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Zur Analyse werden Gebrauchte auch zerlegt.
 

Zur vollsten Zufriedenheit

Die Qualität eines Autos über die Jahre ist wichtig, da könnte zu Zeiten des Preisdrucks Konfliktpotenzial schlummern, muss aber nicht. Peugeot zeigt beim 308, welche Maßnahmen wie greifen.

23.04.2016 Autorevue Magazin

Natürlich ist manch Ergebnis einer Kundenbefragung nicht überraschend, aber objektiv in Zahlen gegossen wird alles plakativer: Kunden verlangen, dass sich ein Auto drei Jahre lang wie neu anfühlt, in der Oberklasse sind’s sogar fünf Jahre. Erste substanzielle Reparaturen sind bei rund 100.000 km beziehungsweise nach sechs bis acht Jahren tolerabel, 200.000 km oder zehn bis zwölf Jahre gelten als durchschnittliche Lebensspanne, 300.000 km als Maximum. Salopp formuliert: Geht das Auto dann ein, so ist ihm niemand ernstlich böse. Ab neun Jahren Lebensdauer darf das Auto sogar durchaus alt aussehen. Wichtig ist die wahrgenommene Qualität, und die tatsächliche freilich auch: Wenn ein Auto liegenbleibt, dann war die Qualität objektiv lückenhaft, wenn’s nur scheppert und knarzt, dann fährt das Auto zwar, aber die Kundenzufriedenheit leidet dennoch.

Peugeot 308: 268 Bauteile zur Langlebigkeit überarbeitet

Beim aktuellen Peugeot 308 führte intensive Kundenbefragung zur Überarbeitung von 268 Teilen, so verzögert die neue Struktur des Armaturenbretts die Alterung um 120 Prozent, exponierte Stellen sind resistenter gegen Kratzspuren, viele Innenraumteile sind antistatisch beschichtet, um weniger Staub anzuziehen, neu konstruierte Türdichtungen halten länger an ihren Plätzen, an vielen Stellen wurden Clips wieder durch Schrauben ersetzt.

Beim Fahren zeigt sich erstaunliche -Solidität auch bei 120.000 Kilometern.
© Bild: Werk

Beim Fahren zeigt sich erstaunliche Solidität auch bei 120.000 Kilometern.

Intensive Tests heben das Qualitätsniveau

Natürlich testet Peugeot auch selbst in nie dagewesener Intensität. So wird beispielsweise eine 75-kg-Puppe mit besonders kratzbürstiger Kleidung 20.000 Mal so auf den Sitz gehievt, wie man gemeinhin ein- und aussteigt, die Belastung gleicht drei Jahren Alltag. Und das Auto selbst wird auf vier Stempeln (unter jedem Rad einer natürlich) sechs Wochen nonstop so durchgerüttelt wie in 240.000 km im Fahrbetrieb, dann wird penibel nach Knarzgeräuschen und Materialermüdung an der Karosserie geforscht.

Vor jeder Präsentation fahren 200 der neuen Modelle gesamt 2,5 Millionen Testkilometer, und mehrere Autos werden über einen 60.000-km-Test unter besonders erschwerten Straßenbedingungen gehetzt. Um kleinste Abweichungen der Kundenzufriedenheit festzustellen, kontaktiert die Zentrale 10.000 Mal pro Tag das Händlernetzwerk.

Der aktuelle Peugeot 308 ist bei der Qualität übrigens auf dem Niveau des VW Golf 7. Den hat Peugeot wahrscheinlich nicht nur wegen der Verkaufszahlen und des gleichen Segments angepeilt. Andererseits: Bei der JD-Power-Studie zur Kundenzufriedenheit lag der Peugeot 308 in Deutschland deutlich über dem Durchschnitt. Und auch vor VW oder Audi.

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