Neymar im Training
Neymar wird bisher den Erwartungen Brasiliens gerecht.
 

WM 2014: Neymar Brasiliens Superstar

Neymar über seinen Fitnesszustand, Gespräche mit der Teampsychologin und Emotionen.

04.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Bislang ist Brasiliens Fußball-Star Neymar allen Erwartungen gerecht geworden. Ungeachtet des Hypes um seine Person gab sich der 22-Jährige vom FC Barcelona vor dem Viertelfinale gegen Kolumbien betont entspannt. „Wir sollten so spielen, wie man gegen einen Freund im Hinterhof spielt.“

Neymars Fitnesszustand

Auch die Spekulationen um seinen Fitnesszustand, um den sich ganz Brasilien in den vergangenen Tagen gesorgt hatte, wischte Neymar mit einem Lächeln vom Tisch. „Bleibt ganz ruhig, ich habe keine Schmerzen“, versicherte der Angreifer. Nach einigen harten Attacken im Achtelfinale gegen Chile war Neymar zuletzt physiotherapeutisch behandelt worden. Am Mittwoch trainierte er aber ganz normal mit der Mannschaft.

Härtetest gegen Chile

Gegen Chile hatte Neymar den fünften und in weiterer Folge entscheidenden Elfmeter verwertet. Den enormen Druck, der auf seinen schmächtigen Schultern lastet, redete der Superstar im Teamcamp in Teresopolis bei Rio de Janeiro ein ums andere Mal beiseite. Dabei erwarten nicht weniger als 200 Millionen Brasilianer von ihrem Hoffnungsträger, dem Land den sechsten WM-Titel zu bescheren.

Gespräche mit Teampsychologin

„Nein, ich fühle mich nicht überfordert. Nicht auf dem Platz und nicht außerhalb“, betonte Neymar. „Ich habe Kameraden, die mir helfen. Wenn Brasilien Weltmeister wird, bin ich zufrieden. Das ist alles, was ich will.“ Auch die Gespräche mit Teampsychologin Regina Brandao hätten ihm geholfen. „Ihr solltet so etwas auch machen, das tut allen Menschen gut“, versicherte der Youngster den Journalisten.

Emotionale Spieler

Emotionale Probleme habe die Mannschaft keine, betonte Neymar. „Es geht uns allen gut.“ Die übergebührlichen Reaktionen – einige Spieler, darunter der Superstar selbst, hatten in einigen WM-Partien bereits bei der Hymne geweint – hatten in Brasilien zuletzt für Diskussionen gesorgt. Altstars wie Carlos Alberto, der Weltmeisterkapitän von 1970, forderten „mehr Härte“ von ihrem Team.

Neymars Sicht der Dinge

„Wir wollen, dass am Ende alle Menschen lachen oder weinen vor Freude“, sagte der 22-Jährige im Hinblick auf das Finale am 13. Juli im Maracana von Rio de Janeiro. „Mir gefällt es, beim Fußballspielen Verantwortung, Freude und Mut zu haben“, erklärte Neymar. „Ich versuche immer, zu gewinnen. Ich nehme jedes Training als Spiel. Und das Spiel gehe ich an, als wäre es ein Krieg.“

Arbeitsamer Offensivspieler

Das hat der quirlige Offensivspieler bisher auch auf dem Platz gezeigt. Seine Tränen bei den Hymnen waren im Spiel schnell vergessen. Unermüdlich arbeitete Neymar auch nach hinten, nach den zahlreichen Fouls – nur der Grieche Giorgios Samaras wurde bei der WM bisher öfter mit unerlaubten Mitteln gestoppt – stand er immer wieder auf. Auch wenn zuletzt bereits der Oberschenkel und das Knie schmerzten.

 

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