Das Elektroauto Renault DeZir Concept.
In Wuhan (China) sollen 150.000 Autos pro Jahr produziert werden.
 

Zusammenarbeit zwischen Renault und Dongfeng fixiert

Von 2016 an sollen in Wuhan zunächst 150.000 Autos pro Jahr produziert werden. Renault ist damit der letzte der zehn großen Autobauer weltweit, die in China produzieren.

16.12.2013 APA

Der französische Autohersteller Renault und der chinesische Dongfeng-Konzern haben ihre Zusammenarbeit fixiert. Beide Seiten unterzeichneten am Montag in Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei ein Abkommen zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens.

Renault produziert in China

Von 2016 an sollen in Wuhan zunächst 150.000 Autos pro Jahr produziert werden. Renault ist damit der letzte der zehn großen Autobauer weltweit, die in China produzieren.

Anteil am Wachstumsmarkt China

Renault-Chef Carlos Ghosn sprach von einer „strategischen Annäherung“. Dongfeng habe eine „unvergleichliche Kenntnis vom chinesischen Markt“ und werde Renault dabei helfen, „neue Grenzen zu erkunden“. Er betonte, in China gebe es „das größte Wachstumspotenzial“ im Automobilsektor weltweit. China ist für Europas Hersteller ein Absatzgebiet, das ihnen anders als der europäische Markt noch Wachstum ermöglicht.

SUVs, Hybrid- und Elektroautos

In dem Gemeinschaftsunternehmen wollen Renault und Dongfeng zunächst vor allem SUVs (Sport Utility Vehicles) bauen, langfristig sollen dort aber auch Hybrid-und Elektroautos vom Band laufen. Beide Konzerne halten 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen, die Investitionskosten betragen 932 Millionen Euro.

Dongfeng zweitgrößter Autobauer Chinas

Die chinesischen Behörden hatten Anfang Dezember grünes Licht für das seit langer Zeit geplante Gemeinschaftsunternehmen gegeben. Chinas zweitgrößter Autobauer Dongfeng – Ostwind – arbeitet bereits mit anderen westlichen Autoherstellern zusammen, etwa mit dem Renault-Wettbewerber PSA Peugeot Citroen, mit Honda und dem Renault-Partner Nissan aus Japan. Dongfeng dürfte zudem bald bei Peugeot Citroën einsteigen, entsprechende Gespräche gab PSA vergangene Woche bekannt.

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