Der japanische Autobauer Toyota bildet gemeinsam mit 3 deutschen Konzernen die Spitze bei Innovationen in der Autobranche. Danach kommt lange nichts
Der japanische Autobauer Toyota bildet gemeinsam mit 3 deutschen Konzernen die Spitze bei Innovationen in der Autobranche. Danach kommt lange nichts
 

Wenig Innovationstreiber, viele Mitläufer: Studie zu Erfindungen in der Autobranche

Laut einer Studie bildet sich bei der Innovationskraft der Autobauer eine Zweiklassengesellschaft aus – 4 Konzerne zeichnen für zwei Drittel der Erfindungen 2012 verantwortlich

25.07.2013 APA

Laut einer Studie der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach spalten sich die Autohersteller immer mehr in zwei Klassen auf – wenige erfolgreiche Innovationstreiber sowie zahlreiche Nachahmer. Der „ersten Klasse“ gehören demnach nur vier Konzerne an, die das wichtige Feld neuer Erfindungen in der Autobranche beständig vorantreiben : Volkswagen, Daimler, BMW (D) und Toyota (JPN).

Das Quartett sorgte vergangenes Jahr für zwei Drittel (68 Prozent) aller Erfindungen in der Branche, die als echte Weltneuheit gelten. Das ist ein großer Sprung; 2010 hatte ihr Anteil erst bei 50 Prozent gelegen. Studienleiter Prof. Stefan Bratzel sieht mit der Entwicklung eine Zweiklassengesellschaft heranreifen, die für die Zukunft der Hersteller noch nie so risikoreich gewesen sei. Denn die Fragen nach der Mobilität von Morgen – etwa die nach Alternativen zum Verbrennungsmotor – forderten mehr Erfindungskraft denn je.

Geringe Forschungsmittel können verheerende Folgen haben

Die Gefahr dabei: „Da noch nicht klar ist, welcher Technologiepfad sich am Ende durchsetzen wird, gehen finanzstarke Hersteller den Weg einer hohen technologischen Breite. Andere können nicht mithalten und müssen ihre Ressourcen auf wenige Innovationsfelder konzentrieren“, heißt es in der Studie. Wer es sich nicht leisten könne, auf allen wichtigen Zukunftsfeldern auf der Höhe der Zeit mitzumischen, drohe den Anschluss zu verpassen und sich eine Zeitbombe ins Haus zu holen.

Innovationen halten verstärkt Einzug in Mittelklassewagen

Die Studie ergab zudem, dass eine alte Grundregel immer weniger gilt. Waren früher vor allem die margenstarken Oberklassewagen der Innovationsträger, von dem die Neuerungen nach und nach auch in die günstigeren Segmente Einzug erhielt, kehre sich dieses Prinzip um. So seien vergangenes Jahr der VW Golf, die Mercedes A-Klasse und der Audi A3 die innovativsten Modelle gewesen – alles Kompaktwagen.

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