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Der Ankick zur Fußball-WM findet am 12. Juni in der Corinthians Arena statt-mithilfe eines Roboteranzugs.
 

Fußball-WM 2014: Anstoß von Gelähmtem in Roboteranzug

Den Ankickzur Fußball-WM am 12. Juni in Sao Paolo soll ein Querschnittsgelähmter mithilfe eines von Wissenschaftlern entwickelten Roboteranzuges vornehmen.

03.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Am 12. Juni startet die Fußball-WM in Brasilien. Das Sport-Spektakel wartet mit einer besonderen High-Tech-Premiere auf: Den Ankick in der Corinthians Arena in Sao Paulo soll ein Querschnittsgelähmter mithilfe eines von Wissenschaftlern entwickelten Roboteranzuges vornehmen. Gesteuert werden die Bewegungen allein durch Gehirnaktivitäten, wie die Wissenschafter des Projektes „Andar de Novo“ (Wieder laufen) mitteilten.

FIFA-Generalsekretär: „Faszinierendes Projekt“

Der querschnittsgelähmte Patient kann so nicht nur laufen, sondern im Zuge der Eröffnungsfeier auch den Ankick mit dem WM-Ball „Brazuca“ vornehmen. FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hatte kürzlich von einem „faszinierenden Projekt“ gesprochen.

Anzug ist 1,78 Meter groß und wiegt 60 bis 70 kg

Die Erkenntnisse über die Forschungen des internationalen Forscher- und Ingenieurteams um den brasilianischen Koordinator und Neurowissenschaftler Miguel Nicolelis sollen in den kommenden Monaten in Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Der Anzug ist 1,78 Meter groß und wiegt 60 bis 70 Kilogramm. „Das ist aber irrelevant, weil der Patient dies nicht spüren wird, die Maschine wird verantwortlich sein für das Gleichgewicht und die Kontrolle des Exoskeletts (Stützstruktur), während der Patient Anfang und Ende der Bewegungen und auch den Schuss (mit dem Ball) bestimmt“, erklärte Nicolelis.

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