Tor von Lionel Messi gegen den Iran
Messi schießt Argentinien ins Achtelfinale.
 

WM 2014: Messi rettet Argentinien

Messi sichert mit seinem Tor in der 91. Minute gegen den Iran, Argentiniens Aufstieg ins Achtelfinale.

22.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

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Mit seinem Tor in der 91. Minute gegen den Iran hat Lionel Messi für Argentinien das Achtelfinal-Ticket gelöst. Die „Gauchos“ konnten spielerisch nicht überzeugen, vielmehr entäuschte die Mannschaft aus Südamerika gegen die tampfere Truppe aus dem Iran.

Prominenter Zuschauer

Dabei hatte sich auch schon Argentiniens auf der Tribüne sitzende Legende Diego Maradona mit Grauen abgewendet, ehe Messi noch zuschlug und die Blamage verhinderte. Als Belohnung gab es für die Argentinier u.a. einen freien Abend, den Messi mit Sohn Thiago und Freundin Antonella verbrachte.

Weiterkommen zählt

„Wir sind nun qualifiziert für die nächste Runde. Genau das hatten wir uns vorgenommen“, fasste Messi das Happy End für Argentinien zusammen. „Nicht einmal zwei Torhüter hätten Lionels Tor verhindern können“, lobte Argentiniens Nationaltrainer Alejandro Sabella.

Traumtor von Messi

Messis genialer Moment, in dem er den Ball mit seinem begnadeten linken Fuß aus 26 Metern vorbei an vier gegnerischen Spielern und dem bis dahin überragenden Keeper Alireza Haghighi ins lange Eck zwirbelte, bewahrte den Favoriten vor einer Nullnummer und harter Kritik. „Wenn du Messi hast, ist alles möglich“, meinte Sabella.

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Genieblitz reicht Argentinien

Die Fans, die dem vierfachen Weltfußballer ohnehin zu Füßen liegen, huldigten ihrem Liebling mit langgezogenen „Meeeeessi, Meeeeessi“-Rufen, die wie ein Donnerhall durch das Estado Minerao von Belo Horizonte schallten. „Ich habe das genossen“, sagte der Kapitän. Die Schlagzeilen in der Heimat waren dementsprechend. „Messi leuchtete zum Schluss auf und für Argentinien kam die Sonne heraus“, schrieb „Diario Popular“, das Blatt „La Nacion“ kommentierte: „Messi rettet Argentinien in einer der schlimmsten Partien der Geschichte.“

Rhythmus gefunden

Messi findet langsam, aber sicher seinen WM-Torrhythmus. Musste er nach der Premiere 2006 beim 6:0 gegen Serbien und Montenegro 623 Minuten auf den nächsten Treffer bei einer Endrunde warten, lagen zwischen dem zweiten Treffer gegen Bosnien-Herzegowina und dem dritten Erfolgserlebnis nur noch 116 Minuten.

Deutliche Schwachstellen

Den schwachen Gesamteindruck der Albiceleste konnte aber auch Messi nicht überdecken. „Es gab einige Dinge, die uns Sorgen bereitet haben“, räumte Sabella ein. „Wir wissen, dass wir noch nicht so spielen, wie wir wollen“, meinte auch Messi selbstkritisch. Am Mittwoch gegen Nigeria geht es um den Gruppensieg. „Wir erreichen noch unser Potenzial“, prophezeite Messi, der 24 Stunden vor dem letzten Gruppenspiel seinen 27. Geburtstag feiert.

Kritik am Schiedsrichter

Den tapferen Iranern fehlten für eine Sensation nur Sekunden und Zentimeter – und nach Meinung von Trainer Carlos Queiroz vor allem ein Pfiff. „Wir haben 90 Minuten mit Argentinien mitgehalten, nur der Schiedsrichter war nicht auf dem gleichen Niveau“, kritisierte der Portugiese. Referee Milorad Mazic aus Serbien hatte beim Stand von 0:0 in der zweiten Spielhälfte ein klares Strafraum-Foul von Argentiniens Pablo Zabaleta an Ashkan Dejagah nicht geahndet.

Lob vom Präsidenten

Auch Dejagah wollte sich nicht beruhigen: „Ich habe es versucht, dem Schiedsrichter klarzumachen, aber er hat mich ignoriert. Er hat mich getroffen und es war ein Elfmeter, da bin ich zu 100 Prozent sicher.“ Immerhin gab es aus der Heimat Trost von höchster Stelle.

„Ich bedanke mich bei der Mannschaft und dem Trainerteam. Ihr habt trotz der unglücklichen Niederlage das Volk glücklich und stolz gemacht“, schrieb Präsident Hassan Ruhani bei Twitter. „Jetzt hat die Welt Respekt vor dem iranischen Fußball“, stellte die Nachrichtenagentur IRNA fest. Und vielleicht gibt es doch noch ein Happy End. Mit einem Sieg gegen Bosnien-Herzegowina können die Iraner bei einer gleichzeitigen Niederlage Nigerias sogar ins Achtelfinale vordringen.

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