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Schweiz gegen Argentinien könnte das letzte Spiel für Ottmar Hitzfeld als Trainer sein.
 

WM 2014 Live: Schweiz im Achtelfinale gegen Argentinien

Gelingt der Schweiz die Sensation gegen Argentinien?

01.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Argentinien gegen die Schweiz um den Aufstieg ins Viertelfinale

Argentinien gegen Schweiz lautet das siebente Achtelfinale der WM 2014, gespielt wird am 1. Juli um 18 Uhr in Sao Paulo. Lionel Messi hat bisher vier der sechs Tore seiner Nationalmannschaft geschossen, seine Teamkollegen müssen sich ordentlich steigern. Das Team von Ottmar Hitzfeld will erstmals seit der Heim-WM 1954 in ein WM-Viertelfinale.

Statistik klar für Argentinien

„Wir sind klare Außenseiter. Wir haben nichts zu verlieren und viel zu gewinnen“, erklärte der deutsche Coach, für den eine Niederlage gleichbedeutend mit dem Pensionsantritt wäre. Die Schweiz hat gegen Argentinien noch nie gewonnen (2 Remis, 4 Niederlagen), zuletzt gab es im Februar 2012 ein 3:1 für Argentinien – mit Messi als dreifachem Torschützen.

Messi und Maradona, der ewige Vergleich

Zehn Jahre nach seinem Teamdebüt und nach zwei WM-Teilnahmen ohne Grandezza ist Messi zur dominierenden Figur der „Albiceleste“ avanciert. Um aus dem breiten Schatten Diego Maradonas zu treten und in die Geschichte einzugehen, sind aber weitere Siege nötig. „El pibe d’oro“ (Der Goldjunge) hatte Argentinien 1986 zum Titel und vier Jahre später ins Finale geführt. Für Messi ist der Weg noch lange nicht zu Ende. „Wir wollen noch mehr. Wir verfolgen weiter den Traum, den wir alle haben.“ Der soll mit einem Erfolg am 13. Juli im Maracana-Stadion von Rio enden.

Trainer Alejandro Sabella hat es nicht immer leicht mit seinen Schützlingen

Probleme bei Argentinien

Für die Argentinier ist der 27-Jährige aus Rosario ohnehin der aktuell beste Fußballer der Welt. „Er kann jede Partie jederzeit im Alleingang entscheiden“, bekräftigte sein Sturmgefährte Gonzalo Higuain. Doch auf den Schultern Messis ruht eine schwere Last – seine Teamkollegen hielten mit ihren Leistungen bisher nicht Schritt. „Wir müssen nun versuchen, diesen Druck besser zu verteilen“, erklärte Teamchef Alejandro Sabella.

Schwächen in der Defensive

Sein Appell geht vor allem in Richtung von Angel di Maria und Higuain, zwei weiteren der „fantastischen Vier“. Sergio Aguero, der vierte im Bunde, fällt wegen einer Muskelblessur im linken Oberschenkel für das Achtelfinale aus. Ersetzen wird ihn wohl Ezequiel Lavezzi. Vom Liebling der weiblichen Fans erwartet man sich neue Ideen und frische Energie. Allerdings hat sich auch die Abwehr bisher als keineswegs sattelfest erwiesen.

Schweiz kann Geschichte schreiben

Hitzfeld weiß, dass in einem Spiel der K.o.-Runde alles möglich ist. „Wir können Geschichte schreiben“, sagte der Schweizer Coach. Ein Sieg brächte das erste Viertelfinale seit 60 Jahren, damals hatte die Schweiz dann in der Runde der letzten acht gegen Österreich mit 5:7 verloren. Des Teamchefs Vertrauen in Xherdan Shaquiri war im letzten Gruppenspiel belohnt worden. Das wie Messi nur 1,69 m große Mittelfeld-Ass hatte beim 3:0 gegen Honduras alle Treffer erzielt.

Unterstützung vom Publikum

„Er muss im Zentrum mehr laufen, aber wenn man dort drei Tore macht, muss man ihm ein Superkompliment machen“, hatte Hitzfeld den 22-jährigen Bayern-Spieler gelobt. In der 62.600 Zuschauer fassenden Corinthians Arena dürfen sich die Schweizer auch der Unterstützung der heimischen Fans sicher sein, sind die „Gauchos“ doch die Erzrivalen der Brasilianer.

Higuain kennt die Schweizer gut

Higuain, der nach einer Knöchelblessur nach eigenen Worten immer besser den Rhythmus findet, kennt die drei Schweizer Inler, Behrami und Dzemaili als Clubkollegen beim SSC Napoli. „Die Schweiz hat eine starke Mannschaft. Wir kennen ihre Fähigkeiten, aber auch ihre Schwächen“, sagte der Stürmer und meinte mit letzterem vor allem die Defensive.

 

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