Christiano Ronaldo bei der WM 2014
Ronaldo glaubt nicht mehr an den Aufstieg.
 

WM 2014: Portugal gegen Ghana – Endstand 2:1

Portugal gegen Ghana in Brasilia – am 26. Juni 18:00 (MESZ). Das Spiel endete 2:1

26.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Portugal und Ghana schaffen den Aufstieg ins Achtelfinale nicht

Portugal hat am Donnerstag Ghana 2:1 (1:0) besiegt, beide Teams haben aber den Aufstieg ins Achtelfinale der Fußball-WM verpasst. In einem Match mit zahlreichen hochkarätigen Chancen trafen in Brasilia John Boye (31./Eigentor) und Weltfußballer Cristiano Ronaldo (81.) bzw. Asamoah Gyan (57.).

Da im Parallelmatch Deutschland die USA 1:0 besiegte, hatten Portugal und Ghana noch Aufstiegschancen. Die Portugiesen hätten aber mit vier Treffern Differenz gewinnen müssen. Ein Unterfangen, dass vor allem an Ronaldos eklatanter Abschlussschwäche scheiterte. Ghana hätte ein Sieg zum Weiterkommen gereicht.

>> Spielplan WM-Achtelfinale 2014

Live-Ticker: Portugal – Ghana, Spielstand 2:1

Spielbeginn 18:00

´6 Pfostenschuss Portugal (Cristiano Ronaldo)

´30 Eigentor John Boye, 1:0 für Portugal

Halbzeitstand 1:0

´56 Tor für Ghana (Asamoah Gyan)

´79 Tor für Portugal (Cristiano Ronaldo)

Endstand 2:1

 

Livestreams & Liveticker zu den Spielen des 16. Spieltages

 

Public Viewing

Wer Fußball gern im größeren Maßstab und in viel Gesellschaft schaut, ist mit dem Public Viewing-Angebot in Wien gut beraten.

Am 16. Spieltag der Fußball-WM 2014 stehen folgende Spiele auf dem Programm:

 

>> Alle Spielergebnisse der WM 2014 hier zusammengefasst.

 

Portugal und Ghana treffen in Brasilia aufeinander

>> Hier gibts den Street View Rundblick vom Estádio Nacional de Brasília Mane Garrincha

Portugal gegen Ghana bei der U20 WM

Boateng soll „vulgäre verbale Beleidigungen“ geäußert haben

Boateng habe sich beim Training „vulgäre verbale Beleidigungen“ gegen den Trainer geleistet, gab die GFA in einer Stellungnahme bekannt. Zudem habe der 27-Jährige nach dem Vorfall keine Reue gezeigt. Boateng wies die Vorwürfe zurück. Er akzeptiere die Suspendierung zwar, „nur sollte keiner glauben, dass ich den Trainer beleidigt hätte oder mir etwas zuschulden kommen ließ“, sagte der streitbare Profi in der Onlineausgabe der deutschen Zeitschrift „Sport Bild“.

Alles nur ein Missverständnis?

Laut Boateng habe sich beim Training am Mittwoch im Teamcamp in Maceio ein spaßiger Vorfall mit AC-Milan-Legionär Muntari ereignet, den Appiah falsch verstanden hätte. Der Teamchef habe ihn in die Kabine geschickt und später bei einem Vier-Augen-Gespräch angeschrien. „Er beleidigte mich auch“, sagte Boateng. Es seien auch Schimpfwörter gefallen.

Muntari soll Funktionär attackiert haben

Muntari wurde heimgeschickt, weil er laut GFA am Dienstag einen Verbandsfunktionär „grundlos körperlich attackiert“ haben soll. Für das abschließende Gruppenspiel der Westafrikaner gegen Portugal wäre der 29-jährige Defensivabräumer ohnehin gelbgesperrt gewesen. Nun kann er auch in einem allfälligen Achtelfinale nicht mehr eingreifen.

Öffentliche Kritik an Trainer

Beide von den Sanktionen betroffenen Profis galten in Ghanas Team als starke Charaktere, die Appiahs Aufstellung und taktische Vorgaben intern während der WM häufiger hinterfragt hatten. Muntari war dennoch unumstrittener Stammspieler, während Boateng nach seiner späten Einwechselung zum WM-Auftakt gegen die USA (1:2) offen sein Unverständnis über Appiahs Entscheidung geäußert hatte.

Kritik in Interviews

Nach dem Spiel sprach Boateng seinem Coach in Interviews sogar recht offen die Fußballkenntnis ab, in den Trainingseinheiten danach präsentierte sich der Deutschland-Legionär widerspenstig und lustlos. Immerhin wurden seine Kollegen am Donnerstag noch vor dem Portugal-Spiel zufriedengestellt. Ins Teamhotel wurden Geldkoffer getragen, in denen sich mit eineinhalbwöchiger Verspätung die Antrittsprämien befunden haben sollen.

Geldkoffer eingetroffen

In den vergangenen Tagen war heftig über die ausständigen Zahlungen diskutiert worden. Die Spieler erwirkten zwischenzeitlich sogar einen Trainingsboykott. Nun sollen sie das Geld auf eigenen Wunsch in bar erhalten haben. 75.000 US-Dollar (55.100 Euro) waren jedem Profi versprochen worden. Laut Medienberichten sollen die Kicker nun sogar jeweils 100.000 US-Dollar bekommen.

