Astra5
 

Wollen und Können

Auf Staatsbürgschaften wird verzichtet, die Autos sollen es richten. Vernunft kehrt ein. Im Management und in der Autopalette.

17.06.2010 Online Redaktion

Zu langwierig und zu kompliziert seien die Verhandlungen mit den Regierungen (allen voran der aus Deutschland) gewesen um in der Krise angemessen schnell reagieren zu können, beklagt sich das GM-Management, weswegen die Verhandlungen abgebrochen wurden. Man verlässt sich jetzt auf das eigene Können – wahrscheinlich aber eher auf das der Ingenieure.

Pünktlich zu diesem Schritt kündigt Opel die Kombiversion des Astra an, die im November den Markt entern soll. Premiere wird er auf dem Pariser Autosalon (2. Bis 24. Oktober) feiern.  Nicht ganz zu Unrecht nimmt der Astra Sports Tourer (im Rahmen des Modellwechsels wurde der Name Caravan ersetzt) die Rolle des Messias ein. 160.000 Bestellungen gingen innerhalb von sechs Monaten für den Astra ein. Ein Statement. Der Kombi soll noch einmal einen draufsetzen. Zumal bislang der Kombi etwa die Hälfte des Astra-Volumens ausgemacht hat.

Ein wichtiges Verkaufsargument ist freilich der Kofferraum. Mit bis zu 1550 Litern übertrifft sein Laderaum sogar den seines großen Bruders, des Insignia (1530 Liter). Nebenbei bemerkt: das sind weniger als beim Caravan-Vorgänger (1590 Liter), obwohl die Länge um sieben Zentimeter wuchs. Egal, man lädt ja Koffer, keine Liter. Schuld daran ist eine wesentlich sportlichere Silhouette. Man nimmt es also gerne in Kauf.

Acht Motoren zur Wahl. Zu den bereits bekannten Astra-Triebwerken gesellt sich ein neu entwickelter 1,4-Liter Turbobenziner mit 120 bzw. 140 PS, der serienmäßig mit einer manuellen Sechsgangschaltung kombiniert wird. Für den stärkeren Motor gibt es optional auch eine Sechsgang-Automatik. Topmotorisierung wird der 2,0-Liter-Diesel mit 160 PS und 380 Newtonmeter, der auch im Insignia seinen Dienst tut.

Alle Varianten mit manuellem Getriebe sind außerdem mit einer Schaltempfehlung ausgestattet. Zusätzlich werden mit Einführung des Astra Sports Tourers alle Astra-Modelle mit einer Start-Stop-Automatik ausgerüstet.

Der Astra Kombi wird ab schätzungsweise bei 18.000 Euro starten. Wobei nach oben viel Spielraum ist. Das adaptive Flex-Ride-Fahrwerk findet sich ebenso auf der Zubehörliste wie das adaptive Fahrlicht, ein Spurassistent und die Schildererkennung.

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  • Mit 2685 Millimetern ist der Radstand (im Vergleich zum Fünftürer) gleich geblieben.

  • Jono Constantini

    PS: Jetzt weiß ich, woran mich die Heckleuchten erinnern! Subaru Legacy! Is hier aber wesentlich schöner gelöst…

  • Jono Constantini

    bum, mir fallen jetzt spontan wenige Kombis ein, die dermaßen aus einem Guss designt sind – sehr schön, das! Hat der einen längeren Radstand als die Limo? Das heißt, der liegt vielleicht noch besser auf der Straße als der Normalo-Astra. Langstreckenbomber? Dauertest??

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