Uruguay hat im WM-Spiel gegen Costa Rica das Nachsehen.
Bild (c): Mike Blake / Reuters
Uruguay hat im WM-Spiel gegen Costa Rica das Nachsehen. Bild (c): Mike Blake / Reuters
 

Fußball-WM 2014 Sensation: Costa Rica schlägt Uruguay 3:1

Saft- und kraftloser zweifacher Weltmeister führte 1:0, ging aber nach der Pause unter – Costa Rica siegte 3:1

14.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Die Gruppe D der Fußball-WM ist am Samstag mit einer Riesenüberraschung eröffnet worden. Costa Rica bezwang in Fortaleza den zweifachen Weltmeister Uruguay 3:1. Uruguay führte dank eines Elfmeter-Tores von Edinson Cavani (24.), mit einem Doppelschlag durch Joel Campbell (54.) und Oscar Duarte (57.) drehte Costa Rica die Partie aber noch um. Den Schlusspunkt setzte Marcos Urena (84.).

Uruguay, 2010 WM-Vierter, zeigte eine schwache Vorstellung

Der Underdog aus Zentralamerika punktete hingegen mit viel Leidenschaft und Herz und bewies eindrucksvoll, dass man kein Kanonenfutter für die drei „großen“ Gruppengegner, die allesamt schon Weltmeister waren, sein will. Im zweiten Match der Gruppe treffen ab 0.00 Uhr in Manaus England und Italien aufeinander.

Uruguay trat zum vermeintlich leichtesten Match der Gruppenphase ohne Stürmerstar Luis Suarez an. Der Liverpool-Angreifer, in der abgelaufenen Saison Englands Torschützenkönig, nahm in Folge seiner Meniskus-OP auf der Ersatzbank Platz. Seine Kollegen taten sich gegen die manchmal unkonventionell verteidigenden, aber offensiv stets gefährlichen Außenseiter von Anfang an schwer.

Uruguay: Elfmeter zum 1:0

Eine Ringereinlage von Junior Diaz ebnete Uruguay aber den Weg zur Führung. Diaz riss von hinten Kapitän Diego Lugano zu Boden, der Deutsche Referee Felix Brych entschied auf Elfmeter für Uruguay. Cavani verwertete den Strafstoß flach und scharf ins rechte Eck zum 1:0 (24.).

Plötzlich wurde aber Costa Rica noch mutiger. Ein Weitschuss von Campbell (27.) und Versuche von Giancarlo Gonzalez (31., 43.) verfehlten jeweils knapp das Tor. Kurz vor der Pause glänzte Costa Ricas Schlussmann Keylor Navas, der Teamkollege von Andreas Ivanschitz bei Levante holte einen abgefälschten Schuss von Diego Forlan spektakulär aus dem Kreuzeck (44.).

Leidenschaftliche Costa Ricaner drehen Spiel

Die Vorstellung Uruguays wurde auch nach der Pause nicht besser, die Südamerikaner wirkten saft- und kraftlos. Die leidenschaftlich auftretenden Costa Ricaner nutzten hingegen die Gunst der Stunde und drehten groß auf. Nach Flanke von Cristian Gamboa von der rechten Seite knallte Campbell den Ball zum 1:1 ins rechte Eck (54.). Drei Minuten später war die Wende perfekt, nach Freistoß-Flanke von Christian Bolanos stellte Duarte akrobatisch per Kopf auf 2:1 (57.).

Rote Karte für Maxi Pereira

Das große Angriffsfurioso von Uruguay blieb im Finish aus. Die Sensation endgültig perfekt machte dann Urena, der einen Lochpass von Campbell zum 3:1 verwertete (84.). Im Finish sah dann auch noch Uruguay-Verteidiger Maxi Pereira nach einem Frustfoul gegen Campbell die erste Rote Karte des laufenden Turniers (95.).

Uruguay ohne Luis Suarez

Uruguays Stürmerstar Luis Suarez wärmte auf, kam aber nicht zum Einsatz. „Er ist natürlich ein Spieler, auf den ich zähle, aber er hat bis jetzt noch nicht auf höchstem Niveau im Training agieren können. Er hat mich gebeten, nicht eingewechselt zu werden“, sagte Uruguay-Trainer Oscar Tabarez. Nun habe seine Truppe bis Donnerstag Zeit, um sich auf die Partie gegen England vorzubereiten. „Wenn er sich gut entwickelt, wird er da dabei sein“, kündigte Tabarez an.

Stimmen zum Spiel: Uruguay – Costa Rica

Jorge Luis Pinto (Costa-Rica-Teamchef): „Das ist ein historischer Erfolg. Ich bin sehr glücklich. Wir haben eine große Mannschaft besiegt. Wichtig war, dass wir nach dem Rückstand den Kopf nicht verloren haben. Meine Spieler haben mit viel Herz und Leidenschaft gekämpft. Ich bin trotz des Sieges ganz ruhig. Denn wir haben erst eine Partie gewonnen, der Aufstieg ist noch lange nicht geschafft.“

Oscar Tabarez (Uruguay-Teamchef): „Das ist ein hartes Ergebnis, das haben wir nicht erwartet. Nicht auf diese Art und Weise. Solche Tore haben wir in den letzten Jahren nicht kassiert.“

 

Die wichtigsten Fußball-WM-Links für den perfekten Überblick:

>> Hier finden Sie den gesamten WM-Spielplan 2014 zum Download und zum Ausdrucken

Damit man kein Fußballspiel versäumt: Das ist der FIFA-Spielplan nach Gruppen sportiert.

Für alle, die keines der wirklich wichtigen Spiele versäumen wollen: Die wichtigsten Spiele der WM 2014 im Überblick gibt´s hier (von Jan-Christoph Poppe)

Wer die Spiele nicht alleine vorm Fernseher erleben will: Hier die 11 besten Public Viewing Möglichkeiten in Wien

Und hier noch alle Kader aller Teams für die WM 2014

 

Und wer wird Fußball-Weltmeister 2014?

Das wissen wir auch nicht, aber 11 Gründe sprechen klar gegen Deutschland. Aber auch Spanien wird nicht Weltmeister 2014, wahrscheinlicher ist, dass sie in der Vorrunde ausscheiden.

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