Rechenspiel für Portugal

Selbst bei einer Niederlage der USA gegen Deutschland könnte es aufgrund der Tordifferenz für Portugal nicht reichen. Fünf Treffer fehlen dem Weltranglisten-Vierten bei drei Punkten weniger auf die zweitplatzierten US-Amerikaner. Ein Kopftor von Silvestre Varela zum 2:2 gegen die USA 30 Sekunden vor Schluss hatte zumindest die Minichance am Leben erhalten.

Ronaldo noch ohne Torerfolg

Ronaldo hat im laufenden Turnier noch nicht getroffen. „Ich habe nie geglaubt, dass wir die WM gewinnen werden. Portugal war nie der Favorit, da muss man sich nur die Qualifikation ansehen“, erinnerte der Stürmerstar von Real Madrid an die Zitterpartie im Play-off gegen Schweden. Er selbst war mit vier Toren Matchwinner, bei der WM lässt seine Form aber zu wünschen übrig.

Anstrengende Saison

Der 29-Jährige wirkt nicht in Vollbesitz seiner Kräfte. Schon gegen Ende der Ligasaison hatten ihn wochenlang Patellasehnen- und Oberschenkelprobleme geplagt. „Ich hätte es mir leicht machen können. Ich hätte gar nicht zur WM kommen und die Saison als Champions-League-Sieger beenden können. Aber ich stelle mich, auf mich kann man sich verlassen“, betonte Ronaldo.

„Es gibt bessere Nationalteams als unseres“

Die Erwartungshaltung müsse allerdings dem Leistungsvermögen angepasst werden. „Im Moment gibt es bessere Nationalteams als unseres“, meinte Ronaldo, der auch auf den Ausfall seines verletzten Clubkollegen Fabio Coentrao verwies. Dazu ist neben dem zuletzt schwachen Mittelstürmer Hugo Almeida auch dessen Ersatzmann Helder Postiga angeschlagen. Der international unerfahrene Eder von Sporting Braga könnte seine Chance erhalten.

USA reichen ein Punkt

Mit einem Tor gegen Ghana würde Ronaldo ausgerechnet einen Rekord von Jürgen Klinsmann einstellen: Außer dem US-Teamchef hat bisher noch kein europäischer Spieler bei sechs verschiedenen Endrunden (WM oder EM) getroffen. Klinsmann könnte Ronaldo dennoch den Tag verderben, wenn er mit seinen US-Amerikanern gegen Deutschland punktet.

Asamoah Gyan als tragischer Held von 2010

Bei Ghana geht es um den zweiten Einzug in die K.o.-Phase in Folge. Vor vier Jahren in Südafrika war Stürmer Asamoah Gyan der tragische Held, als er kurz vor Ende der Verlängerung im Viertelfinale gegen Uruguay einen Elfmeter an die Latte setzte. Im Elfmeterschießen setzten sich die Südamerikaner durch.

Gemeinsam mit Milla Afrikas bester WM-Torschütze

Seither befindet sich Gyan auf einer Wiedergutmachungstour. Mit seinem Treffer beim 2:2 gegen Deutschland, seinem fünften bei einer Endrunde, zog der 28-Jährige als Afrikas bester WM-Torschütze mit dem legendären Kameruner Roger Milla gleich. Mehr soll folgen. „Wir müssen alles versuchen, weil uns ein Unentschieden nicht reicht“, erklärte Ghanas Kapitän. „Wir müssen fokussiert bleiben.“ Auch wenn es im Hintergrund ums Geld geht.

Möglichen Aufstellungen: Portugal gegen Ghana

Portugal

22 Beto – 21 J. Pereira, 3 Pepe, 2 Bruno Alves, 19 A. Almeida – 8 Moutinho, 4 Veloso, 16 Meireles – 18 Varela, 11 Eder, 7 Ronaldo

Ersatz: 1 Eduardo, 12 Rui Patricio – 13 R. Costa, 14 Neto, 6 Carvalho, 20 Amorim, 9 H. Almeida, 10 Vieirinha, 15 Rafa, 17 Nani, 23 Postiga

Es fehlt: 5 Coentrao (Oberschenkelverletzung)

Fraglich: 12 Rui Patricio, 9 H. Almeida (beide muskuläre Probleme)

Teamchef: Paulo Bento

Ghana

16 Dauda – 23 Afful, 21 Boye, 19 Mensah, 20 Asamoah – 7 Atsu, 5 Essien, 17 Rabiu, 10 A. Ayew – 9 K.-P. Boateng, 3 Gyan

Ersatz: 1 Adams, 12 Kwarasey – 2 Inkoom, 4 Opare, 15 Sumaila, 6 Acquah, 8 Badu, 14 Adomah, 22 Wakaso, 13 J. Ayew, 18 Waris

Es fehlt: 11 Muntari (gesperrt)

Teamchef: James Kwesi Appiah

 

Die wichtigsten Fußball-WM-Links für den perfekten Überblick:

 

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