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So cool wie jetzt, war es noch nie Opel zu fahren. Ein Statement gegen den Mainstream, trotzdem mittendrin. Zum Beitrag /// Bild: Werk
 

Die 10 coolsten Autos der Welt

Wer eines dieser Autos fährt ist cool. Menschen am Steuer dieser Autos haben innere Ausgeglichenheit, sind Trendsetter und das Meinungszentrum.

31.07.2014 Autorevue Online-Redaktion

Die zehn coolsten Autos sind zwar die Gegenliste zu den zehn uncoolsten Autos, die Modelle kommen aber auf ähnliche Weise in die Liste. Auch diese Modelle machen den Fahrer nicht cool – denn wer eines der folgenden Modelle fährt, der ist schon cool. Der steht über den Dingen, besitzt Humor und Ironie, ist Trendsetter und geschmackssicher. Wer in einem der folgenden Autos gesehen wird, kann sicher sein, bewundernde Blicke zu ernten – sie gelten halt nur nicht zwingend dem Auto. Vielleicht eher dem Fahrer. Aber darum geht es ja.

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  • Christian Maroschek

    sauregurkenzeit bei der autorevue? dürfts nixmehr später anfangen und früher aufhören?(siehe staretz & sein weg in die redaktion der ar)müßts uns fans mit alten kamellen quälen? damit die zeit schneller vergeht? vorschlag zur güte:wenn schon alte sachen aufwärmen dann kümmerts euch doch einmal um die österreichischen bleifüße und benzinköpfe der 60er und 70er (russling bochnicek janger fischer etc im rallyegeschehen oder die touren-und sportwagentreter krakowitzer wieltschnig breinsberg rabl maurer-stroh, opitzhauser wendlinger wieser ertl etc von seinerzeit) leben die noch,was treiben sie jetzt oder wohin sind sie verschwunden…..

  • Michael Merl

    It’s a man’s world oder meine Geschichte mit dem Avantime

    Ich hab’ meine Lektionen gelernt: 1. Schneller als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zu fahren ist gefährlich, gesetzeswidrig und bisweilen teuer. Und 2. Die Versuchung, etwas auszureizen, ist eine männliche Eigenschaft !

    Es war Anfang März 2002 und einer dieser ersten, lauen Frühlingssonntagnachmittage. Die Ausflügler hatten ob des ausklingenden Winters die Straßen noch nicht erobert. Und die Zweiräder steckten noch im Winterfell ihrer Abdeckungen. Das Herz aber nahm die Wärme der Sonne auf und forderte Auslauf. Der Avantime vor dem Haus war nicht meiner. Mein Lieblingsautohändler hatte ihn sich für das Wochenende abringen lassen und ich hatte versprochen, ihn gedeihlich zu behandeln. Die Ausfahrten bis dahin waren nützlich, standen aber dem emotionalen Wert des Wagens diametral entgegen. Der Cabrioeffekt im Van beeindruckte halt mehr die Mitfahrer als die Billakundschaft vorm Einkaufzentrum. 207 etwas anders verpackte PS wollten subtil entfaltet werden. So entschied ich mich, den Ästheten unter meinen Söhnen am Beifahrersitz, für eine Fahrt übers Land. Im Wechsel zwischen entspannt, souverän und sportlich spurten wir dahin: Aschach, der Donau entlang nach Eferding, Bad Schallerbach. Langsamfahrer verschwanden unter Einhaltung der Vorschriften nach einem kurzen Tupfer aufs Gas und 2 Schlenkern rasch im Rückspiegel. Hinauf Richtung Haag am Hausruck auf der A8 . Ein kurzes „Hallo“ und „Schaut’ mal her !“ beim Lieblingsonkel und dann zurück, wieder auf der A8.

    Ehe ich nun zum Kern der Geschichte komme, muss ich anmerken, dass Digitaltachos nicht nur (wie in der Autorevue des Öfteren trefflich angemerkt) exhibitionieren und so potentielle Schnellfahrer bremsen. In sportlichen Autos sind sie Verführer, tun dies subtil und vornehmlich wenn Du allein und unbeobachtet oder mit Gleichgesinnten unterwegs bist. Wissend, dass das Radar in der 80er-Beschränkung bei 93 blitzt, fährst Du digitale 92 und nicht analoge 85 – 90. Und der 2er an der Hunderterstelle ist ein sowieso ein Hund. Cave canem !

