GM-Chefin Barra: "GM muss eine Firmenkultur entwickeln, in der Sicherheit und Qualität ganz oben stehen"
 

Zündschloss-Skandal: GM beurlaubt zwei Ingenieure

GM engagierte einen Staranwalt, um die Gründe für den verschleppten Rückruf mit tödlichen Folgen herauszufinden, und zog personelle Konsequenzen.

10.04.2014 APA

Der Autobauer General Motors (GM) zieht personelle Konsequenzen aus dem für mehrere Menschen tödlichen Zündschloss-Skandal. Zwei Ingenieure seien beurlaubt worden, erklärte Konzernchefin Mary Barra am Donnerstag auf einer Mitarbeiterversammlung. Dies sei ein Zwischenschritt bei der Suche nach der Wahrheit. „Es war eine schwere Entscheidung, aber ich denke, es ist das Beste für GM.“ Die Opel-Mutter ruft 2,6 Millionen Autos aus den Jahren 2003 bis 2011 zurück, weil Schlüssel können bei voller Fahrt in die „Aus“-Position zurückspringen können. Das schaltet auch Servolenkung, Airbags und Bremskraftverstärker ab. GM selbst bringt 13 Unfalltote mit dem Defekt in Verbindung, US-Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen. Es laufen zahlreiche Klagen gegen den Konzern. Auch die Behörden ermitteln.

Beurlaubungen gehen auf Ergebnisse eines von GM eingeschalteten Staranwalts zurück

„GM muss eine Firmenkultur entwickeln, in der Sicherheit und Qualität ganz oben stehen“, sagte Barra. Mitarbeiter, die Mängel aufdecken, sollten belohnt werden. Die Konzernchefin ernannte einen Qualitätsbeauftragten und engagierte zudem den Staranwalt Anton Valukas, um die Gründe für den verschleppten Rückruf herauszufinden. Die Beurlaubungen der beiden Ingenieure gehen auf erste Ergebnisse von Valukas zurück.

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