Elfmeterschießen zwischen Niederlande und Argentinien
Argentinien steht zum ersten Mal seit 1990 wieder in einem WM-Finale.
 

Fußball-WM: Pressestimmen zu Niederlande gegen Argentinien

Die internationalen Pressestimmen zum Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 zwischen Niederlande und Argentinien.

10.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Zum ersten Mal seit der Weltmeisterschaft 1990 in Italien steht die argentinische Fußballnationalmannschaft wieder in einem Finale und trifft dort auf die gegen Brasilien grandios aufspielende DFB-Auswahl.

Die internationalen Pressestimmen zum Zittersieg gegen die Niederlande

Pressestimmen aus ARGENTINIEN

„Ole“: „Heiliger Romero. Argentinien gewann im Elfmeterschießen gegen die Niederlande nach einem äußerst harten Spiel und einer Verlängerung puren Leidens.“

„La Nacion“: „Ja, Argentinien ist im WM-Finale. Es war wie vor 24 Jahren im Elfmeterschießen, als Sergio Goycoechea von einem Pfosten zum anderen flog und Italien ausschied. Der Rivale ist derselbe: Deutschland, am Sonntag um 16.00 Uhr (Ortszeit/Anm.) , im Maracana. Ja, die Nationalelf steht vor dem Spiel, von dem sie seit langem träumte.“

Pressestimmen aus NIEDERLANDE

„De Telegraaf“: „Der Traum ist aus. Das Märchen ist zu Ende, wir sind draußen. Das ganze Land verlangte sehnsüchtig nach einem Finale gegen den Erzrivalen Deutschland, aber durch die Niederlage nach Elfmeterschießen gegen Argentinien wartet am Samstag das Trostfinale gegen Brasilien. Niemand erwartete etwas von Oranje bei dieser WM. Aber das Team von Louis van Gaal hat dem niederländischen Volk wundervolle euphorische Momente beschert.“

„De Volkskrant“: „Die Schlacht ist geschlagen. Irgendwann musste aus diesem Fußball der gigantischen Langeweile doch ein Sieger hervorkommen, denn Deutschland brauchte ja einen Gegner im WM-Finale am Sonntag in Rio. … Es hätte eine Ode an Alfredo di Stefano, den Pionier des Angriffs-Fußballs sein können, an den am Mittwoch im Stadion erinnert wurde. Doch es entartete im strömenden Regen zu einem Test der taktischen Spitzfindigkeit der Trainer. Das Thema war: Die Verteidigung ist der schlechteste Angriff.“

„Algemeen Dagblad“: „Elfmeterdrama. Das Abenteuer dauert viel länger als irgendjemand gedacht hatte. Aber auf der Schwelle zum Finale fiel Oranje in Sao Paulo nach einem intensiven Fußballkampf gegen Argentinien.“

„NRC Handelsblad“: „Die Niederlande werden heute wach mit einem Oranje-Kater. … Die jungen Fußballer haben aber wichtige Erfahrungen auf dem absoluten Spitzenniveau gesammelt. Und das wird dem niederländischen Fußball einen Impuls geben… Es gibt also eine Oranje-Zukunft.“

Pressestimmen aus DEUTSCHLAND

„Süddeutsche“ (online): „Größtmöglicher Kontrast. Nach dem wahnwitzigen deutschen Sieg gegen Brasilien bietet Argentiniens Elfer-Triumph über ultradefensive Holländer das genaue Gegenteil. Beide Teams scheitern an essenziellen Ideen des Fußballs – Messi und Co glauben trotzdem an den großen Coup.“

„FAZ“ (online): „Argentinien bittet Deutschland zum Tango. Deutschland trifft im WM-Finale auf Argentinien: Nach drögen 120 Minuten siegen die Südamerikaner im Elfmeterschießen gegen Holland. Held des Abends ist Torwart Romero, der zweimal hält. Quälend lange hat es am Mittwochabend in Sao Paulo gedauert, ehe endlich feststand, mit wem es die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag … zu tun bekommen wird.“

