fußball wm 2014 brasilien
Die Brasilianer schossen sich mit 4 Toren zum Gruppensieger. © Joe Raedle/Getty Images
 

WM 2014 Ergebnis: Brasilien nach 4:1 gegen Kamerun im Achtelfinale

Neymar mit Doppelpack Matchwinner. Nun wartet Chile auf die Gastgeber im Achtelfinale.

24.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Brasiliens Nationalteam hat bei der Fußball-WM im eigenen Land den Sprung ins Achtelfinale geschafft. Die „Selecao“ setzte sich am Montag vor 68.748 Zuschauern in Brasilia gegen Kamerun mit 4:1 (2:1) durch und bekommt es nun als Sieger der Gruppe A am Samstag in Belo Horizonte mit Chile zu tun.

Brasilien ließ noch zu wünschen übrig

Trotz des klaren Resultats wussten die Brasilianer nicht wirklich zu überzeugen – letztlich hatten sie vor allem ihrem großen Star Neymar zu verdanken, dass die Partie gegen die bereits zuvor ausgeschiedenen Afrikaner nicht zu einem Zitterspiel wurde. Der Barcelona-Stürmer traf in der 17. und 35. Minute, die weiteren Tore erzielten Fred (49.) und Fernandinho (85.) beziehungsweise Joel Matip (26.).

Neymar schoss 100. Tor dieser WM

Die Brasilianer begannen dermaßen druckvoll, dass alles andere als ein Kantersieg zunächst undenkbar schien. Mit viel Druck wurde das Tor der Kameruner berannt, die beste Chance vergab Paulinho in der 3. Minute aus kurzer Distanz. Ausgerechnet als die erste Angriffswelle abzuebben schien, schlug Neymar zum ersten Mal zu: Der 22-Jährige vollendete eine Hereingabe von Luiz Gustavo mit sehenswerter Schusstechnik zum 100. Tor dieser WM. Drei Minuten später hatte Kameruns Goalie Charles Itandje bei einem Volley von Neymar große Probleme.

Kamerun glänzte kurz auf

Danach aber wirkte der Rekordmeister von der Führung eher gehemmt als beflügelt. Die Folge: Zunächst landete ein Kopfball von Matip in der 26. Minute an der Latte, wenige Sekunden später stellte der Schalke-Legionär aus kurzer Distanz auf 1:1. Die mustergültige Vorarbeit hatte Allan Nyom geleistet, der Dani Alves schlecht aussehen ließ.

Mit Ausgleichstreffer stand Brasilien wieder kurz vor Turnier-Abschied

In dieser Phase wackelte Brasilien – plötzlich stand gegen die in den ersten Spielen arg gebeutelten Kameruner sogar eine Niederlage und damit ein vorzeitiger Turnier-Abschied im Raum. Die Rettung kam aber wieder einmal in Person von Neymar. Der Stürmer zog nach Marcelo-Vorarbeit auf und davon, überraschte Itandje mit einem Schuss ins kurze Eck (35.) und führt nun mit vier Treffern die Torschützenliste an.

Besser lief es in der 2. Hälfte

Halbwegs Sicherheit kehrte ins brasilianische Spiel aber erst ab der 49. Minute ein – da erhöhte Fred nach Flanke von David Luiz per Kopf aus kurzer Distanz auf 3:1, und damit war die Gegenwehr Kameruns weitgehend gebrochen. Das Spiel tröpfelte nur noch dahin, ehe der eingewechselte Fernandinho in der 85. Minute für den Endstand sorgte. 14 Minuten davor hatte sich Coach Felipe Scolari den Luxus erlaubt, den leicht angeschlagenen Neymar vom Platz zu holen und fürs Achtelfinale zu schonen.

Kamerun kassierte siebte WM-Niederlage in Folge

Für die „Selecao“ ist am Samstag gegen Chile ein topfitter Stürmerstar unverzichtbar, denn seine Kollegen präsentierten sich alles andere als in Bestform, und das gegen eine der schwächsten Mannschaften des Turniers, die ohne den verletzten Samuel Eto’o, den gesperrten Alexandre Song und den wegen eines Kopfstoßes gegen Teamkollegen Benjamin Moukandjo suspendierten Benoit Assou-Ekotto angetreten war. Die Negativserie der Afrikaner fand ihre Fortsetzung – sie kassierten bereits die siebente WM-Niederlage in Folge.

Stimmen zum Spiel Brasilien gegen Kamerun:

Neymar (Brasilien/Doppeltorschütze, Man of the Match): „Ich habe mich in der Pflicht gefühlt, die Mannschaft weiter zu bringen. Deshalb habe ich in der schwierigen Startphase die Verantwortung übernommen. Wir haben sehr gut gespielt, das war unsere beste Leistung bisher. Das gibt uns Selbstvertrauen.“

Fernandinho (Mittelfeldspieler Brasilien): „Ich bin sehr glücklich. Wir haben vier Tore geschossen und sind Gruppensieger. Das bringt Lust auf mehr. Wir haben zum deutlichen Sieg gefunden, weil wir unsere Einstellung geändert haben.“

Volker Finke (Teamchef Kamerun): „Ich sage den Leuten in Kamerun, dass es gegen uns gelaufen ist. Uns fehlte die Konzentration. Deshalb haben wir verloren.“

 

Offizielle FIFA-Spielstatistik zum Fußball-WM-Spiel Kamerun – Brasilien am Montag in Brasilia:

KAMERUN - BRASILIEN (1:4)
Torschüsse:  6 bzw. 18
Schüsse:    12 bzw. 19
Fouls:      14 bzw. 19
Eckbälle:    6 bzw.  7
Abseits:     1 bzw.  3
Ballbesitz: 46 bzw. 54 (in Prozent)

Zurückgelegte Distanz in Metern: 99.315 m bzw. 101.591 m
Man of the Match: Neymar (Brasilien)

Tore: NEYMAR (17'), MATIP (26'), NEYMAR (35'), FRED (50'), FERNANDINHO (85')

 

Livestreams & Liveticker zu allen Spielen der Fußball-WM 2014:

Alle Spielhighlights kann man hier live (neben dem Fernseher) am News.at-Liveticker verfolgen. Einen Livestream zu allen 64 WM-Spielen findet man auf ORF.at Außerdem kann man die WM-Spiele noch auf ZDF-Online live am Laptop oder Smartphone mitverfolgen oder den Livestream vom Schweizer Fernsehen SRF anschalten.

Die wichtigsten Fußball-WM-Links für den perfekten Überblick:

>> Hier finden Sie den gesamten WM-Spielplan 2014 zum Download und zum Ausdrucken Wer die Spiele nicht alleine vorm Fernseher erleben will: Hier die 11 besten Public Viewing Möglichkeiten in Wien Zitate Fußball-WM: Die besten Sager zur WM 2014 Wer noch nicht alle WM-Spiele gesehen hat: Hier die 10 schönsten Tore der bisherigen Fußball-WM 2014Für alle, die keines der wirklich wichtigen Spiele versäumen wollen: Die wichtigsten Spiele der WM 2014 im Überblick gibt´s hier (von Jan-Christoph Poppe)

Und wer wird Fußball-Weltmeister 2014?

Das wissen wir auch nicht, aber 11 Gründe sprechen klar gegen Deutschland. Aber auch Spanien wird nicht Weltmeister 2014, wahrscheinlicher ist, dass sie in der Vorrunde ausscheiden.

Mehr zum Thema
pixel