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James Rodriguez schießt Kolumbien ins Viertelfinale.
 

WM 2014: Kolumbien zum 1. Mal im Viertelfinale

Kolumbien steht zum ersten Mal in der WM-Geschichte im Viertelfinale! James Rodriguez zeigte Uruguay und Luis Suarez was einen Stürmer ausmacht, Tore.

29.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Kolumbien hat sich gegen Uruguay verdient 2:0 durchgesetzt und trifft im Viertelfinale auf Gastgeber Brasilien. Jungstar James Rodriguez entschied die Partie mit zwei sehenswerten Treffern (28., 50.). Die „Cafeteros“ treffen nun am Freitag um 22 Uhr in Fortaleza auf Gastgeber Brasilien.

Im Viertelfinale wartet Brasilien

Die Brasilianer hatten sich zuvor in einem ebenfalls rein-südamerikanischen Achtelfinale in Belo Horizonte gegen Chile 3:2 im Elfmeterschießen durchgesetzt. Die Achtelfinali werden am Sonntag mit Niederlande-Mexiko (18.00 Uhr) und Costa Rica-Griechenland (22.00 Uhr) fortgesetzt.

Größter Erfolg Kolumbiens

Kolumbiens bis dato größter WM-Erfolg war das Erreichen des WM-Achtelfinales 1990 gewesen. Matchwinner J. Rodriguez markierte seine Turniertreffer Nummer vier und fünf, damit übernahm der 22-Jährige von AS Monaco die Führung in der Torschützenliste. Dahinter folgt mit je vier Toren mit Lionel Messi, Thomas Müller und Neymar ein namhaftes Trio.

Mannschaft setzt Zeichen für Suarez

Wo immer es ging, demonstrierte Uruguay, für wen die Partie gewonnen werden sollte. Luis Suarez war omnipräsent, obwohl der gesperrte Starstürmer Brasilien längst verlassen hatte. In der Kabine der Mannschaft wurde sogar das Trikot des Liverpool-Angreifers anziehbereit in den Spind gehängt.

Diego Forlan ohne Biss

Auf dem Platz fehlte Suarez aber, für ihn rückte Routinier Diego Forlan in die Startelf. Uruguay ging defensiv ausgerichtet in die Partie und überließ den Kolumbianern die Spielgestaltung. Die Partie plätscherte rund eine halbe Stunde dahin, erwachte dann aber mit einem echten Traumtor.

Traumtor von Rodriguez

Nach Kopfballvorlage von Abel Aguilar nahm J. Rodriguez den Ball mit der Brust an und schoss ihn aus der Drehung aus 24 Metern via Unterkante der Latte zum 1:0 ins Tor (28.). „Mit Abstand das beste Tor der WM, das James gerade geschossen hat“, jubelte auch Kolumbiens verletzter Stürmerstar Radamel Falcao.

Zweites Tor von Topstürmer

Uruguay war nun gezwungen, aktiv zu werden. Mehr als ein gefährlicher Freistoß von Edinson Cavani (33.) war für den WM-Halbfinalisten 2010 aber nicht drinnen. Kurz nach der Pause erhöhte Kolumbien auf 2:0. Diesmal war besonders die Vorarbeit sehenswert. Nach Flanke von Pablo Armero von der linken Seite legte Juan Cuadrado per Kopf mit viel Übersicht auf und J. Rodriguez schob den Ball aus fünf Metern über die Linie (50.).

Uruguay erwacht zu spät

Uruguay, das 1950 im Maracana zum zweiten und bis dato letzten Mal Weltmeister geworden war, stemmte sich gegen das Aus. Die sich zurückziehenden Kolumbianer bekamen noch einmal Probleme, doch Tormann David Ospina bewahrte sein Team gegen Cristian Rodriguez (64., 68.), Maximiliano Pereira (79.) und Cavani (84.) vor dem Anschlusstreffer.

Stimmen zum Spiel

James Rodriguez (Kolumbien-Mittelfeldspieler, 2 Tore): „Ich bin superglücklich, das ist ein historisches Ereignis. Jetzt kommt das Härteste. Wir hoffen, dass wir noch weiterkommen.“

Jose Pekerman (Kolumbien-Teamchef): „Ich beglückwünsche das ganze kolumbianische Volk. Die Menschen haben sich das verdient.“

Oscar Tabarez (Teamchef Uruguay): „Individuell haben sie Spieler, die viel leisten können. Wir haben zugelassen, dass sie viel von außen schießen.“

 

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