„Bild.de“: „Ganz Brasilien steht jetzt hinter uns. Willkommen im Finale, liebe Argentinier! Und Glückwunsch zum Vize-Titel. Denn zu mehr wird es so für Messis Jungs, die Holland mit 4:2 nach Elfmeterschießen schlagen, am Sonntag in Rio nicht reichen. Während Deutschland die Welt mit Sensations-Fußball verzaubert, bieten Holland und Argentinien 120 Minuten Grusel-Fußball. Gähn statt Gala. In jeder Sekunden ist die Angst vorm Scheitern zu spüren. Man hatte den Eindruck, keiner wollte so recht ins Endspiel – um sich nicht gegen Deutschland zu blamieren.“

Pressestimmen aus ENGLAND

„Sun“: „Sie könnten auch gleich „Deutschland“ auf die Trophäe schreiben. Denn wenn Argentinien die Leistung vom Vorabend im Stadion von Sao Paolo nicht dramatisch verbessert, kann nur ein Team das WM-Finale am Sonntag gewinnen.“

„Times“: „Jetzt müssen diese armen Brasilien-Fans hoffen, dass Deutschland ihnen das Bild der Argentinier erspart, die den WM-Pokal im Stadion Maracana hochheben.“

Pressestimmen aus SPANIEN

„El Pais“: „Weder Messi noch Robben waren der Beste, sondern Mascherano. Mit dem Einzug ins Finale gegen Deutschland rettet Argentinien die Ehre Lateinamerikas.“

„El Mundo“: „Romero schenkt Messi ein WM-Finale. Bei seinem Club in Monaco ist er nur Ersatzkeeper, bei der WM wird er für die Argentinier zum Helden.“

„Marca“: „Höchststrafe für Brasilien: Die WM-Gastgeber müssen nun ihren Erzrivalen im Finale sehen. Die Argentinier ziehen mit einem Minimum an Risiko ins Endspiel ein. Ihr Spiel war ebenso wie das der Holländer von Feigheit geprägt. Die Partie Argentinien gegen Niederlande war erbärmlich und eines Halbfinales unwürdig.“

Pressestimmen aus FRANKREICH

„L’Equipe“: „Argentinien war eine der am meisten enttäuschenden Mannschaften der Weltmeisterschaft, steht aber im Finale gegen Deutschland wie 1986 und 1990, nachdem es die Niederlande am Ende eines völlig langweiligen Halbfinales ausgeschaltet hat.“

Pressestimmen aus ITALIEN

„Tuttosport“: „Der Messi(as) ist Romero! Argentinien holt sich das Maracana. Argentinien ist weiter, aber Deutschland gewinnt. Wenn das das Niveau ist, riskiert das Finale ein zweites Belo Horizonte zu werden. Aber der Fußball hält immer Überraschungen bereit, noch ist nichts entschieden.“

„La Repubblica“: „So wie Argentinien bei dieser WM gespielt hat, immer nur mit einem Tor Vorsprung, hat das Team bereits ein großes Ziel erreicht. Wenn es seinen Auftritt nicht ändert, wird es für Deutschland ein Spaziergang.“

Pressestimmen aus SCHWEDEN

„Aftonbladet“: „Sie haben in diesem Turnier kaum jemanden eine ganze Halbzeit lang beeindruckt – aber hier steht Argentinien nun trotzdem und spielt das WM-Finale im Maracana. Gewinnen sie am Sonntag, nehmen sie nicht nur den Weltmeistertitel mit nach Hause, sondern werden außerdem für alle Zeit Fußballherrscher über Südamerika.“

Pressestimmen aus DÄNEMARK

„Berlingske“: „Es ging zugunsten von Argentinien aus, und nun steht er da, Lionel Messi, im Finale einer WM, in der er seine Mannschaftskameraden ins Halbfinale gebracht hat, genau wie es Diego Maradona vor 24 und 28 Jahren gemacht hat, und endlich kann er sich dem Status annähern, den Maradona hatte und immer noch hat.“

 

Die wichtigsten Fußball-WM-Links für den perfekten Überblick:

 

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