Actionreiche Szenen gab es in diesem Match eher wenige.
 

WM 2014: Frankreich nach 0:0 gegen Ecuador als Gruppe-E-Sieger im Achtelfinale

Ecuador als einziges Südamerika-Team out – Franzosen verpassten Sieg aufgrund fehlender Effizienz nach der Pause

26.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Frankreich hat sich als Gruppe-E-Sieger für das Achtelfinale bei der Fußball-WM in Brasilien qualifiziert. Den Franzosen reichte am Mittwoch im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro ein torloses Remis gegen Ecuador, um Rang eins abzusichern. Die Ecuadorianer mussten sich aufgrund des Schweiz-Sieges gegen Honduras mit Rang drei begnügen und müssen als einziges Südamerika-Team die Heimreise antreten.

Fehlende Effizienz nach der Pause

Die Franzosen verabsäumten es aufgrund der fehlenden Effizienz nach der Pause mit drei Siegen wie beim bisher einzigen WM-Titel 1998 in der eigenen Heimat in ein WM-Turnier zu starten. Im Achtelfinale wartet auf die Truppe von Chefcoach Didier Deschamps jetzt am Montag in Brasilia der Gruppe-F-Zweite Nigeria. Das ab Minute 50 nach einer Roten Karte für Antonio Valencia in Unterzahl agierende Ecuador verpasste hingegen den zweiten Achtelfinal-Einzug nach 2006.

Halbe französische Mannschaft auf der Bank

Die Franzosen hatten den Aufstieg aufgrund des deutlich besten Torverhältnisses schon vor der Partie so gut wie sicher. Deshalb konnte es sich Coach Didier Deschamps leisten, mehr als eine halbe Mannschaft zu schonen. Von den 5:2-Siegern gegen die Schweiz blieben nur Goalie Hugo Lloris, Mamadou Sakho, Moussa Sissoko, Blaise Matuidi und Topstürmer Karim Benzema in der Anfangsformation.

Keine großen Chancen für Ecuador

Der neu zusammengewürfelten Truppe war anzumerken, dass sie so wohl noch nie zusammengespielt hatte. Von Tempo-Fußball und blitzschnellem Umschalten wie zuletzt bei den Siegen gegen Honduras (3:0) und die Schweiz (5:2) war vorerst kaum etwas zu sehen, die Automatismen klappten nicht. Ecuador konnte davon aber nicht profitieren. Die Südamerikaner waren viel zu langsam im Spielaufbau und konnten sich überhaupt nicht in Szene setzen. So gab es vorerst nur Halbchancen, die Antoine Griezmann (11.) und Sissoko (15.) vorfanden. Zudem flog Ecuador-Goalie Alexander Dominguez an einer Sagna-Flanke vorbei, Benzema kam aber knapp nicht zum Kopfball (27.). Nur einmal wurde es wirklich gefährlich: Dominguez drehte einen Pogba-Kopfball über die Latte (38.). Auf der anderen Seite deutete nur Enner Valencia mit einem Kopfball aus spitzem Winkel, den Lloris parierte (41.), seine Gefährlichkeit an. Es sollte die einzige nennenswerte Chance des dreifachen Turnier-Torschützen bleiben.

Rote Karte für Valencia

Die Ecuadorianer waren auch nach dem Seitenwechsel – auch bedingt durch den durchaus gerechtfertigten Valencia-Ausschluss – nicht in der Lage zuzusetzen. Die Franzosen nützten die numerische Überlegenheit gut aus, hatten ein klares Übergewicht und fanden zahlreiche Chancen vor. Dominguez wehrte einen Griezmann-Schuss an die Stange ab (47.), Schüsse von Benzema und Pogba (je 58.) wurden gerade noch abgeblockt, Matuidi war bei einem Abschluss aus rund zwölf Metern nicht kaltschnäuzig genug (62.) genauso wie Pogba bei einem Kopfball, den er stümperhaft neben das Tor setzte (73.). In Minute 82 hätte Alex Ibarra beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, Lloris war aber auf dem Posten. Die Schlussphase gehörte dann noch einmal den Franzosen, doch der Ball wollte bei Chancen von Benzema (84.), Pogba (87.) und Olivier Giroud (92.) einfach nicht ins Tor.

Gepöbel auf beiden Seiten

Das Spiel war übrigens auch geprägt von Härteeinlagen auf beiden Seiten. Sakho hatte Glück, dass sein Ellbogencheck gegen Oswaldo Minda (8.) nicht geahndet wurde. Zudem erlitt Christian Noboa nach einem Ellbogencheck ein Cut (29.), konnte aber mit einem Verband weiterspielen. Bei der dritten Unsportlichkeit griff der ivorische Schiedsrichter dann erstmals durch und zückte gleich Rot. Antonio Valencia versuchte im Duell mit Lucas Digne den Ball zu spielen, traf allerdings auch das Knie des französischen Außenverteidigers. Zu guter Letzt übersah der ivorische Schiedsrichter Noumandiez Doue noch in der Schlussphase eine Tätlichkeit von „Joker“ Giroud gegen Achilier.

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