VW Tiguan Statisch Exterieur Front
Das Tiguan-Facelift greift äußerlich eher oberflächlich mit neuen Linien und neuem Licht.
 

Wolfsburger Füllhorn

Beetle, Golf-Cabrio und Tiguan – VW nimmt Fahrt auf.

16.02.2011 Autorevue Magazin

Die Ereignisse haben sich überschlagen: Die alten Tiguans sind schon echt knapp, bevor Volkswagen überhaupt das Tuch von der gefacelifteten Version ziehen konnte. Um die Begehrlichkeit ungebrochen auf Zug zu halten, hat VW den Start des Vorverkaufs vorgezogen. Wer jetzt bestellt, kann hoffen, Ende September/Anfang Oktober zu den ersten glücklich Belieferten zu gehören (offizielle Markteinführung ist Ende August; die Preise werden vermutlich auf dem Niveau des Vorgängers bleiben).

Die äußerlichen Veränderungen sind oberflächlich, ein paar neue Linien, ein bisschen frisches Chrom und neue Lichtakzente. Das Angebot ¬an Dieselmotoren liegt ¬darüber ¬hinaus jetzt auf EURO-6-Niveau, und die Zahl der ¬optionalen ¬Assistenzsysteme wurde den Ansprüchen der Zeit angepasst. Dass die Karosserie-Farbpalette nun mehr Erdfarbtöne aufgreift, hat nichts mit korrigierter Umfeldanpassung zu tun. Der Nachfrage wird die Dezenz des Eingriffs eher keinen Abbruch tun, im Gegenteil. Der Tiguan ist im VW-Land Österreich das meistverkaufte SUV und generell eines der beliebtesten Autos.

Was VW noch im Köcher hat: Eine Cabrio-Version des aktuellen Golf, die dem Stoffdach treu bleibt (elektrisch zu öffnen natürlich), aber die Reminiszenz nicht zu weit treibt und auf den fixen henkelgleichen Überrollbügel von früher verzichtet. Stattdessen werden als Überschlagsschutz bei Bedarf herausspringende Bügel hinter den Rücksitzen eingebaut. Das Motorenangebot des viersitzigen Cabrios soll bei 105 PS (1,2 TFS) starten, die Preise werden bei circa 19.000 Euro starten. Die wahrscheinliche Grenze nach oben hin liegt bei den 210 PS des Golf GTI, mit den 270 PS des Golf R würden die Watschen des Windes gewiss zu heftig. Auch TDI-Motoren von 90 bis 170 PS dürfen erwartet werden, wenn das Golf Cabrio ab Juni vorfahren und keinesfalls den Eos ablösen wird: Der bleibt, im April geliftet, weiterhin im VW-Programm.

Gebaut wird das Golf Cabrio im ehemaligen Karmann-Werk in Osnabrück werden, das VW nach der Pleite des Karosseriebauers zum Großteil übernommen hat.

Ebenfalls in Genf erwartet wird übrigens auch der Nachfolger des 2009 eingestellten New Beetle, der seine Kugeligkeit ablegt, ein dynamischeres Erscheinungsbild bekommen und technisch auf dem Golf VI basieren wird. Wir erinnern uns – VW Beetle, erster Teil: Ein Versuch, die Emotionalität des Urkäfers in die Neuzeit zu übertragen. Ein Erfolg? In Europa eher nicht. Dass die Betriebswirtschafter bei VW trotzdem einer Neuauflage zustimmten, lag daran, dass sich der New Beetle in Nordamerika großer Beliebtheit erfreute.

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