Julio Cesar bei der WM 2014
Elferkiller Julio Cesar ist der Man of the Match.
 

WM 2014: Brasilien gewinnt gegen Chile

Brasilien steht im Viertelfinale! Damit geht für den Gastgeber die Heim-WM weiter. Chile ist nach einer starken Leistung im Elfmeterschießen an Cesar und der Stange gescheitert.

28.06.2014 APA

Österreich hat sich zum ersten Mal in der Geschichte aus eigener Kraft für die Endrunde einer Fußball Europameisterschaft (EM 2016) qualifiziert. Dabei gelang dem ÖFB-Team rund um Teamchef Marcel Koller das Kunststück kein Spiel in der Qualifikation zu verlieren, der Aufstieg gelang mit 8 Punkten Vorsprung, 9 Siegen, 1 Unentschieden und einem sensationellen Torverhältnis von 22 zu 5 Toren.

Alle Informationen, den Spielplan, wo ihr Tickets bekommt und an welchen Spielorten die EM 2016 in Frankreich gespielt wird findet ihr hier.

Brasilien hat bei seiner Heim-WM den Sprung ins Viertelfinale geschafft, dabei erwies sich Chile als schwieriger Gegner. Die Selecao setzte sich im ersten Achtelfinale der Endrunde erst im Elfmeterschießen 3:2 durch. Nach 120 dramatischen Minuten war es nach Treffern von David Luiz (18.) und Alexis Sanchez (32.) 1:1 gestanden.

Chile vergibt Matchball in der 120. Minute

Wenige Sekunden vor dem Ende der Verlängerung knallte Chiles Mauricio Pinilla den Ball an die Latte (120.). In der Nervenschlacht Elferschießen scheiterten dann gleich fünf Schützen, u.a. auch Pinilla. Zum brasilianischen Helden avancierte Goalie Julio Cesar, der zwei Elfer parierte. Den entscheidenden Versuch setzte Gonzalo Jara an die rechte Stange.

Viel Arbeit für Webb

Der routinierte englische Referee Howard Webb hatte von Anpfiff weg alle Hände voll zu tun, die Emotionen auf beiden Seiten in geordneten Bahnen zu halten. Es ging im mit 58.000 Zuschauern ausverkauften Estadio Mineirao spielerisch nicht immer hochstehend, dafür aber meist mit gewaltiger Intensität zur Sache. Die Brasilianer schüttelten die Angst vor einem Schock-Out gegen den Südamerika-Kontrahenten vorerst einmal aus ihren Knochen und übernahmen das Kommando.

Eigentor sorgt für Jubel

Nach einem Warnschuss von Marcelo (6.) und einer ersten gefährlichen Offensivaktion von Neymar (16.) brachte Brasilien eine Standardsituation die 1:0-Führung. Nach Eckball von Neymar und Kopfballverlängerung von Thiago Silva bugsierte wohl der von David Luiz bedrängte Gonzalo Jara den Ball mit dem Schienbein ins eigene Tor (18.).

Wunderschöner Ausgleichstreffer

Die FIFA sprach (bis auf Weiteres) David Luiz den Treffer zu, der damit sein erstes Tor im Teamtrikot erzielte. Chile kam gegen die Selecao kaum zur Geltung, nutzte aber einen Defensivschnitzer der Brasilianer eiskalt zum 1:1. Nach leichtsinnigem Ballverlust von Hulk spielte Vargas den Ball von rechts zur Mitte und Alexis Sanchez vollendete flach ins linke Eck zum Ausgleich (32.).

Brasilien gibt nicht auf

Brasilien steckte den Rückschlag weg, vergab aber durch Neymar (36.), den neuerlich schwachen Fred (40.) und Dani Alves (42.) Chancen auf die Führung. Vor Brasiliens Tor brannte vor der Pause auch noch einmal der Hut, Charles Aranguiz wurde aber mit vereinten Kräften gestoppt (45.+1).

Hulk-Tor aberkannt

Nach der Pause war der Kampf mit offenem Visier zu Ende, es regierte mehr die Vorsicht und die Angst vor einem Gegentor. Hulk traf zwar ins Tor, nahm dabei aber nach Ansicht von Webb die Hand zur Hilfe und sah Gelb (55.). Brasiliens Schlussmann Julio Cesar musste gegen Aranguiz eine Glanzparade zeigen (64.).

Claudio Bravo hält Chile im Spiel

In der Schlussphase der regulären Spielzeit war dann Brasilien dem entscheidenden Treffer näher, der eingewechselte Jo traf einen mustergültigen Hulk-Pass nicht richtig (74.), der zwischenzeitlich abgetauchte Neymar scheiterte per Kopf (81.) und Hulk mit einem Schuss (84.) am einmal mehr starken Chile-Goalie Claudio Bravo.

Das Elfmeterschießen

In der Verlängerung tat Chile beinahe nichts mehr fürs Spiel, wie aus dem Nichts knallte aber Pinilla den Ball in der 120. Minute an die Latte. Brasilien gelang der Lucky Punch trotz Möglichkeiten für Hulk (103.) und Jo (107.) auch nicht mehr. Im Elferschießen behielt u.a. Neymar die Nerven, vergeben haben hingegen aufseiten Brasiliens Willian und Hulk, bei den Chilenen Pinilla, Alexis Sanchez und Jara.

Der Gegner des Rekordweltmeisters wird am heutigen Samstag (22.00 Uhr MESZ) in Rio de Janeiro zwischen Kolumbien und Uruguay ermittelt.

Stimmen zum Spiel

Julio Cesar (Brasilien-Tormann): „Es war ein sehr kompliziertes Spiel. Das habe ich auch erwartet. Der Druck auf uns brasilianische Spieler bei dieser Heim-WM ist richtig groß. Wir haben vor der Pause sehr gut gespielt, mit dem Ausgleich ist Chile aber ins Spiel gekommen.“

Luiz Gustavo (Brasilien-Mittelfeldspieler): „Es war ein besonderer Tag für uns. So in ein WM-Viertelfinale einzuziehen, das ist ein Traum. Wir müssen nun durchatmen und uns neu konzentrieren. Ich bin ja jetzt gesperrt und hoffe, dass ich nochmals einen Einsatz bei dieser WM habe.“

Arturo Vidal (Chile-Mittelfeldspieler): „Für uns ist es natürlich unheimlich hart und bitter. Wir hätten das Weiterkommen verdient gehabt. Wir sind traurig, dass wir unseren großen Traum nicht mehr verwirklichen können. Wir hatten mehr erwartet.“

 

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