Die U-Bahnen in São Paulo fahren wieder.
 

Fußball-WM: U-Bahn-Beschäftigte in São Paulo setzen Streik aus

Die U-Bahn-Beschäftigten in Sao Paulo haben ihren Streik vorerst ausgesetzt, drohen aber mit einer Wiederaufnahme am Donnerstag – zur WM-Eröffnung.

10.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Nach fünf Tagen Verkehrschaos kurz vor der Fußball-WM haben die U-Bahn-Beschäftigten in Sao Paulo ihren Streik vorerst ausgesetzt. Gewerkschaftschef Altino Melo dos Prazeres drohte aber mit einer Wiederaufnahme des Arbeitskampfes ausgerechnet zum WM-Auftaktspiel am Donnerstag. Als „Hauptforderung“ nannte er die Wiedereinstellung von 42 Angestellten, die entlassen worden waren.

Verkehrschaos zum Eröffnungsspiel droht

Der Stadt mit ihren etwa 20 Millionen Einwohnern droht damit zum WM-Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Brasilien und Kroatien am Donnerstag erneut ein Verkehrschaos. Die U-Bahn in Sao Paulo transportiert normalerweise täglich 4,5 Millionen Menschen – und auch die 60.000 erwarteten Fans beim ersten WM-Spiel sind auf das Transportmittel auf dem Weg zum Stadion maßgeblich angewiesen.

Über Fortsetzung des Streiks soll am Mittwoch entschieden werden

Über die mögliche Fortsetzung des Streiks würden am Mittwoch die Beschäftigten entscheiden, sagte Gewerkschaftsboss Melo dos Prazeres. „Ob wir die Arbeit niederlegen oder nicht, hängt von der Wiedereinstellung der 42 Arbeiter ab.“ Er betonte, keiner der U-Bahn-Angestellten wolle „die Weltmeisterschaft durcheinanderbringen. Aber wir sehen, dass Geld für das Turnier da ist, aber nicht für die Arbeiter“.

Rekordstaus in Sao Paulo

Der Ausstand führte in den vergangenen Tagen zu Rekordstaus in Sao Paulo. Die Streikenden lehnten zuletzt angebotene Lohnerhöhungen von 8,7 Prozent ab, sie fordern mindestens 12,2 Prozent. Am Sonntag erklärte ein Gericht den Streik für illegal und drohte der Gewerkschaft bei einer Fortsetzung mit hohen Strafzahlungen.

Polizeigewalt gegen Demonstrationen

Am Montag war die Polizei mit Tränengas und Blendgranaten gegen rund 150 Streikende und Demonstranten vorgegangen, die den Verkehr auf einer Hauptverkehrsstraße mit in Brand gesetzten Müllsäcken blockiert hatten. Später zogen rund tausend Menschen unter Rufen wie „Es wird keine WM geben“ und „Streikende wir unterstützen Euch“ zu einer Niederlassung der Verkehrsbehörde.

9 Tote bei Überschwemmungen in Parana

Die Region um einen weiteren WM-Austragungsort wurde unterdessen von starken Überschwemmungen heimgesucht, durch die neun Menschen starben. Im südlichen Bundesstaat Parana wurden nach Behördenangaben vom Montag die Häuser von mehr als 55.000 Menschen überflutet, sechs Menschen galten als vermisst. Gouverneur Beto Richa verhängte über fast 80 betroffene Städte den Notstand. Paranas Hauptstadt Curitiba, wo die spanische Nationalmannschaft ihren Stützpunkt hat, blieb von den Fluten aber weitgehend verschont. Im benachbarten Bundesstaat Santa Catarina wurden 24 Städte überflutet, mindestens 16.000 Menschen waren betroffen.

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