Origi schießt das Tor gegen Russland
Divock Origi erlöst Belgien.
 

WM 2014: Belgien ohne Glanz weiter

Eigentlich ein klassisches 0 zu 0, wäre da nicht Divovck Origi.

22.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

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Geheimfavorit Belgien ist der Platz im Achtelfinale nicht mehr zu nehmen, die Vorschusslorbeeren konnte das Team von Marc Wilmots jedoch nicht bestätigen. In einer über weite Strecken schwachen Partie in Gruppe H feierten die „Roten Teufel“ gegen Russland am Sonntag in Rio de Janeiro einen 1:0-(0:0)-Erfolg, blieben dabei neuerlich vieles schuldig. Den Sieg stellte erst ein spätes Tor von Divock Origi (88.) sicher, Russland muss um den Aufstieg bangen.

Belgien fix im Achtelfinale

Die Partie vor 74.700 Zuschauern im „Fußball-Tempel“ Maracana steuerte bereits auf ein 0:0 zu, als Belgien mit einem späten Energieanfall die Partie noch zu seinen Gunsten wendete. Großen Anteil an Origis Tor hatte Eden Hazard, der davor großteils abgetaucht war. Belgien kann nun entspannt ins letzte Gruppenspiel gegen Südkorea gehen, die Russen stehen ebenfalls am Donnerstag gegen Algerien hingegen schwer unter Druck.

Belgien gelingt spätes Tor

Belgiens Teamchef Marc Wilmots hätte wohl schon wesentlich früher alles klargemacht. Er stellte die beiden Matchwinner gegen Algerien, Fellaini und Mertens in die Startelf und ersetzte links in der Abwehr Vertonghen durch Vermaelen – ein Wechsel, der aufgrund einer Blessur des „Neuen“ aber nach 30 Minuten wieder rückgängig gemacht wurde. Auch Kapitän Kompany stand nach seiner Leistenblessur zur Verfügung.

Russen defensiv

Russlands Trainer Fabio Capello brachte zwei neue Akteure. Koslow und Kanunnikow spielten von Beginn an, Kerschakow sowie Dsagojew, die beim 1:1 gegen Südkorea als Joker für Schwung gesorgt hatten, saßen vorerst auf der Bank. Dementsprechend defensiv orientiert legten die Russen ihr Spiel auch an, versuchten lediglich mit vereinzelten Nadelstichen zum Erfolg zu kommen.

Dennoch Chancen

Und doch hatten sie durch einen Kokorin-Kopfball knapp neben das Tor kurz vor der Pause (42.) die beste Chance in der ersten Hälfte. Auch ein Faisulin-Schuss aus 18 Metern, den Courtois parierte, konnte die Sbornaja auf ihrer Habenseite verbuchen.

Belgien farblos

Belgien tat deutlich mehr für die Offensive, hatte mit dem quirligen Mertens aber nur einen Alleinunterhalter auf der rechten Seite. Der Mann vom SSC Napoli wurde einmal in guter Position geblockt (2.), schoss zweimal daneben (20., 22.) und fand in Akinfejew seinen Meister (36.). Lukaku, De Bruyne und Hazard waren großteils abgemeldet.

Elferalarm

Zudem hatten die Belgier etwas Glück, als Alderweireld im Strafraum Kannunikow etwas ungeschickt attackierte (27.): Die Pfeife des Deutschen Schiris Brych blieb bei dem freilich nur schwer zu sehenden Vergehen still.

Russland nach der Pause besser

Russland eröffnete die zweite Hälfte mit deutlich mehr Schwung, kam vorerst aber auch nur zu einem verhunzten Schuss Gluschakows (52.). Der Anfangselan flaute bald wieder ab, nach etwas mehr als 60 Minuten gellten die ersten Pfiffe durchs Maracana. Belgien präsentierte sich nach vorne völlig harmlos, Russland trat neuerlich durch einen erfolglosen Schussversuch Gluschakows (74.) in Erscheinung. Die beste russische Chance in den zweiten neunzig Minuten fand der eingewechselte Jeschtschenko vor, der den Ball von der Strafraumgrenze aber ganz knapp am langen Eck vorbei setzte (82.).

Origi netzt ein

Im Finish erwachte dann aber doch noch Hazard aus seiner Lethargie. Erst knallte er einen Freistoß an die Stange (84.), kurz darauf verzog er nach einem sehenswerten Strafraumdribbling (85.) und bereitete schließlich mit Elan und Gefühl das Siegestor durch Origi (88.) vor. Mirallas hatte in der Nachspielzeit allein gegen Akinfejew sogar noch das 2:0 am Fuß (92.).

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