Brasilien bei der WM 2014
Schafft der Gastgeber den Aufstieg gegen Kolumbien ins Halbfinale?
 

Viertelfinale: Brasilien gegen Kolumbien – Endstand 2:1

WM-Viertelfinale: Brasilien gewinnt gegen Kolumbien in Fortaleza

04.07.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Deutschland gegen Brasilien lautet das erste Halbfinale der WM 2014 – Livestream-Infos gibt es hier.

Brasilien gewinnt gegen Kolumbien 2:1

Nach einem 2:1 – Sieg gegen Kolumbien steht Brasilien als zweites Team der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft im Halbfinale. Im ersten Viertelfinale schaffte Deutschland den Aufstieg ins Halbfinale gegen Frankreich mit 1:0. Im Kampf um den Finaleinzug geht es für die Scolari-Truppe nun am Dienstag (22.00 Uhr MESZ) in Belo Horizonte gegen Deutschland.

Die beiden Innenverteidiger Thiago Silva (7.) und David Luiz (69./Freistoß) sorgten in einer temporeichen, aber chancenarmen Partie für die Entscheidung zugunsten des Rekordweltmeisters. Superstar Neymar bereitete den ersten Treffer vor und schied in der Schlussphase mit einer Rückenverletzung aus. Er könnte damit genauso wie der gesperrte Thiago Silva gegen Deutschland fehlen. Aufseiten der Kolumbianer gelang Jungstar James Rodriguez mit einem verwandelten Elfmeter nur der Anschlusstreffer (80.), er baute damit seine Führung in der WM-Schützenliste mit seinem sechsten Turnier-Tor aus.

WM-Viertelfinale LIVE: Brasilien vs Kolumbien, Endstand 2:1 (1:0)

Spielort: Fortaleza, Stadion: Arena Castelão in FortalezaSchiedsrichter:Nestor Pitana (ARG)

Endstand: 2:1

80′ Tor für Kolumbien durch James Rodriguez (COL)

78′ Gelbe Karte für Julio Cesar (BRA)

69′ Tor für Brasilien durch David Luiz

65′ Gelbe Karte für Thiago Silva (BRA) – misses next match

Halbzeitstand: 1:0

7′ Tor für Brasilien durch Thiago Silva

Spielbeginn: 22:00

 

Aufstellungen: Brasilien – Kolumbien

Brasilien: 12 Julio Cesar – 2 Dani Alves, 3 Thiago Silva, 4 David Luiz, 6 Marcelo – 5 Fernandinho, 8 Paulinho – 7 Hulk, 11 Oscar, 10 Neymar – 9 Fred

Kolumbien: 1 Ospina – 18 Zuniga, 2 Zapata, 3 Yepes, 7 Armero – 11 Cuadrado, 8 Aguilar, 6 Sanchez, 10 James Rodriguez – 9 Teofilo Gutierrez, 21 Jackson Martinez

 

Livestreams & Liveticker zum Viertelfinal-Spiel Brasilien gegen Kolumbien

 

>> Alle Spielergebnisse der WM 2014 hier zusammengefasst.

 

Brasilien und Kolumbien treffen in Fortaleza aufeinander

>> Hier gibts den Street View Rundblick der Arena Castelão in Fortaleza

Schaf-Ball: Kolumbien gegen Brasilien

Das zweite Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 bestreiten Brasilien und Kolumbien heute um 22 Uhr in Fortaleza. Die Brasilianer mussten beim Achtelfinale in Belo Horizonte gegen Chile nach einem 1:1 (1:1,1:1) ins Elferschießen, in dem sie sich 3:2 durchsetzten. Die Kolumbianer siegten in Rio de Janeiro gegen Uruguay 2:0.
Im ersten Viertelfinale schaffte Deutschland den Aufstieg ins Halbfinale gegen Frankreich mit 1:0.

James Rodriguez als Entdeckung der WM

Einen Monat später spricht in Medellin, Bogota oder Cali niemand mehr von Falcao. Ein anderer Name ist nun in aller Munde, der eines Clubkollegen von AS Monaco: James Rodriguez. Als „König von Kolumbien“ wurde der 22-Jährige nach seinem sehenswerten Doppelpack im Achtelfinale gegen Uruguay (2:0) in den Medien gefeiert.

James führt die Torschützenliste an

James ist der Shooting-Star des Turniers. Mit fünf Treffern führt der offensive Mittelfeldspieler die Torschützenliste an – noch vor Lionel Messi, Thomas Müller oder Brasiliens Neymar. Mit Letzterem kommt es am Freitagabend (22.00 Uhr MESZ) in Fortaleza zum großen Duell. „Sie haben sehr gute Spieler, darauf müssen wir achten“, sagte Rodriguez vor dem Viertelfinale gegen den Gastgeber. „Aber sie müssen auch auf uns achten. Wir haben auch sehr gute Spieler.“

In jedem Spiel getroffen

Er selbst ist einer davon. Nicht einmal über Neymar ist in den vergangenen Tagen so viel geschrieben worden wie über James David Rodriguez Rubio. Der technisch beschlagene Offensivspieler hat bisher in allen WM-Spielen getroffen – und damit maßgeblichen Anteil an Kolumbiens erstem Viertelfinaleinzug. Sein 1:0 gegen Uruguay gilt als bisher schönstes Tor des Turniers.

In Europa längst angekommen

Auch wenn die breite Masse der Fußball-Fans erst in Brasilien auf die kolumbianische Nummer 10 aufmerksam geworden ist. Ein Unbekannter war James – der als Künstlername dienende Vorname soll von den Eltern in Anlehnung an James Bond gewählt worden sein, wird aber spanisch ausgesprochen – auch in Europa nicht. 45 Mio. Euro hatte sich Monaco im Vorsommer die Dienste des Supertalents aus Cucuta nahe der venezolanischen Grenze kosten lassen, überwiesen an den FC Porto.

