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Ein Freistoßtor von David Luiz brachte in der 69. Minute die Vorentscheidung.
 

WM 2014: Brasilien steht im Halbfinale

WM-Viertelfinale: Brasilien gewinnt gegen Kolumbien in Fortaleza

05.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Gastgeber Brasilien hat den nächsten Schritt auf dem Weg zum sechsten Fußball-Weltmeistertitel gemacht. Die „Selecao“ besiegte am Freitag in Fortaleza im Viertelfinale Kolumbien knapp mit 2:1 (1:0) und beendete damit den überraschenden Erfolgslauf des Südamerika-Rivalen. Im Kampf um den Finaleinzug geht es für die Scolari-Truppe nun am Dienstag (22.00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte gegen Deutschland.

Neymar verletzt ausgeschieden

Da könnte der Brasilianer Neymar fehlen, er schied in der Schlussphase nach einem Zuniga-Foul mit einer Rückenverletzung aus. Fix nicht dabei im Semifinale ist der gesperrte Thiago Silva, der nach einem Neymar-Corner den Führungstreffer erzielte (7.). Das zweite Tor steuerte mit David Luiz (69./Freistoß) ebenfalls ein Innenverteidiger bei. Neymar konnte nicht richtig glänzen, das galt aber genauso fürKolumbiens Jungstar James Rodriguez. Der 22-Jährige erzielte in der Schlussphase via Elfmeter immerhin den Anschlusstreffer der „Cafeteros“ (80.) und baute damit seine Führung in der WM-Schützenliste mit Tor Nummer sechs aus.

Änderungen bei beiden Mannschaften

Bei den Brasilianern rückte im Gegensatz zum Elfmeter-Achtelfinal-Krimi gegen Chile wie erwartet Paulinho für den gesperrten Luiz Gustavo ins defensive Mittelfeld. Zudem ersetzte Coach Luiz Felipe Scolari rechts in der Viererkette Dani Alves durch Maicon. Zwei Änderungen gab es auch bei den Kolumbianern. Victor Ibarbo kam im Vergleich zum 2:0 gegen Uruguay für Stürmer Jackson Martinez in die Mannschaft und Mittelfeld-Mann Fredy Guarin bekam vor Abel Aguilar den Vorzug.

Brasilianer dominierten erste Halbzeit

Die Brasilianer hatten in einer temporeichen ersten Hälfte deutlich mehr vom Spiel, waren auch viel gefährlicher. Der Grundstein für den Sieg wurde schnell gelegt. Nach einem Neymar-Eckball kamen mehrere Spieler beider Seiten nicht zum Kopfball, dafür drückte der am langen Eck postierte Thiago Silva den Ball etwas glücklich mit dem Knie über die Linie (7.). Der klassische Fehlstart war wahrscheinlich mit ein Grund, dass die Kolumbianer vieles schuldig blieben, nicht an ihre zuvor starken Auftritte anschließen konnten. Nur einmal kamen sie in Hälfte eins mit einem Cuadrado-Linksschuss, der knapp danebenging, einem Torerfolg nahe (11.).

Hulk in Topform

Aufseiten der Brasilianer war vor allem Hulk ein Unruheherd. Der Russland-Legionär fand aber gleich zweimal seinen Meister inKolumbien-Goalie David Ospina (20., 28.). Von Superstar Neymar war wenig zu sehen, in Minute 44 fehlte immerhin bei einem Freistoß nicht viel auf das 2:0. Nach der Pause änderte sich am Spielgeschehen vorerst nicht viel, spielerischer Glanz kam nur selten zum Vorschein. Die Kolumbianer waren gezwungen mehr für die Partie zu machen, waren mit dieser Aufgabe an diesem Abend aber größtenteils überfordert.

Traum-Freistoßtor von David Luiz

Ein Tor von Mario Yepes nach einem Getümmel im Strafraum wurde zudem wegen Abseits aberkannt (66.). Die Offensivabteilung des Rekord-Weltmeisters erwischte auch keinen guten Tag, deshalb mussten es die Abwehrspieler richten. David Luiz hämmerte einen Freistoß aus rund 30 Metern wuchtig genau ins Eck (69.). Die Brasilianer igelten sich daraufhin hinten ein, spannend wurde es am Ende aber trotzdem noch. Carlos Bacca wurde nach Rodriguez-Zuspiel im Strafraum von Julio Cesar gelegt. Der Brasilien-Goalie hatte Glück, sah nur Gelb und durfte damit am Platz bleiben, war gegen den Elfmeter von Rodriguez aber machtlos (80.). Der Monaco-Offensivgeist verlud den Tormann geschickt.

Erster Halbfinal-Einzug für Brasilien nach 2 gescheiterten Versuchen

Die Schlussoffensive der Pekerman-Truppe blieb aber unbelohnt, das Viertelfinale bleibt damit der größte Erfolg in der Verbands-Geschichte. Die Brasilianer zogen hingegen nach zwei Viertelfinal-Pleiten in Folge endlich wieder einmal in die Runde der letzten vier ein.

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