England im Eck - Italien gewinnt das erste Spiel der Gruppe D, Costa Rica ist Tabellenführer.
Bild (c): Andreas Stapff / Reuters
England im Eck - Italien gewinnt das erste Spiel der Gruppe D, Costa Rica ist Tabellenführer. Bild (c): Andreas Stapff / Reuters
 

WM 2014 Spielbericht & Pressestimmen: Italien – England, Ergebnis 2:1

Marchisio und Balotelli trafen für den Weltmeister von 2006

15.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Italien ist mit einem 2:1-(1:1)-Sieg im Spitzenspiel der Gruppe D gegen England in die Fußball-WM in Brasilien gestartet. Claudio Marchisio (35.) und Mario Balotelli (50.) erzielten am Samstag in der ausverkauften Arena da Amazonia in Manaus die Treffer für den Vizeeuropameister. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die „Three Lions“ besorgte Daniel Sturridge (37.).

Italien gewinnt gegen England, Costa Rica Tabellenführer der Gruppe D

Erster Tabellenführer in der mit drei Ex-Weltmeistern gespickten Gruppe D ist sensationell Costa Rica. Der Außenseiter hatte in Fortaleza den zweifachen Champion Uruguay verdient mit 3:1 (0:1) besiegt. Am Freitag (18.00) kommt es in Recife zum Duell zwischen Costa Rica und Italien. Bereits am Donnerstag (21.00) geht es für Uruguay und England in Sao Paulo darum, das vorzeitige Out zu verhindern.

Die nach dem Ausfall von Arsenal-Spieler Alex Oxlade-Chamberlain mit Raheem Sterling, Wayne Rooney, Danny Welbeck hinter Solospitze Sturridge agierenden Engländer waren mit blitzschnellem Umschaltspiel zunächst das gefährlichere Team gegen die Italiener, die zwar in Sachen Ballbesitz klar die Oberhand hatten, aber erst nach einer halben Stunde durch Stürmer Balotelli zur ersten Strafraum-Torchance kamen (33.). Da hätte England schon 1:0 führen können, doch Andrea Barzagli rettete nach einer Welbeck-Flanke mutig und in höchster Not, damit Sterling nicht zum Kopfball kam (24.).

Zwei Minuten zum 1:1

Ein einstudierter Corner-Trick brachte Italien schließlich die überraschende Führung: Mittelfeld-Dirigent Andrea Pirlo ließ den Ball durchlaufen für Marchisio, der aus 25 Metern abzog und genau ins Eck traf. Die Freude über das Tor war allerdings nur von extrem kurzer Dauer, denn zwei Minuten später hieß es bereits 1:1: Sterling passte perfekt auf Rooney, dessen Maßflanke Sturridge aus kurzer Distanz in die Maschen jagte (37.).

Balotelli trifft zum 2:1

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatten die Italiener dann ihre beste Phase. Ein Balotelli-Heber wurde von Phil Jagielka gerade noch über die Latte geköpfelt (45.+2), wenig später krachte ein Schuss Antonio Candrevas an die Stange (45.+3). Diesen Schwung nahm der Weltmeister von 2006 in die zweite Hälfte mit, denn nach Candreva-Flanke war Torjäger Balotelli per Kopf zur Stelle und erzielte das 2:1 für die „Squadra“.

England war damit gegen den von nun an tief stehenden Gegner gefordert und machte Druck. Doch Schüsse von Rooney (54., 62.), Sturridge (61.) und Glen Johnson (72.) verfehlten allesamt ihr Ziel, während der für Welbeck kurz zuvor eingewechselte Ross Barkley (64.) und Leighton Baines (77.) an Schlussmann Salvatore Sirigu, der den verletzten Kapitän Gianluigi Buffon vertrat, scheiterten. Auf der Gegenseite landete im Finish noch ein Pirlo-Freistoß an der Latte (94.). Somit blieb es beim 1:2, womit England nicht die Revanche für das EM-Viertelfinal-Out im Elferschießen gelang.

Englischer Physiotherapeut Gary Lewin verletzt sich beim Jubel

Für ein Kuriosum sorgte der englische Physiotherapeut Gary Lewin: Beim Jubel über das Ausgleichstor wurde er offensichtlich unter einer Traube von Teammitgliedern begraben und verletzte sich dabei laut Teaminformationen am Knöchel. Lewin musste deshalb am Spielfeldrand medizinisch betreut werden, ehe er auf einer Trage ins Innere des WM-Stadions von Manaus gebracht wurde.

Internationale Pressestimmen zum 2:1-Sieg Italiens

England:

„Daily Mail“ (zum Fingerzeig von Balotelli nach Abpfiff): „Yes, Mario… Wir kennen das Ergebnis, danke dir! Unbarmherziger Mario bestraft nachlässige Abwehr.“

„Independent“: „Super Mario: Balotelli steigt auf, um Englands Ambitionen nach vielversprechenden Zeichen in Manaus zu zerstören.“

„Telegraph“: „D steht nicht für Death. Es ist zu viel Leben und Verlangen in Englands Mannschaft.“

„The Sun“: „Ballo-Helli“

„The Guardian“ (über Wayne Rooney): „Die Debatte wird weiter wüten. Er sieht jede Saison immer lethargischer aus und wenn er nicht vorne drin oder als Nummer Zehn spielt, sollte er gar nicht mehr im Team sein.“

Italien:

„Corriere dello Sport“: „Italia oh yes! Großartiger Sieg über England beim WM-Auftakt in Manaus. Balotelli, Lektion für England. Sein 13. Tor ist fundamental. Bravo Mario, weiter so.“

„Gazzetta dello Sport“: „2:1, was für ein Auftakt. Sofort ein großartiges Italien, Bye Bye England. Balo Dschungelkönig. Herz und Leidensfähigkeit: Ein gutes erstes Spiel. Es ist der Mario geboren, den wir uns immer erwartet haben: Der in der wichtigsten Nacht trifft, mitreißt, rackert und nicht ein Wort zum Schiedsrichter sagt.“

„Tuttosport“: „Italiens Löwen. Unsere WM beginnt mit einem Triumph. Italien, wie schön du bist!“

 

Die wichtigsten Fußball-WM-Links für den perfekten Überblick:

>> Hier finden Sie den gesamten WM-Spielplan 2014 zum Download und zum Ausdrucken

Damit man kein Fußballspiel versäumt: Das ist der FIFA-Spielplan nach Gruppen sportiert.

Für alle, die keines der wirklich wichtigen Spiele versäumen wollen: Die wichtigsten Spiele der WM 2014 im Überblick gibt´s hier (von Jan-Christoph Poppe)

Wer die Spiele nicht alleine vorm Fernseher erleben will: Hier die 11 besten Public Viewing Möglichkeiten in Wien

Und hier noch alle Kader aller Teams für die WM 2014

 

Und wer wird Fußball-Weltmeister 2014?

Das wissen wir auch nicht, aber 11 Gründe sprechen klar gegen Deutschland. Aber auch Spanien wird nicht Weltmeister 2014, wahrscheinlicher ist, dass sie in der Vorrunde ausscheiden.

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