Scolari auf der Trainerbank
Brasilien braucht einen neuen Trainer.
 

Fußball-WM 2014: Scolari nicht mehr Nationaltrainer Brasiliens

Brasiliens Nationaltrainer hat seinen Rücktritt bekannt gegeben – Verband unter Zeitdruck

15.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Brasiliens Fußballnationalmannschaft muss sich einen neuen Trainer suchen, die Zeit von Luiz Felipe Scolari ist abgelaufen, berichtet der TV-Sender „Globo“. Demnach hat der 65-Jährige am Sonntag seinen Rücktritt beim brasilianischen Verband (CBF) eingereicht, der diesen akzeptierte. Scolaris Vertrag hätte nach der Weltmeisterschaft ohnehin geendet. Am 14. Juli gab der CBF offiziell das Ende der Zusammenarbeit bekannt. Der 65-Jährige hatte nach dem schlechten Abschneiden bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land seinen Rücktritt eingereicht. Diesen akzeptierte der Verband nun wie erwartet.

Desaströses Torverhältnis aus den letzten beiden WM-Spielen

Der Rekord-Weltmeister hatte sich zuletzt mit dem 1:7 im Halbfinale gegen Deutschland – der höchsten Länderspiel-Niederlage überhaupt – und mit dem 0:3 gegen die Niederlande im Spiel um Platz drei blamiert. Der angepeilte sechste WM-Titel wurde verpasst. Scolari hatte nach dem so schwachen Abschneiden beim Heimturnier nicht von einem Rücktritt reden wollen und mehrfach betont: „Wir hatten vereinbart, dass wir nach Ende des Wettbewerbs einen Bericht einreichen werden. Unsere Position wird vakant sein, und der Präsident und der Vorstand werden die WM analysieren.“

Letzter WM-Titel 2002

Der Trainer der Weltmeistermannschaft von 2002 und sein Mitstreiter Carlos Alberto Parreira, Technischer Direktor beim WM-Gastgeber, hatten sogar ihre Arbeit vehement verteidigt und wollten keine Fehler einräumen. Daraufhin waren sie von den Medien noch vehementer kritisiert worden.

Verbandschef findet Scolari „unhaltbar“

Hinter den Kulissen ging es beim CBF zuletzt ähnlich drunter und drüber wie auf dem Platz. Der designierte CBF-Präsident Marco Polo Del Nero hatte sich zuletzt für einen Verbleib des einst so Beliebten „Felipao“ ausgesprochen. Nach der Blamage im kleinen Finale sagte hingegen Noch-Verbandschef Jose Maria Marin, die Situation mit Scolari sei „unhaltbar“.

Verband unter Zeitdruck

Als Nachfolgekandidaten gelten Adenor „Tite“ Bacci (zuletzt Corinthians Sao Paulo) und U 20-Nationaltrainer Alexandre Gallo. Die Zeit drängt für die Brasilianer: Am 5. September steht in Miami gegen Kolumbien das nächste Länderspiel an, 2015 die Copa America und 2016 in Rio de Janeiro das olympische Fußball-Turnier.

 

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