Mini Rocketman Exterieur Statisch seite
Der Mini Rocketman soll zurück zu den Wurzeln.
 

Zahlenspielerei

Der Mini Rocketman will seinem Urahn ähneln…

26.02.2011 Online Redaktion

Zugegeben, es ist ein Tiefschlag, wenn man die Zukunftspläne einer Marke nach einem Concept beurteilen will. Diese Unart haben wir uns selbst verboten. Wir lassen es bleiben wenn uns die Studie gefällt. Wir sehen meist höflich drüber hinweg, wenn sie uns nicht gefällt. Aus dem einfachen Grund, dass Studien meist wenig mit dem Endprodukt zu tun haben.

Nun soll dieser Beitrag als Ausnahme von der Regel verstanden werden. Weil es eine neuer Mini ist um den es geht und weil BMW/Mini seit jeher den Ruf und Flair des Austin Mini bemüht. Die Kritiker des Autos – zu denen wir nicht gehören – werfen ihm oft vor, dass sich die Marke zu weit vom Ursprung entfernt hätte. Der Countryman wurde in den Internetforen, speziell in englischen, geradezu hingerichtet.

Nun verspricht Mini aber mit dem Rocketman, einem Konzept, das man auf dem Autosalon in Genf präsentieren wird, wieder zu diesen verloren gegangenen Ursprüngen zurück zu wollen. Das ist per se ja gut. Nur lässt uns das vorgestellte Auto an dieser Idee dann doch zweifeln.

Mini Rocketman Exterieur Statisch oben

Uns stört an diesem Konzept weder der futuristische Innenraum, die 18-Zöller oder das 3+1-Sitzkonzept. Auch die noch nicht getroffene Wahl des Motors stößt uns sauer auf. BMW verkündet in der Pressemitteilung nur, dass der Rocketman auf einen Antrieb ausgelegt sei, „mit dem sich ein nochmals gesteigertes Spurtvermögen in Kombination mit einem Durchschnittsverbrauch von etwa drei Litern je 100 Kilometern erzielen ließe.“ Das heißt genau gar nichts. Erzielt werden soll dieser Verbrauch übrigens durch konsequenten Leichtbau, also die großzügige Verwendung von Carbon.
Das alles stört uns nicht. Im Gegenteil. Es transportiert die Idee des Mini ja nur in die aktuelle Zeit, respektive die nahende Zukunft.

Was uns stört sind die Dimensionen, von denen BMW/Mini glaubt, sie würden sich dem Urahn nähern. Das Unternehmen teilt nämlich mit: Mit „einer Fahrzeuglänge von knapp über 3 Metern orientiert sich das MINI Rocketman Concept an den elementaren Anforderungen des mobilen Lifestyles in den Metropolen von morgen“. Und: „Die Studie (…) knüpft in ihren äußeren Maßen an den classic Mini an.“

Gut so. Eigentlich. Ganz uneigentlich maß der Austin Mini 306 Zentimeter in der Länge und streckte sich 141 Zentimeter in die Breite. Der Rocketman ist 342 Zentimeter lang und 190 Zentimeter breit. Also 36 Zentimeter länger und fast einen halben Meter breiter. BMW/Mini interpretiert das so: Der Rocketman „überragt damit den 1959 vorgestellten Urahnen der Marke vorn und hinten jeweils nur um wenige Zentimeter.“ Gut, das sie nur von vorne und hinten und nicht auch noch von links und rechts sprachen.

Aber vielleicht sind wir zu sensibel, weil der Austin Mini in unserer Redaktion doch noch sehr lebendig ist. Vielleicht sollte man den Rocketman einfach als wichtigen Schritt in die richtige Richtung lesen. Und vielleicht lässt sich beim Endprodukt ja noch der ein oder andere Zentimeter einsparen.

Filmregisseur Markus Tomlinson interpretiert mit Schauspielerin und Model Lily Cole das neue MINI Rocketman:

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