james rodriguez im spiel kolumbien gegen uruguay
Bisher läuft es für James Rodriguez nach Wunsch.
 

WM 2014: James Rodriguez – Der Shooting-Star

Der „König von Kolumbien“

04.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Kolumbien bei der WM 2014 ohne Falcao war für das südamerikanische Land in etwa so ein Schock wie der Ausfall Ribérys für Frankreich. Beide Mannschaften stehen im Viertelfinale, beide Teams konnten ihre fehlenden Starspieler kompensieren. Einen Monat später spricht in Medellin, Bogota oder Cali niemand mehr von Falcao. Ein anderer Name ist nun in aller Munde, der eines Clubkollegen von AS Monaco: James Rodriguez. Als „König von Kolumbien“ wurde der 22-Jährige nach seinem sehenswerten Doppelpack im Achtelfinale gegen Uruguay (2:0) in den Medien gefeiert.

James Rodriguez als Entdeckung der WM

Einen Monat später spricht in Medellin, Bogota oder Cali niemand mehr von Falcao. Ein anderer Name ist nun in aller Munde, der eines Clubkollegen von AS Monaco: James Rodriguez. Als „König von Kolumbien“ wurde der 22-Jährige nach seinem sehenswerten Doppelpack im Achtelfinale gegen Uruguay (2:0) in den Medien gefeiert.

James führt die Torschützenliste an

James ist der Shooting-Star des Turniers. Mit fünf Treffern führt der offensive Mittelfeldspieler die Torschützenliste an – noch vor Lionel Messi, Thomas Müller oder Brasiliens Neymar. Mit Letzterem kommt es am 4. Juli (22.00 Uhr MESZ) in Fortaleza zum großen Duell. „Sie haben sehr gute Spieler, darauf müssen wir achten“, sagte Rodriguez vor dem Viertelfinale gegen den Gastgeber. „Aber sie müssen auch auf uns achten. Wir haben auch sehr gute Spieler.“

James Rodriguez‘ Tor gegen Uruguay

In jedem Spiel getroffen

Er selbst ist einer davon. Nicht einmal über Neymar ist in den vergangenen Tagen so viel geschrieben worden wie über James David Rodriguez Rubio. Der technisch beschlagene Offensivspieler hat bisher in allen WM-Spielen getroffen – und damit maßgeblichen Anteil an Kolumbiens erstem Viertelfinaleinzug. Sein 1:0 gegen Uruguay gilt als bisher schönstes Tor des Turniers.

In Europa längst angekommen

Auch wenn die breite Masse der Fußball-Fans erst in Brasilien auf die kolumbianische Nummer 10 aufmerksam geworden ist. Ein Unbekannter war James – der als Künstlername dienende Vorname soll von den Eltern in Anlehnung an James Bond gewählt worden sein, wird aber spanisch ausgesprochen – auch in Europa nicht. 45 Mio. Euro hatte sich Monaco im Vorsommer die Dienste des Supertalents aus Cucuta nahe der venezolanischen Grenze kosten lassen, überwiesen an den FC Porto.

Pekerman von seinem Schützling überzeugt

Neun Tore und zwölf Assists erzielte der in der Öffentlichkeit zurückhaltende Rodriguez in der abgelaufenen Saison für die Monegassen. „Ich habe nie gezweifelt, dass das die WM von James Rodriguez werden wird“, versicherte Kolumbiens Teamchef Jose Pekerman. Der Argentinier hatte 2011 zu Beginn der WM-Qualifikation erstmals auf die Künste des Spielmachers gesetzt – damals noch mit Falcao als Vollstrecker.

Direkt verwandelter Eckball als Anfang der Karriere

Entdeckt wurde James als Zwölfjähriger bei einem Jugendturnier in Kolumbien, als er einen Corner direkt verwertete. Als sein erster Förderer gilt Gustavo Adolfo Upegui Lopez, der einst Verbindungen mit Kolumbiens Drogenbaron Pablo Escobar unterhalten haben soll. Der Geschäftsmann holte Rodriguez zum Envigado FC, einem Verein in der Nähe von Medellin.

Mit 18 Jahren bei Manu im Gespräch

Der Aufstieg verlief danach kontinuierlich: Mit 15 Debüt bei den Profis, mit 17 Transfer nach Argentinien zu Banfield. Bereits mit 18 soll Rodriguez für sechs Millionen Euro Manchester United angeboten worden sein. Der englische Topclub entschied sich aber für den Mexikaner Javier Hernandez und den portugiesischen Flop Bebe.

Erfolg mit Porto

Porto schlug noch im selben Jahr zu. Unter Trainer Andre Villas-Boas und an der Seite von Landsmann Falcao gewann Rodriguez, der mit der Schwester von Kolumbiens Torhüter David Ospina verheiratet ist, 2011 bereits im ersten Jahr in Portugal das Triple aus Meisterschaft, Cup und Europa League. Es folgten zwei weitere Meistertitel mit Porto, ehe dank einer Ausstiegsklausel die Düngermillionen aus Monaco winkten.

Real zeigt Interesse

Im Fürstentum steht Rodriguez noch bis 2018 unter Vertrag. Nach seinen überragenden Leistungen in Brasilien soll aber bereits Champions-League-Sieger Real Madrid angeklopft haben. Einem Wechsel nach Spanien ist „King James“ nicht abgeneigt. Zuletzt wurde er mit den Worten „Madrid gefällt mir besser als Barcelona“ zitiert. Auch damit bildet er einen Gegensatz zu Neymar.

 

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