benzema und evra im training brasilien 2014
Frankreich will mit seiner Offensive überzeugen.
 

WM 2014: Frankreich gegen Nigeria – Offensive als Schlüssel

Frankreich hat das Desaster der WM 2010 längst abgehackt. Die Truppe von Deschamps überzeugt mit offensivem Spiel. Nigeria will erstmals ins Viertelfinale.

30.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Frankreich trifft am 30. Juni um 18 Uhr MESZ in Brasilia auf Nigeria. Dabei wollen die Europäer ihre wiedererstarkte Offensive als Schlüssel zum Erfolg einsetzen. „Wir dürfen unser Spiel nicht ändern. Wir wollen weiter offensiv spielen. Es gibt keinen Grund, vorsichtiger zu agieren. Wir spielen immer auf Sieg“, erklärte Mittelfeldspieler Yohan Cabaye.

Selbstbewusst aber nicht arrogant

Der 28-jährige Profi von Paris Saint-Germain betonte erneut, die „Equipe tricolore“ habe sehr viel Selbstvertrauen. Als WM-Favorit sieht er sein Team aber trotzdem nicht. „Aus Selbstvertrauen darf nicht Arroganz werden, denn dann bekommt man große Probleme. Selbst mit unserer derzeitigen Mentalität, mit unserer Entschlossenheit und unseren Qualitäten sind wir nicht davor gefeit, gegen ein stärkeres Team zu verlieren. Ein falscher Schritt und man ist zu Hause“, mahnte er am Samstag im Teamquartier in Ribeirao Preto.

Nigeria ist ein starkes und schnelles Team

Auch Innenverteidiger Laurent Koscielny stieg auf die Euphoriebremse. „Wir können hier weit kommen, aber zunächst müssen wir uns auf das Achtelfinale konzentrieren. Nigeria hat ein starkes, sehr schnelles Team“, stellte der 28-Jährige klar, dass noch niemand auch nur einen Gedanken an einen möglichen Viertelfinal-Schlager mit Titelanwärter Deutschland verschwende.

Nigeria noch nie im Viertelfinale

Nigeria steht nach 1994 und 1998 zum dritten Mal in der K.o.-Phase und möchte nun erstmals den Sprung ins Viertelfinale schaffen. „Wir müssen besser verteidigen als gegen Argentinien und vorne unsere Chancen konsequent nutzen“, forderte Ahmed Musa, der am Mittwoch bei der 2:3-Niederlage gegen Titelanwärter Argentinien beide Treffer für Nigeria erzielt hatte. „Mit harter Arbeit und Gottes Unterstützung können wir Geschichte schreiben. Aber Gebete ohne harte Arbeit sind nichts wert. Wir müssen unseren besten Tag erwischen, um Frankreich auszuschalten“, weiß der Offensivspieler von ZSKA Moskau um die Schwere der historischen Mission.

Streit um WM-Prämien

Die Vorbereitung auf das Achtelfinale verlief bei den Westafrikanern allerdings nicht optimal. Nach den Teams aus Kamerun und Ghana kämpfte nämlich auch die nigerianische Mannschaft mit Streikmethoden um ihre WM-Prämien. Erst nach einem Trainingsboykott und Verhandlungen mit der Verbandsführung am Donnerstag wurde der Streit geklärt. Laut Medienberichten wollte jeder Spieler 30.000 Dollar (22.000 Euro) für das Erreichen der K.o.-Runde.

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