Umana erzielte den entscheidenden Treffer für Costa Rica.
 

WM 2014: Costa Rica nach Sieg gegen Griechenland erstmals im Viertelfinale

Costa Rica gewann mit 6:4 bzw. 5:3 im Elferschießen gegen Griechenland – Torhüter Navas überragend

30.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

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Costa Ricas Sensationslauf in Brasilien geht weiter. Die „Ticos“ stehen bei einer Fußball-WM erstmals in ihrer Geschichte im Viertelfinale. Nach einem 5:3 im Elfmeterschießen im Außenseiter-Duell gegen Griechenland am Sonntag bekommen es die Mittelamerikaner nun mit einem europäischen Fußball-Schwergewicht zu tun. Am Samstag wartet in Salvador das Aufeinandertreffen mit den Niederlanden.

Elfer-Entscheidung nach 9. Schuss

Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung in Recife war es 1:1 gestanden. Kapitän Bryan Ruiz brachte Costa Rica in der Arena Pernambuco in der 52. Minute voran. Nach einer Gelb-Roten Karte für Costa Ricas Oscar Duarte (66.) kam Griechenland auf, der Ausgleich durch Sokratis Papasthathopoulos fiel jedoch erst in der 91. Minute. In der Elferentscheidung trafen zunächst sieben Schützen, ehe Theofanis Gekas an Keylor Navas scheiterte. Michael Umana verwertete danach sicher.

Historischer Viertelfinal-Einzug für Costa Rica

Costa Rica schaffte unter dem kolumbianischen Trainer Jorge Luis Pinto somit Historisches. 1990 standen die Mittelamerikaner zum zuvor einzigen Mal im Achtelfinale, damals scheiterte man an der Tschechoslowakei. Für Griechenland war bereits der Aufstieg in die K.o.-Phase eine WM-Premiere.

Kaum Chancen für Costa Rica

In einer qualitativ nicht immer hochwertigen Partie startete Costa Rica mit jener Elf, die bereits die Ex-Weltmeister Uruguay (3:1) und Italien (1:0) in die Schranken gewiesen hatte. Sie fanden dennoch keine Mittel gegen den Gegner. Die ohne den verletzten Pangiotis Kone eingelaufenen Griechen standen im Mittelfeld dicht gestaffelt, Costa Ricas zuletzt bei Olympiakos Piräus engagierter Topangreifer Joel Campbell erhielt kaum brauchbare Bälle.

Griechenland mit wenigen guten Chancen

Die mit einem Torverhältnis von 2:4 in die K.o.-Phase vorgestoßenen Griechen konnten in punkto Torschüsse sogar vorlegen. Altstar Giorgos Karagounis (139. Teameinsatz) prüfte Costa Ricas Schlussmann Navas mit einem Distanzschuss (29.), ehe der Europameister von 2004 die Riesenmöglichkeit auf die Führung vorfand. Eine mustergültige Holebas-Flanke übernahm Dimitris Salpingidis volley (37.), der beim spanischen Erstligisten Levante mit Andreas Ivanschitz spielende Navas offenbarte aber erneut seine Qualitäten. Griechenland setzte auch knapp nach Seitenwechsel durch einen Kopfball von Mittelstürmer Giorgios Samaras das erste Zeichen.

Ruiz brachte Costa Rica in Führung

Auf der Gegenseite traf hingegen Ruiz. Der 28-Jährige rollte den Ball nach Pass von Bolanos aus 17 Metern zwar nicht scharf, aber platziert in die Maschen und erwischte Griechenlands Torhüter Orestis Karnezis dabei auf dem falschen Fuß. Das Tor zwang Griechenland zur Initiative. Auch mit Kostas Mitroglou als zusätzlicher Offensivkraft blieb diese zunächst ergebnislos. Als Duarte nach wiederholtem Foulspiel vom Platz musste, kam mit Gekas ein weiterer Stürmer und damit frischer Schwung.

Torhüter Navas überzeugte

Costa Rica war nun deutlich mehr in Bedrängnis, verteidigte den knappen Vorsprung dennoch erfolgreich – ehe die Nachspielzeit angebrochen war. Gekas scheiterte nach einem weiten Ball noch an Navas, der aufgerückte Sokratis verwertete den Abpraller jedoch zum 1:1. Für Costa Rica war es der erste Gegentreffer im WM-Turnier aus dem Spiel heraus, nachdem Navas zuvor nur durch Uruguays Cavani per Elfer bezwungen wurde. Mitroglou hätte fast noch nachgelegt, der starke Navas drehte seinen Kopfball aber über die Latte.

2. Elfmeter-Schießen der laufenden WM

In der Verlängerung wirkte Griechenland frischer, die dezimierten Costa Ricaner kamen nur noch selten konstruktiv aus der eigenen Spielhälfte. Campbell war mit seinen Kräften sichtlich am Ende. Mitroglou scheiterte in der 121. Minute alleine vor Navas erneut am Keeper. So ging es zum zweiten Mal im WM-Turnier in die Entscheidung im Elfmeterschießen. Griechenland Teamchef Fernando Santos erlebte dieses nach Schiedsrichterkritik nur noch von der Tribüne aus.

 

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