    Nun, der Hund hatte mich gepackt. Der Sohn (13) war keine Hilfe, ich hatte die Radarwarnungen für die A8, die täglich über diverse Hitradios liefen, vergessen und so kam, was kommen musste. Aus einer schnellen Rechtskurve heraus hab‘ ich den weißen Kombi gesehen und gebremst. Es muss den Gendarmen im gleichen Moment wie mir klar gewesen sein, dass nun eine Amtshandlung folgen würde, denn der Passat startete, um aus der Behelfsausfahrt heraus die Verfolgung aufzunehmen. Ich beschloss, mich darauf nicht einzulassen, warf schuldbewusst das Handtuch und blieb stehen.

    „Wissen’s eh‘, wie schnell ’s jetzt gfoahrn san ?“ „180 ?“, versuchte ich die Dramatik herunterzuspielen. Darauf er, „185 !“ Meine Erklärung, es sei nicht mein Auto und ich hätte die Kraft nur kurz ausgereizt (was der Wahrheit entsprach), weil ich eventuell Interesse an einem Kauf hätte, ließ er nicht gelten. „Des is‘ unverantwortlich mit dem Sohn da am Beifahrersitz !“, belehrte mich das Auge des Gesetzes. Ich musste ihm Recht geben. Die Diskussion endete damit, dass er mir erklärte, er könne kein Strafmandat ausstellen. Es müsste zur Anzeige kommen und ich könne froh sein, den Führerschein nicht zu verlieren (die Radartoleranz von 3 % ließ mich gerade noch unter die 180-km/h-Grenze rutschen).

    Während aber der eine an mir amtshandelte, schlich der andere mehrmals um das Auto, das er vermutlich noch nie aus der Nähe gesehen hatte (der Avantime war neu am Markt). Als ich reumütig zum Fahrzeug zurückkehrte, entflutschte ihm eine Ehrlichkeit, die mich wahrhaftig am linken Fuß erwischte: „Und, geht er wenigstens guat ?“ Diese entwaffnende Offenbarung ließ mich lächeln und verklärte die ganze Szene im Lichte der späten Nachmittagssonne endgültig.

    Den Wagen hab‘ ich am nächsten Tag retourniert und den Mann bei Renault betreffend aller Eventualitäten informiert. Später am Tag hab‘ ich dann die zuständige BH angerufen, um zu klären, wie das denn mit der Anzeige sei. Die BH Wels-Land verwies mich auf die für mich zuständige BH. Dort sprach ich mit einem sehr freundlichen Beamten, der sich die Geschichte anhörte und mich aufklärte, dass eine Ladung zur Rechtfertigung erfolgen würde und danach die Strafhöhe festgesetzt werde. Als er seine Ausführungen beendet hatte, hielt er kurz inne und setzte dann nach: “ Und, … ham’s dem S. (Anm.: mein Autohändler) g’sagt, dass der Wagen guat geht? “ Mein Grinsen hat der Gute nicht gesehen, meine Sympathie hat er heute noch.

    Als ich den S. am nächsten Tag traf, entschuldigte ich mich für mögliche Unannehmlichkeiten, die ich verursacht haben könnte. S. klopfte mir jovial auf die Schulter, lächelte und meinte: „Zu was borgt man sich den so a Auto aus ?“ Ich war am Ende der Rechtfertigungen. Männer sind eben Männer.

    Ich wurde vorgeladen und erhielt als zuvor Unbescholtener einige Wochen später den Erlagschein mit der mindestmöglichen Strafe, die immer noch ziemlich hoch war. Ich nahm’s gelassen, wissend: auch Gesetzeshüter sind Männer.

    Beim Saab 95 3,0 V6 TiD, den ich mir kurze Zeit später für eine Fahrt nach Salzburg lieh, ließ ich den Tempomaten bei 135 km/h abregeln und hab’s genossen. Ich hatte ja meine Lektionen gelernt.

    • b p

      danke für diesen sachlich mahnenden beitrag des kuratoriums für verkehrssicherheit.
      mögen noch viele weitere ihre lektion lernen.

  • Franz A.

    Die sind ja fast alle wirklich cool.
    Aber der Aztek geht gar nicht, dem nutzt der Whitefaktor auch nix.

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