WM Finale 1990
Im letzten WM-Final-Duell Deutschland gegen Argentinien feierten am Ende Lothar Mattäus, Pierre Littbarski & Co.
 

Fußball-WM: Deutschland vs Argentinien – die bisherigen Duelle

Wer konnte die bisherigen WM-Duelle gewinnen?

13.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 treffen Deutschland und Argentinien aufeinander. Ein Duell, das es bereits sechs mal bei Weltmeisterschaften gab. Von den bisher 20 Fußball-Partien gegen den zweifachen Weltmeister konnte der dreifache Titelträger aus Europa nur sechs gewinnen. Argentinien setzte sich neunmal durch, fünfmal endeten Spiele ohne Sieger. Bei Weltmeisterschaften sieht es für Deutschland allerdings bestens aus. Von den sechs WM-Spielen ging nur das Finale 1986 verloren.

Die letzten drei WM-Duelle gingen an Deutschland

Zuletzt setzten sich auf WM-Ebene dreimal die DFB-Auswahlen durch. Im Endspiel 1990 siegte Deutschland ebenso wie in den Viertelfinalpartien 2006 und 2010. In Rio treffen die Fußball-Großmächte zum insgesamt siebenten Mal bei einer WM aufeinander, beide haben bei einer Endrunde gegen keine andere Nation häufiger gespielt. Das nächste Freundschaftsspiel lässt nicht lange auf sich warten: Schon am 3. September geht es in Düsseldorf wieder gegeneinander.

Alle bisherigen WM-Duelle zwischen Deutschland und Argentinien

WM 1958 Schweden, in Malmö, Gruppenphase: Deutschland – Argentinien 3:1

Das erste von vielen sehr harten Spielen zwischen den beiden Rivalen.

Aufseiten der Deutschen beendeten Fritz Walter und Horst Eckel das Spiel verletzt, weil Auswechslungen noch nicht erlaubt waren. Der regierende Weltmeister Deutschland wird zum Start der Titelverteidigung kalt erwischt. Oreste Omar Corbatta bringt Argentinien schon in der zweiten Minute in Führung. Doch Helmut Rahn (32., 79.) und der junge Uwe Seeler (40.) drehen die Partie.

WM 1966 England, in Birmingham, Gruppenphase: Deutschland – Argentinien 0:0

Wieder wird derart unfair gespielt, dass die „Süddeutsche Zeitung“ davon schrieb, das Spiel habe „eher einer Pausenhof-Treterei denn einem WM-Spiel“ geglichen.

Die Deutschen spekulierten, dass die Argentinier ihre Stollen mit Nägeln präpariert haben könnten. Die Argentinier bezichtigten die Deutschen ihrerseits der Unsportlichkeit. „Sie sind alle großartige Schauspieler“, sagte Trainer Juan Carlos Lorenzo. Die Partie endet torlos.

WM 1986 Mexiko, in Mexico-City, Finale: Argentinien – Deutschland 3:2

Argentinien lebte die WM von Superstar Diego Maradona.

Maradona bot nicht sein bestes Spiel, aber er schlug den Pass auf Jorge Burruchaga, der in der 84. Minute alleine vor Deutschlands Torhüter Toni Schumacher das Siegestor erzielte. Jose Luis Brown (23.) und Jorge Valdano (55.) hatten Argentinien zuvor schier uneinholbar in Führung geschossen, die Schützlinge von Franz Beckenbauer glichen durch Karl-Heinz Rummenigge (74.) und Rudi Völler (83.) aber aus.

WM 1990 Italien, in Rom, Finale: Deutschland – Argentinien 1:0

Wieder stand Maradona im Mittelpunkt.

Nachdem Argentinien Gastgeber Italien im Halbfinale ausgeschaltet hatte, wurde ihr Spielmacher bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Am Ende weinte Maradona bittere Tränen. Andreas Brehme verwandelte im Olympiastadion von Rom nach einer Attacke an Rudi Völler in der 85. Minute einen umstrittenen Foulelfmeter. Argentinien muss auf vier gesperrte Spieler verzichten und beendet die Partie nach zwei Ausschlüssen nur zu neunt.

WM 2006 Deutschland, in Berlin, Viertelfinale: Deutschland – Argentinien 1:1 n.V., 4:2 i.E.

Ein Notiz-Zettel aus dem Berliner „Schlosshotel im Grunewald“ verhalf dem Gastgeber zum Sieg im Elferkrimi.

Torhüter-Trainer Andreas Köpke hatte darauf geschrieben, wohin die argentinischen Schützen mit Vorliebe schießen. Keeper Jens Lehmann holte den Spickzettel aus seinen Socken. Er hielt die Elfer von Roberto Ayala und Esteban Cambiasso. Argentinien hatte durch Ayala (49.) vorgelegt, nachdem Trainer Jose Pekerman Regisseur Juan Roman Riquelme vom Feld nahm, gelang Miroslav Klose (80.) der Ausgleich. Der 19-jährige Lionel Messi bleibt nur Ersatz.

WM 2010 Südafrika, in Kapstadt, Viertelfinale: Deutschland – Argentinien 4:0

Vor dem Spiel wurde auf beiden Seiten mit Provokationen gearbeitet.

Bastian Schweinsteiger feuerte Giftpfeile ab, Argentiniens Trainer Diego Maradona antwortete mit einer Frage: „Was ist los, Schweinsteiger. Bist du nervös?“ Im Spiel selbst gab es fast keine Fragen mehr. Nach der schnellen Führung durch Thomas Müller (3.) demütigen Klose (68., 89.) und Arne Friedrich (74.) die Argentinier. „Das ist der härteste Moment in meinem Leben“, sagte Maradona danach. Nach der WM schied er im Streit mit Verbandspräsident Julio Grondona aus seinem Amt aus.

 

Die wichtigsten Fußball-WM-Links für den perfekten Überblick:

 

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