fernando alonso
© Clive Mason/Getty Images
 

Formel 1: Piloten im Fußball-WM-Fieber

17 Fahrer aus 9 Ländern haben in Brasilien Teams im Rennen. Alonso: „Ganz Spanien ist verrückt“. Vettel traut Deutschland Titel zu.

06.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Montreal. Auch die Formel 1 ist wenige Tage vor dem WM-Start im Fußballfieber. Das Gros der Piloten fiebert dem „World Cup 2014“ in Brasilien entgegen. Am meisten Felipe Massa aus dem Gastgeberland Brasilien sowie der leidenschaftliche Fußball-Fan Fernando Alonso. „Ganz Spanien ist verrückt deshalb“, will sich auch Alonso so wenig wie möglich von der WM entgehen lassen.

Nationen des beinanhe ganzes Fahrerfelds bei WM vertreten

17 der 22 aktuellen Formel-1-Fahrer kommen aus jenen neun Ländern, die Teams bei der am 12. Juni beginnenden WM in Brasilien am Start haben. Die größte Abordnung stellt Deutschland, das mit Weltmeister Sebastian Vettel, dem WM-Führenden Nico Rosberg sowie Nico Hülkenberg und Adrian Sutil gleich vier Piloten im Einsatz hat.

Sutil drückt Uruguay die Daumen

Alle vier hoffen und tippen auf Deutschland. Nur Hobby-Pianist Sutil drückt auch für Uruguay die Daumen, weil sein Vater Jorge aus diesem südamerikanischen Land stammt. Vettel bezeichnete sich selbst als „Riesen-Fan“. Der vierfache F1-Weltmeister hat auch Spiele der Heim-WM 2006 live verfolgt.

„Ich versuche so viel wie möglich von der WM in Brasilien mitzubekommen. Einige Matches sind aber so spät, dass ich sie wahrscheinlich verschlafen werde“, sagte Vettel, der „natürlich“ Deutschland die Daumen drückt. Selbst der Titel sei möglich, hofft er. „Der Kader ist gut und die individuelle Klasse ausreichend.“

Der Österreich-Grand-Prix am 22. Juni fällt bereits mitten in die WM-Gruppenphase. Am Samstag vor dem Heimrennen von Red Bull kann Vettel mit dem um 21.00 Uhr beginnenden Match Deutschland gegen Ghana einschlummern.

WM für Button eine Frage des Nationalstolzes

England mit Lewis Hamilton, Jenson Button und Max Chilton sowie Frankreich mit Romain Grosjean, Jean-Eric Vergne und Jules Bianchi haben jeweils drei „WM-Starter“ im Rennen. Button ist eher im Triathlon als im Fußball zuhause. „Aber wenn es um Nationalstolz geht, stehe ich immer hinter England“, weiß der 34-Jährige, wem er die Daumen zu drücken hat.

Mexiko hat mit Sergio Perez (Force India) und Esteban Gutierrez (Sauber) zwei Daumendrücker aus der Formel 1. Der Rest der Fahrer aus WM-Teilnehmerländern verteilt sich auf Spanien (Fernando Alonso), Russland (Daniil Kwjat), Australien (Daniel Ricciard), Japan (Kamui Kobayashi) und Gastgeber Brasilien, vertreten durch Felipe Massa.

Die 5 „WM-Zuschauer“

Italien hat derzeit keinen Piloten in der WM, auch die Skandinavier Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas (beide Finnland), Kevin Magnussen (DEN) und Marcus Ericsson (SWE) sind wie der Venezolaner Pastor Maldonado (Lotus) nur „WM-Zuschauer“.

Mit typisch südländischer Begeisterung freuen sich Massa und Alonso auf die WM. „Ich liebe Fußball. Ich schaue mir alles an. Also werde ich auch versuchen, so viel wie nur möglich von der WM mitzubekommen“, hat sich Massa vorgenommen. Der Mann aus Sao Paulo hat nur einen Traum. „Die Weltmeisterschaft zu Hause zu gewinnen wäre fantastisch.

Alonso total aufgeregt

Auch Alonso will sich so wenig wie möglich von der WM entgehen lassen. „Ich bin total aufgeregt. Spanien war in den vergangenen sechs Jahren bei den Europameisterschaften, Europacups und Weltmeisterschaften sehr stark. So weiterzumachen wird schwer“, weiß der Asturier.

Die Latte für Titelverteidiger Spanien liegt in Brasilien tatsächlich hoch. „Man kann nämlich nicht immer oben sein“, weiß Alonso aus eigener Erfahrung. Eines sei klar. „Das ganze Land ist verrückt und stolz, es gibt hohe Erwartungen. Ich hoffe, wir sind auch nach der WM wieder stolz und glücklich.“

Kobayashi weiß von nichts

Nur einem Piloten ist die Fußball-WM offenbar völlig egal. „Ich bekomme gar nichts mit. Alles, was ich weiß, ist, dass Japan im Fußball nicht wirklich gut ist“, fürchtet der im Nachzügler Caterham fahrende Kamui Kobayashi, dass seine Nationalmannschaft in Brasilien ebenfalls nicht über eine Statistenrolle hinauskommt.

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