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Zwei neue Modelle sind geplant.
 

Zwei Fäuste für ein Halleluja

KTM erweitert beim X-Bow Produktpalette und Leistung.

13.08.2010 Online Redaktion

Erfolgsgeschichten lesen sich anders, das weiß auch KTM. 2007 traute man dem X-Bow noch eine Jahresproduktion von 500 bis 1000 Stück zu. Im Laufe seines Lebens musste der Extremracer allerdings schon viele Talsohlen durchleiden. Tiefpunkt: die kurzfristige Produktionseinstellung. Bis heute, also etwas mehr als zwei Jahre nach Markteinführung, wurden etwa 500 Stück verkauft. KTM hatte sich schlicht mit der Verzichtbereitschaft der sportlichen Kundschaft verschätzt. Kein Dach, keine Scheibe… irgendwo hat auch Purismus Grenzen.

Das soll sich jetzt ändern. KTM schwimmt derzeit auf einer kleinen Erfolgswelle. Das Motorradgeschäft läuft gut, die Expansion nach Asien und Südamerika ist in trockenen Tüchern und bei der X-Bow Produktion zeigt man sich mit vier Stück pro Woche bescheidener. Die, zumindest unter Aficionados, begehrten Markencups (die KTM X-Bow Battle und die KTM X-Bow Hillclimb Trophy) sollen das Image bringen.

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Um die Verkaufszahlen anzuheizen ist für 2011 bereits das Modell „R“ angekündigt. Das ist sicherlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber immerhin bietet er mehr Leistung: über 300 PS und 400 Newtonmeter. Schon mehr darf man sich für 2012 versprechen, dann wird das Modell „T“ lanciert. KTM nennt es überschwänglich „Touring-Variante mit Scheibe“. Ob eine Scheibe einen X-Bow zu einem Touring-Gerät macht wird die Zeit zeigen.

Glaubt man Raphael Sperrer, ist das mit der Alltagstauglichkeit des X-Bow ein ernsteres Problem als man glauben könnte. Ein Dach fehlt nicht aus Lustlosigkeit der Ingenieure, sondern wegen der Crashtest-Bestimmung. Eine Kosten-Nutzen-Frage.

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