Für 2014 rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,32 Millionen Stück.
 

Weltweit größte Autobauer: Toyotas Vorsprung verringert sich

Der derzeit größte Autobauer Toyota konnte seine Spitzenposition 2013 zwar verteidigen, der Abstand zu GM und VW wurde aber kleiner – Volkswagen will bis 2018 Nummer 1 sein

23.01.2014 APA

Um Kampf um den Titel des weltweit größten Autobauers werden die Abstände immer geringer. Spitzenreiter Toyota konnte seine Position im vergangenen Jahr zwar verteidigen, der Vorsprung auf die Rivalen General Motors und Volkswagen verringerte sich aber. 9,98 Millionen Fahrzeuge setzten die Japaner 2013 weltweit ab, das entspricht einem Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2014 rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,32 Millionen Stück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

VW will bis 2018 zur Nummer 1 werden

2012 lag Toyota bei einem Absatz von 9,75 Millionen, GM bei 9,3 Millionen und VW bei 9,07 Millionen Fahrzeugen. 2013 fiel der Vorsprung der Japaner knapper aus: GM verkaufte im Vorjahr rund 9,71 Millionen Autos, der VW-Konzern kam – die schweren Lastwagen der Marken Scania und MAN eingerechnet – auf „über“ 9,7 Millionen Fahrzeuge. Die exakte Zahl steht aber noch aus. Bis 2018 will Volkswagen zur Nummer eins der Autowelt aufsteigen. 

Auch GM zeigt sich kampfbereit

Obwohl General Motors bei den Verkaufszahlen auf einer Stufe mit Volkswagen steht, sieht Ex-GM-Chef Dan Akerson den Konzern bei der Produktionsstrategie erst in fünf bis sechs Jahren in Schlagdistanz zu den Wolfsburgern. „VW ist gut in Modulen, die sie in der Produktion für sehr billige und etwas teurere Autos verwenden“, sagte Akerson dem „Handelsblatt“ (Donnerstag). So eine Baukastenstrategie habe GM lange abgelehnt: „Aber die Einsparungen im Einkauf sind groß.“ Seine Nachfolgerin Mary Barra müsse Komplexität aus dem US-Konzern herausnehmen und etwa die Zahl der Plattformen reduzieren, sagte Akerson. „Am Ende des Jahrzehnts werden wir es mit Volkswagen oder Toyota aufnehmen können.“

Ex-GM-Chef Akerson: „Opel wird die Kurve kriegen“

Einen positiven Ausblick gab es von Akerson für die GM-Tochter Opel. Zwar macht Opel trotz Fortschritten noch immer Verluste. Zuletzt wurde das Minus aber immer kleiner – auch, weil das Unternehmen die Kosten abgebaut habe, sagte der im Jänner ausgeschiedene GM-Chef. Wenn Opel in den nächsten Jahren noch ein oder zwei Prozentpunkte Marktanteil gewinne, werde die Kostenstruktur wettbewerbsfähig: „Opel wird die Kurve kriegen und Mitte des Jahrzehnts schwarze Zahlen schreiben.“

Hyundai und Kia wollen weiter wachsen

Hinter Toyota, GM und Volkswagen lauern auch die südkoreanischen Autobauer Hyundai/Kia. In diesem Jahr wollen Hyundai und Kia weltweit mindestens 7,9 Millionen Autos verkaufen, nach 7,56 Millionen im Vorjahr. Vor allem die Verkäufe auf den Auslandsmärkten sollen das Wachstum fördern. Hyundai verpasste 2013 trotz des höheren Absatzes knapp den Rekordgewinn von 2012, wie der Konzern mitteilte. Demnach fiel der Überschuss um 0,7 Prozent auf knapp neun Billionen Won (etwa 6,2 Mrd. Euro). Dafür machte Hyundai Produktionsverluste durch Streiks, die schleppende Nachfrage im Inland sowie Währungsschwankungen verantwortlich.

Autoindustrie weiter auf Wachstumskurs

Die weltweite Autoindustrie ist laut Prognosen auch in diesem Jahr auf Wachstumskurs. Hauptreiber dabei sind die größten Märkte China und USA. In Westeuropa dürften sich die Verkäufe nach einer langen Talfahrt zumindest stabilisieren.

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