SsangYong Korando dyn VoRe
Neue Ansehnlichkeit: So wird SsangYong für eine breitere Masse verständlich
 

Woll’n wir Freunde sein?

Doch, SsangYong gibt es noch. Jetzt treten sie auch den Beweis an.

30.09.2010 Online Redaktion

Ja doch, wir waren schon etwas überrascht, als wir die ersten Bilder des neuen SsangYong Korando sahen, der ab 2011 über die auf extravagante Individualisten abzielende Designlinie der bestehenden Modellpalette hinauswächst. Wir erleben hier, was auch schon dem neuen Kia Sportage attestiert wurde, nämlich, dass im Grunde eine Modellgeneration übersprungen wurde: Zeigte uns der rustikale Vorgänger noch eine eigenwillig spitz zulaufende Front, so kommen nun beruhigend glatte Flächen daher, manch Kritiker wird wahrscheinlich von Verwechselbarkeit sprechen und in der Tat, vorn ein bissl GM, hinten ein bissl Nissan, aber hey, alles ist stimmig und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet! Dass der Entwurf aus Italien stammt, nämlich von Giorgetto Guigiaro, sei hier nur erwähnt, weil SsangYong selbst damit wirbt und nicht, um koreanische Designer zu diskreditieren.

Auch der Innenraum präsentiert sich auf Höhe der Zeit, die ersten Bilder zeigen ansprechende Details und sogar einen iPod-Anschluss.

Womit sich ein Übergang zu den technischen Eigenschaften anbietet. Da wären zunächst die Offroad-Eigenschaften, die zeigen, dass der Korando nun eher auf der Straße daheim ist als im argen Gelände: 180 mm Bodenfreiheit, 300 mm Wattiefe und Böschungswinkel von 22,8° bzw. 28,2° (vorne/hinten) sind auf Augenhöhe mit Kia Sportage und Co. Zum Vergleich: Der Jeep Wrangler Unlimited als Beispiel für ein hartes Gerät hat 253 mm Bodenfreiheit und kann bis zu 480 mm tief ins Wasser gestellt werden. Auch die Böschungswinkel (37,7°/31,3°) deuten auf eine andere Liga hin. Der optionale Allradantrieb schickt das Drehmoment im Normalfall an die Vorderachse, bei Bedarf werden die hinteren Räder automatisch aktiviert. Ein Sperrmodus lässt letztere auf Tastendruck bis 40 km/h auch permanent werkeln, Reduktionsgetriebe gibt’s keines mehr. Die 4,41 Meter Länge deuten ebenfalls auf Sportage und Tiguan als Hauptgegner hin, in diesem Umfeld erscheint der zum Marktstart verfügbare Motor gediegen: 175 PS (129 kW) stellt der Mercedes-Diesel zur Verfügung und ja, er schafft Euro 5, ist auch schon auf Euro 6 vorbereitet und verfügt über einen Partikelfilter. Die Kraft wird in sechs Gänge kanalisiert, entweder vom Fahrer (serienmäßig) oder automatisch (optional). Die Normverbräuche liegen zwischen 6,0 Litern für die manuelle 2WD-Version und 7,5 Litern für die Automatik-4WD-Version, was angesichts der 1,6 Tonnen Leergewicht doch achtbare Werte sind. Es folgt noch ein kleinerer Diesel und ein Benzinmodell.

Die Markteinführung ist für Anfang nächsten Jahres geplant, an den Kampfpreisen wird noch gefeilt.

SsangYong steht übrigens vor der Übernahme durch den indischen Autobauer Mahindra, der Deal sollte bis November perfekt sein. Welche Auswirkungen das auf Modellpalette und die sonstigen Strukturen hat, wird sich erst weisen.

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