Pekerman von seinem Schützling überzeugt

Neun Tore und zwölf Assists erzielte der in der Öffentlichkeit zurückhaltende Rodriguez in der abgelaufenen Saison für die Monegassen. „Ich habe nie gezweifelt, dass das die WM von James Rodriguez werden wird“, versicherte Kolumbiens Teamchef Jose Pekerman. Der Argentinier hatte 2011 zu Beginn der WM-Qualifikation erstmals auf die Künste des Spielmachers gesetzt – damals noch mit Falcao als Vollstrecker.

Direkt verwandelter Eckball als Anfang der Karriere

Entdeckt wurde James als Zwölfjähriger bei einem Jugendturnier in Kolumbien, als er einen Corner direkt verwertete. Als sein erster Förderer gilt Gustavo Adolfo Upegui Lopez, der einst Verbindungen mit Kolumbiens Drogenbaron Pablo Escobar unterhalten haben soll. Der Geschäftsmann holte Rodriguez zum Envigado FC, einem Verein in der Nähe von Medellin.

Mit 18 Jahren bei Manu im Gespräch

Der Aufstieg verlief danach kontinuierlich: Mit 15 Debüt bei den Profis, mit 17 Transfer nach Argentinien zu Banfield. Bereits mit 18 soll Rodriguez für sechs Millionen Euro Manchester United angeboten worden sein. Der englische Topclub entschied sich aber für den Mexikaner Javier Hernandez und den portugiesischen Flop Bebe.

Erfolg mit Porto

Porto schlug noch im selben Jahr zu. Unter Trainer Andre Villas-Boas und an der Seite von Landsmann Falcao gewann Rodriguez, der mit der Schwester von Kolumbiens Torhüter David Ospina verheiratet ist, 2011 bereits im ersten Jahr in Portugal das Triple aus Meisterschaft, Cup und Europa League. Es folgten zwei weitere Meistertitel mit Porto, ehe dank einer Ausstiegsklausel die Düngermillionen aus Monaco winkten.

Real zeigt Interesse

Im Fürstentum steht Rodriguez noch bis 2018 unter Vertrag. Nach seinen überragenden Leistungen in Brasilien soll aber bereits Champions-League-Sieger Real Madrid angeklopft haben. Einem Wechsel nach Spanien ist „King James“ nicht abgeneigt. Zuletzt wurde er mit den Worten „Madrid gefällt mir besser als Barcelona“ zitiert. Auch damit bildet er einen Gegensatz zu Neymar.

Brasilien erst im Elfmeterschießen gegen Chile erfolgreich

Beim Match des Gastgeber-Teams war es nach 120 dramatischen Minuten nach Treffern von David Luiz (18.) und Alexis Sanchez (32.) 1:1 (1:1,1:1) gestanden. Wenige Sekunden vor Ende der Verlängerung knallte Chiles Mauricio Pinilla den Ball an die Latte (120.). Im Elfmeterschießen scheiterten fünf Schützen, u.a. Pinilla. Zum Helden avancierte Goalie Julio Cesar, er parierte zweimal. Den entscheidenden Versuch setzte Jara an die Stange.

Intensiv geführtes Match

Der routinierte englische Referee Howard Webb hatte von Anpfiff weg alle Hände voll zu tun, die Emotionen auf beiden Seiten in geordneten Bahnen zu halten. Es ging im mit 58.000 Zuschauern ausverkauften Estadio Mineirao spielerisch nicht immer hochstehend, dafür aber meist mit Topintensität zur Sache. Die Brasilianer waren letztlich auch die Glücklicheren und treffen nun am Freitag (22 Uhr MESZ) in Fortaleza auf Kolumbien.

Kolumbien überzeugte gegen Uruguay

Für die Kolumbianer ist es nicht nur der vierte volle Erfolg bei diesem Titelkampf im vierten Match, sondern auch ihr erster Einzug in ein WM-Viertelfinale. Beim 2:0 (1:0) avancierte Jungstar James Rodriguez zum Matchwinner, er entschied die Partie mit zwei sehenswerten Treffern (28., 50.). Der Star der „Cafeteros“ hält nun bei diesem Turnier bei fünf Treffern und führt die Schützenliste einen Treffer vor Messi, Neymar und Thomas Müller an.

Hernandez mit Traumtor

Kolumbiens bis dato größter WM-Erfolg war das Erreichen des WM-Achtelfinales 1990 gewesen. Uruguay war hingegen schon zweimal Weltmeister und 2010 im Semifinale. Diesmal stemmten sich die „Urus“ nach dem Rückstand noch gegen das Aus. Doch Goalie David Ospina verhinderte das Anschlusstor. Das 1:0 war übrigens das vielleicht bisher schönste WM-Tor. Hernandez traf aus der Drehung aus 24 Metern via Unterkante der Latte.

 

Public Viewing: Brasilien vs. Kolumbien

Wer Fußball gern im größeren Maßstab und in viel Gesellschaft schaut, ist mit dem Public Viewing-Angebot in Wien gut beraten.

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  • Gert

    Es wäre ja schön, wenn auf der „AUTO“Revue-Homepage genauso viel über Motorsport berichtet würde wie über Fussball. Ist halt billiger die „wichtigen“ Themen von anderen Magazinen wiederzuverwerten, auch wenn man damit die Zielgruppe verfehlt. Danke, NEWS.

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