Österreich gegen Brasilien Live Stream
Österreich gegen Brasilien Freundschaftsspiel am 18.11.2014 um 19:00 Uhr
 

Endstand: Österreich gegen Brasilien 1:2

Österreich gegen Brasilien Freundschaftsspiel am 18.11.2014 um 19:00 Uhr – Aufstellung, Spielbeginn & Live Stream Information.

18.11.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Die Erfolgsserie der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft ist gegen den Rekordweltmeister zu Ende gegangen. Das ÖFB-Team kassierte am Dienstag vor 48.500 Zuschauern im ausverkauften Wiener Happel-Stadion eine 1:2-(0:0)-Niederlage und musste sich damit zum Abschluss des Länderspieljahres erstmals seit neun Partien wieder geschlagen geben.

Irreguläres Führungstor für Brasilien

David Luiz hatte die Südamerikaner in der 64. Minute – allerdings auf irreguläre Art und Weise – in Führung gebracht. Aleksandar Dragovic sorgte in der 75. Minute per Elfmeter für den Ausgleich der Österreicher, ehe Firmino per Weitschuss in der 83. Minute das entscheidende Tor gelang. Die „Selecao“ gewann dadurch auch ihr sechstes Spiel unter Neo-Coach Carlos Dunga, kassierte aber erstmals ein Gegentor.

Nur leichte Änderungen in der Startelf

ÖFB-Teamchef Marcel Koller hatte bei seiner Startformation im Vergleich zum 1:0 am Samstag in der EM-Qualifikation gegen Russland nur zwei Änderungen vorgenommen: Rubin Okotie stürmte anstelle des bereits nach Australien abgereisten Marc Janko, Veli Kavlak übernahm die Rolle von Christoph Leitgeb im zentralen Mittelfeld.

Patzer von Okotie

Die Österreicher begannen konzentriert und ambitioniert. Erster Aufreger war ein Hands-Treffer von Okotie in der 5. Minute, das dem Gold-Torschützen des Russland-Spiels die Gelbe Karte einbrachte. Danach gab es viel Leerlauf – auch deshalb, weil sich die Brasilianer zumeist mit Ballschieberei im Mittelfeld begnügten. Dies bescherte Neymar und Co. nach nicht einmal 20 Minuten erste Pfiffe.

Neymar hielt sich bedeckt

Bei den Angriffsversuchen der Gastgeber hingegen reagierte das Publikum begeistert – so etwa in der 22. Minute, als ein Schuss von Florian Klein in der 22. Minute aus guter Position abgefälscht wurde. Die „Selecao“ hatte in der Offensive mit Ausnahme eines von Robert Almer parierten Schusses von Oscar (34.) und eines Freistoßes von David Luiz knapp über die Latte (35.) vorerst nichts zu bieten, Superstar Neymar trat nur äußerst selten in Erscheinung.

Das brasilianische Führungstor

Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die Gäste kurzfristig den Druck, ohne aber zu zwingenden Chancen zu kommen. Ausgerechnet, als die Partie wieder einzuschlafen schien, schlug der fünffache Weltmeister zu. Nach einem Corner von Oscar war David Luiz per Kopf zur Stelle, der auf der Linie postierte Zlatko Junuzovic konnte das Gegentor nicht mehr verhindern. Allerdings hatte sich der brasilianische Innenverteidiger davor im Zweikampf gegen Stefan Ilsanker regelwidrig durchgesetzt, indem er den Salzburger am Leiberl zog.

Elfmeter zum Ausgleich

Die Österreicher ließen sich durch das unglückliche Gegentor jedoch nicht aus dem Konzept bringen, kämpften verbissen um den Ausgleich und wurden dafür in der 75. Minute belohnt. Der eingewechselte Andreas Weimann wurde im Strafraum von Oscar gelegt, den dafür verhängten Elfmeter verwandelte Dragovic sicher. Es war das erste Nationalteam-Tor des Innenverteidigers im 35. Länderspiel.

