Deutschland beim Training bei der WM 2014 in Brasilien
Laut Löw ist Deutschland "noch nicht am Limit".
 

WM 2014: Deutschland vs Algerien – überraschende Statistik

Die Statistik spricht klar für Deutschland, aber auch für Algerien.

30.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

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Im Achtelfinale geht Deutschland als klarer Favorit gegen Algerien auf den Platz, zumindest die bisherige Achtelfinalstatistik spricht für das Nachbarland. Ein Blick auf die bisherigen Begegnungen mit Algerien spricht allerdings für ein Weiterkommen der Nordafrikaner. Am 30. Juli ab 22 Uhr MESZ spielen die Mannschaften in Porto Alegre um den Aufstieg. „Ein ganz schwer zu spielender Gegner mit großer Qualität“, warnte Trainer Joachim Löw, sah sein Team aber am richtigen Weg: „Wir sind noch nicht am Limit.“

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Achtelfinalstatistik spricht klar für Deutschland

Nur ein einziges Mal ist ein DFB-Team bei einer WM im Achtelfinale gescheitert. 1934 in Italien war gegen die Schweiz nach einem 1:1 im Wiederholungsspiel durch ein 2:4 Endstation. 80 Jahre später geht der dreimalige Champion selbstredend als klarer Favorit in das erste Alles-oder-nichts-Spiel in Brasilien.

Video: Deutschland – Algerien bei der WM 1982

Algerienstatistik spricht klar gegen Deutschland

Kaum zu glauben, dass die Statistik gegen die Deutschen spricht. Alle beiden bisher ausgetragenen Duelle mit Algerien hat man verloren: 1982 gab es bei der WM in Spanien ein 1:2, auch wenn die Nordafrikaner kurz darauf dank der „Schande von Gijon“ die Heimreise antreten mussten. Zuvor verlor man 1964 einen Test in Algier 0:2. Algerien ist das einzige Land, gegen das die DFB-Auswahl mehr als einmal gespielt und dabei nie gewonnen hat.

Löw warnt vor Algerien

„Wenn jemand glaubt, man hat es im Achtelfinale mit einem vermeintlich leichten Gegner zu tun und kann den Fokus schon ein bisschen auf die nächste Runde richten, begeht er einen schweren Fehler“, mahnte Löw vor Algerien, das sich in der relativ leichten Gruppe H gegen Belgien (1:2), Südkorea (4:2) und Russland (1:1) achtbar schlug und durch seinen effizienten Konterfußball immerhin sechs Tore schoss.

Großes Selbstbewusstsein

Vor dem dritten Duell mit Algerien, das nach drei Spielen im heißeren Norden nun bei erwarteten 16 Grad zur Anstoß-Ortszeit über die Bühne gehen wird, gab sich Löw aber optimistisch. Trotz vieler Personalsorgen in der WM-Saison, einer schwierigen Vorbereitung und einigen Wacklern gegen Ghana sieht er sich bestätigt, dass sein aktuelles Team auch unter den komplizierten Bedingungen in Südamerika in den Titelkampf eingreifen kann. „Wir gehen in diese Spiele mit großem Selbstbewusstsein“, erklärte der 54-Jährige.

Blumentopf geben eine RAPortage: Deutschland – Algerien

Was den Unterschied ausmacht

„Viel Licht, aber auch Schatten“ bei zwei Siegen und einem Remis in der Gruppe stufte Löw als völlig normal ein. „Ein WM-Turnier ist ein Marathon und kein 100-Meter-Sprint. Ich habe schon einige Teams erlebt, da war nach einer guten Vorrunde im vierten Spiel Schluss“, sagte der Chefcoach. „Die Mannschaft muss im Laufe des Turniers steigerungsfähig sein. Das ist die große Kunst“, meinte Löw.

Prämien für Deutsche Kicker

Auch Philipp Lahm betonte, dass derzeit alles nach Plan laufe. „Einige Mitfavoriten sind schon ausgeschieden, deswegen ist es absolut positiv“, sagte der Kapitän. Im Viertelfinale würde das DFB-Team als Achtelfinalsieger auf Frankreich oder Nigeria treffen. Mit dem Erreichen der besten acht würden erstmals auch Prämien fällig. 50.000 Euro pro Mann kassieren Lahm und Co. für ein Weiterkommen. 300.000 würde der DFB für den Titel locker machen.

Personalentscheidungen offen

Personell muss Löw, dem Lukas Podolski (Zerrung) fehlt, u.a. die Frage klären, ob Bastian Schweinsteiger neuerlich in der Mittelfeldzentrale spielt, oder Sami Khedira wieder in selbige zurückkehrt. Löw kündigte eine „Bauchentscheidung“ an.

 

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