Supertest 2011
Aber wenn schon campen, dann ordentlich.
 

Wir sind wieder da

Waren nur mal eben campen. Und so.

01.09.2011 Online Redaktion

Wer viel arbeitet, braucht Urlaub, dachten wir uns. Möglichst weit weg von Alltag und Großraumbüros. Also buchten wir uns ein paar Camping-Parzellen in den Dolomiten und organisierten Fahrzeuge, die einem Abenteuer-Urlaub angemessen sind: einen Lamborghini Aventador, frisch aus dem Kohlefaser-Backofen, einen Ferrari 458, einen KTM X-Bow, um nur ein paar zu nennen. Alles klang so perfekt, so erholsam.

Supertest 2011

Doch dann kamen zwei Rennfahrer mit (Raphael Sperrer und Karl Wendlinger). Und ein Profi für Rundenzeiten-Messtechnik (Wolfgang Vogel). Und zwei Fotografen (Andi und Michi). Und es war klar: das wird kein Urlaub. Das wird Arbeit. Supertestarbeit. Die feinsten Filets des Automarktes für das das feinste Filet des Zeitschriftenmarktes: die Premium-Autorevue, die ab 7.10. zu haben ist.

Supertest 2011

Großes Theater, als 14 Supersportwägen den Camping-Platz entern. Hunde, die normalerweise kleine Kinder beißen, zogen den Schwanz ein und liefen jaulend davon. Den Leuten fiel das Plastik-Geschirr auf den Boden und die Dosen-Ravioli ins Gesicht. Manche, sagt man, wollten gar ihren ordinären Caravan in den angrenzenden Bach schmeißen, als sie sahen, wieviel Gepäck man in einen Bentley bekommt. Oder dass man die Kind und Koffer auch in 4,6 Sekunden auf Autobahnspeed bringen kann, in einem Audi RS3. Großer Zinnober also, sogar das Fernsehen war da und interviewte uns (ja, wirklich!). Und natürlich viele Fotoapparate mit Kindern, denen die meisten unserer Reifen bis zur Nase reichten.

Supertest 2011

Wir, der wir nun schon zum sechsten Mal zum Supertest ausrückten, lehnten uns zurück, öffneten ein Bierchen und legten in mitten unserer Schüsseln ein Lagerfeuer an, um Bratwürste und unsere Hände daran zu wärmen. Denn es war frisch, auf gut 1500 Metern, und man fuhr einen Kollegen scharf an, als dieser den Lamborghini als 12-Zylinder-Heizung für sein Zelt verwenden wollte. Also knisterndes Lagerfeuer. Ein paar Lulus zogen sich wegen der Temperaturen zum Schlafen in den Spa-Bereich (!) zurück, der Rest genoss die frische Luft und den Südtiroler Sternenhimmel und ließ sich die Nase abfrieren.

Supertest 2011

Was aber alles nicht so schlimm war, weil wir uns am nächsten Tag schnell aufwärmen konnten, auf dem Weg über den Kreuzbergpass und weiter Richtung Adria. Auf den engen Kehren konnten wir Lenkräder und Fahrwerke ausloten, in engen italienischen Dörfern die Einparktauglichkeit ausloten und im dichten Verkehr durch das Piave-Tal den Stau-Spaßfaktor testen.

Supertest 2011

Der Höhepunkt des Procederes war jedoch das Zusammentreffen mit Karl Wendlinger am Adria-Raceway, dort wurden die Boliden um den Rundkurs gescheucht, auf der Suche nach dem Sieger. Ferrari schickte sogar ein Team, das den 458 auf die bevorstehende Prüfung vorbereiten sollte. Der rote Italiener belegte daher gleich den ersten und den zweiten Platz unseres Rankings – man bat uns, zum Ende der Veranstaltung noch einen zweiten Durchgang mit dem Ferrari zu machen, da die Außentemperatur um 5 Grad abgesunken war. Alles weitere dann nachzulesen im Oktober.

Immer in Aktion natürlich unser Foto-Duo, die für die besten Aufnahmen sorgten. Es wird ein Fest, die Premium-Revue zu lesen und durchzublättern, das versprechen wir. Stay tuned.

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