Anschlusstreffer zum 2:1

Im Finish aber schlugen die Brasilianer noch einmal zu. Der eingewechselte Firmino traf in der 83. Minute aus rund 20 Metern unhaltbar für den für Almer eingewechselten Ramazan Özcan. Damit steht die ÖFB-Bilanz gegen Brasilien nun bei drei Remis und sechs Niederlagen in neun Duellen.

Weiter geht es für die Koller-Truppe am 27. März in Vaduz mit dem EM-Qualifikationsspiel in Vaduz gegen Liechtenstein. Vier Tage später steigt im Happel-Stadion ein Testspiel gegen Bosnien-Herzegowina.

Endstand Österreich gegen Brasilien: 1:2

Halbzeitstand: 0:0

Spielbeginn um 19:00 Uhr

Bestätigte Aufstellung Österreich vs. Brasilien

Aufstellung Österreich heute:

Almer – Fuchs, Hinteregger, Dragovic, Klein – Ilsanker, Kavlak – Harnik, Junuzovic, ArnautovicOkotie

Ersatz: Lindner, Özcan, Ulmer, Garics, Prödl, Wimmer, Leitgeb, Sabitzer, Hinterseer, Weimann

Es fehlen: Alaba (Innenband-Teilabriss und Meniskusverletzung), Janko (Rückreise nach Australien), Baumgartlinger (Sehnenreizung im Knie)

Aufstellung Brasilien heute:

Diego Alves – Danilo, David Luiz, Miranda, Filipe Luis – Willian, Luiz Gustavo, Fernandinho, Oscar – Luiz Adriano – Neymar

Ersatz: Neto, Rafael – Mario Fernandes, Marquinhos, Alex Sandro, Thiago Silva, Casemiro, Coutinho, Talisca, Douglas Costa, Fred

Fraglich war: Neymar (Magen-Darm-Probleme)

Live-Ticker zum Spiel Österreich gegen Brasilien auf Twitter

Neymar gegen Österreich einsatzbereit

Das Sonntags-Training musste Brasiliens Superstar Neymar wegen Magen-Darm-Problemen auslassen, für das Spiel gegen Österreich ist der Kapitän der „Selecao“ wieder fit. Der Barcelona-Stürmer verspürte am Montag keinerlei Probleme und machte das Abschlusstraining der „Selecao“ mit.

Thiago Silva übt Kritik an Neymar und Dunga

Keine Probleme gibt es laut dem 22-Jährigen auch mit Thiago Silva. Der Innenverteidiger hatte sich gemäß brasilianischen Medienberichten am Sonntag öffentlich über seine Absetzung als Kapitän beschwert und dabei auch seinen Nachfolger Neymar sowie Teamchef Carlos Dunga kritisiert.

Klärendes Gespräch zwischen Neymar und Thiago Silva

In einem Gespräch zwischen Neymar und Thiago Silva am Montagvormittag wurden offenbar alle Differenzen beseitigt. „Ich habe ihm gesagt, dass er aufpassen muss, weil seine Worte von der Presse falsch wiedergegeben werden können“, erzählte Neymar und betonte: „Ich sehe das alles nicht so dramatisch, wie es aufgebauscht worden ist. Wir bleiben Freunde, für mich ist diese Sache erledigt.“

„Neymar ist wie ein Bruder für mich“

Thiago Silva meinte am Montag, seine Wortmeldungen vom Vortag seien falsch wiedergegeben worden. „Ich war noch nie ein Spieler, der polemische Aussagen getätigt hat.“ Dies habe er auch Neymar klarmachen können, deshalb sei er nun erleichtert. „Neymar ist wie ein Bruder für mich. Wir haben ein ausgezeichnetes Verhältnis, und das wird auch so bleiben“, erklärte der Innenverteidiger von Paris St. Germain.

