redaktion

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Die WM ist vorbei – der Weltmeister 2014 steht eh schon fest

Überall liest man, die WM ginge jetzt erst richtig los. Das ist natürlich Blödsinn: Sie ist schon so gut wie vorbei. Erstens sind von den insgesamt 64 Partien schon 48 gespielt. Und zweitens können sie drüben in Brasilien auch gleich aufhören sich zu duellieren, der Weltmeister steht eh schon fest: Die USA. Klar, Klinsis Kegeltruppe mag spielerisch limitierter sein als ihre Gegner, aber in der Summe ihrer Einzelspieler ist sie überraschend aufmüpfig unterwegs. The whole freaking country stimmt ein, wenn wieder eine „I – believe – that – we – will – win!“ ruft. Das durchaus ansehnliche 2:2 gegen Portugal verfolgten 25 Millionen US-Amerikaner zu Hause vor den Bildschirmen. So viele schauen da eigentlich nur zu, wenn mal wieder irgendwo ein Krieg anfängt. Wenn also die Herrschaften, die Innings und Touchdowns lieben, plötzlich mit dem Begriff Soccer keine ansteckende Krankheit mehr verbinden, sollte der Rest der Welt auf der Hut sein.

Nächste Hürde: Belgien

Jetzt also wartet Belgien auf die Amerikaner. Das war 1944 auch schon so, im Gegensatz zu damals aber wird´s diesmal wehtun. Die Belgier haben im Turnierverlauf bisher nicht einmal glänzen müssen. Für den Geheimfavoriten ein nicht zu vernachlässigender Vorteil. So merkt bis zum USA-Spiel niemand, dass sie gar nicht glänzen können. Und ehe sie sich versehen, sitzen sie schon wieder im Flieger nach Brüssel.

Im Viertelfinale dann die Schweiz

Im Viertelfinale geht´s für die Amerikaner dann gegen den Sieger der Partie Argentinien-Schweiz. Messi und Shaquiri sind ja in jeder Hinsicht auf einem Level unterwegs, mit dem Unterschied vielleicht, dass Messi im Lauf seiner Karriere mehr Wachstumshormone konsumieren musste. Vielleicht der entscheidende Nachteil, größer geworden zu sein als man eigentlich wollte – also Viertelfinale USA-Schweiz. Die Schweiz. Ein Land von vielen, von denen die Amerikaner schon gehört haben, aber nicht genau wissen, wo es liegt. So viel Ignoranz wird grundsätzlich mit dem Halbfinaleinzug und einem Spiel gegen die Niederlande belohnt.

Halbfinale USA-Niederlande

Das wird dann interessant, denn die Niederlande sind für die Amerikaner nichts anderes als die Schweiz. Nur ohne Berge. Da kann Arjen Robben, der fitteste Verletzungsanfällige seit Erfindung des Nandrolons (in Österreich, falls Interesse besteht, unter dem Titel Deca Durabolin zu Ihren Diensten), sich zusammen mit Wesley Sneijder 120 Minuten lang durch die amerikanischen Reihen mühen. Es wird ihm nicht nützen, denn Clint Dempsey wird mit der Humorlosigkeit eines republikanischen Präsidentschaftskandidaten in der 121. Minute einnicken. Das entscheidende Tor macht im Übrigen Jermaine Jones in der 122. Minute. Der ist ja eigentlich Deutscher, der weiß, wie sowas geht. Und damit kommen wir auch schon zum Endspiel.

Im Finale trifft die USA auf Brasilien

Da geht´s dann natürlich gegen Brasilien, das gegen Chile, Kolumbien und Deutschland seinen kleinen Spaziergang durchs Turnier fortgesetzt und den Pokal schon unter dem Arm hat, als die Mannschaften den Rasen betreten. Nach den schnell herbeigeführten Verletzungen von Neymar, Oscar und Luiz Gustavo allerdings finden die USA zu ihrer gewohnten Souveränität zurück. Als sie am Abend des 15. Juli an Bord eines vom zukünftigen kalifornischen Gouverneur Klinsmann gesteuerten Militärjets nach etwas mehr als einem Monat Brasilien verlassen, haben sie ein ganzes Land im Chaos hinterlassen, die wertvollsten Gegenstände mitgenommen und der Rest der Welt erschrickt vor so viel Chuzpe. Business as usual also für die USA.

 

So viel zum Fiebertraum. Woher sollen wir wissen, wer Weltmeister wird, in diesem unberechenbaren Turnier? Wir wollen diesen Wettstreit genießen, frei von stumpfsinnigen Nationalklischees. Das wusste schon der große Fußballfreund Hermann Hesse, als er im Vorlauf der später abgesagten Fußball-WM 1896 in Griechenland in jugendlicher Freude schrieb:

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.“

Äh. Yeah. Ready? Go!

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Livestreams & Liveticker zu allen Spielen der Fußball-WM 2014:

Alle Spielhighlights kann man hier live (neben dem Fernseher) am News.at-Liveticker verfolgen.

Einen Livestream zu allen 64 WM-Spielen findet man auf ORF.at

Außerdem kann man die WM-Spiele noch auf ZDF-Online live am Laptop oder Smartphone mitverfolgen oder den Livestream vom Schweizer Fernsehen SRF anschalten.

 

Die wichtigsten Fußball-WM-Links für den perfekten Überblick:

 

Und wer wird Fußball-Weltmeister 2014?

Das wissen wir auch nicht, aber 11 Gründe sprechen klar gegen Deutschland.

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