Brasiliens Deutschland-Trauma

Das 1:7-Debakel im Semifinale der Heim-WM gegen Deutschland und das anschließende 0:3 gegen die Niederlande haben tiefe Wunden beim Rekordweltmeister hinterlassen. Seit dem Desaster vor eigenem Publikum kämpfen die Brasilianer um die Wiederherstellung ihres guten Rufs im Weltfußball. Geschafft werden soll dies mit einer erneuerten Mannschaft, einem neuen Teamchef (Carlos Dunga) und einer Welt-Tournee, die Neymar und Co. in den vergangenen Wochen in die USA, nach China, Singapur und in die Türkei führte.

Copa America 2015

Abgesehen von den finanziellen Annehmlichkeiten handelt es sich dabei quasi um einen Selbstfindungstrip – Dunga muss dem gedemütigten fünffachen Champion das Selbstvertrauen zurückgeben und gleichzeitig eine schlagkräftige Truppe für die Copa America 2015 in Chile formen.

Nur Europa-Legionäre im Einsatz

Im Gegensatz zu den Oktober-Partien berief der Nationaltrainer diesmal ausschließlich Europa-Legionäre in den Kader. Dadurch machte er sich Freunde bei den brasilianischen Vereins-Coaches, die sich gerade in der entscheidenden Saisonphase befinden und ihre Spieler nur ungern abgestellt hätten.

Bisher ohne Gegentor

Doch nicht nur in punkto Kommunikation mit den Trainer-Kollegen befindet sich Dunga auf gutem Weg. Seit seinem Amtsantritt nach der WM gab es unter dem Nachfolger von Felipe Scolari gegen Kolumbien (1:0), Ecuador (1:0), Argentinien (2:0), Japan (4:0) und die Türkei (4:0) ausnahmslos Siege ohne Gegentore. Trotzdem hat sich die Stimmung an der Heimatfront noch nicht wirklich gebessert – wohl auch deshalb ist die „Selecao“ seit der WM nicht mehr vor eigenem Publikum angetreten.

Geldregen durch Auswärtsspiele

Verärgerte Fans sind jedoch nicht der einzige Grund, warum die Brasilianer ihre Länderspiele lieber in der Fremde austragen. Durch einen bis 2022 laufenden Vertrag mit der englischen Agentur „Pitch International“ gibt es nämlich in Auswärtsspielen mehr zu verdienen. Für jedes Ländermatch außerhalb Brasiliens kassiert der brasilianische Fußball-Verband (CBF) von der Agentur eine Garantiesumme von einer Million Dollar.

2 Millionen Dollar für ein Spiel

Wie das Fußball-Fachmagazin „ballesterer“ unter Berufung auf brasilianische Medien berichtete, kassierte „Pitch International“ vom türkischen Verband für das Brasilien-Gastspiel in Istanbul zwei Millionen Dollar (1,61 Mio. Euro). Welche Summe der ÖFB an die Agentur überweist, wurde nicht bekanntgegeben.

Korruptionsvorwürfe gegen Verbandschef

Den Kontrakt mit „Pitch International“ schloss 2012 der Verbandschef Jose Maria Marin ab, kurz nachdem er dem skandalumwitterten Ricardo Teixeira nachgefolgt war. Der 82-jährige Marin wird ebenso ständig mit Korruption in Verbindung gebracht wie der 73-jährige Marco Polo del Nero, der ab 2015 als CBF-Boss fungiert. Diese Rochade wurde bereits im April 2014, also noch vor der Heim-WM, beschlossen.

Keine Konsequenzen auf Funktionärsebene

Das blamable Endrunden-Abschneiden hatte auf Funktionärsebene keine personellen Konsequenzen zur Folge. Der einzige ranghohe CBF-Mitarbeiter, der nach der WM gehen musste, war der Pressechef – und zwar nur deshalb, weil er im WM-Achtelfinale dem chilenischen Spieler Mauricio Pinilla im Kabinengang einen Schlag versetzte und von der FIFA gesperrt wurde.

Das Freundschaftsspiel zwischen Österreich und Brasilien im Ernst-Happel-Stadion in Wien

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