SolaRoad
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Erster Solarradweg in Holland in Betrieb genommen

Die SolaRoad produziert Strom, während Radfahrer darauf zur Arbeit rollen.

13.11.2014 Online Redaktion

Der Radweg zwischen den niederländischern Dörfern Krommenie and Wormerveer beherbergt täglich nicht nur 2000 Radfahrer – seit 12. November erzeugt er auch Strom. Ein 70 Meter langer Abschnitt wurde vom holländischen Forschungsinstitut TNO mit Solar-Panelen ausgestattet, um die Sinnhaftigkeit des Solarstraßen-Konzeptes in der Praxis zu testen. Bis zum Jahr 2016 sollen 30 weitere Meter des Radweges Strom erzeugen. So sollen zwei bis drei Haushalte alleine mit dem Strom aus der so genannten SolaRoad versorgt werden können.

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Die Solarpanele in der SolaRoad bestehen aus Silikon mit einer widerstandsfähigen Schicht aus gehärtetem Glas. Sie sind leicht schräg angebracht, damit Wasser abfließen kann. Das Konzept ähnelt jenem der Solar Roadways, auch bekannt als SOLAR FREAKIN ROADWAYS!!!!! die vor einigen Monaten mit einem sehr lauten Video auf sich aufmerksam gemacht haben. 

Die SolaRoad wird installiert

Die SolaRoad wird installiert

Kritisiert wird die SolaRoad unter anderem dafür, dass die Panele nicht an den Einfallswinkel der Sonne angepasst werden können. Dadurch könnten sie um 30 Prozent weniger Strom produzieren als Panele, die auf Dächern montiert sind, so die Kritiker. Aber lieber weniger Strom als möglich als gar keiner. Oder?

Ein weiterer Nachteil sind die derzeit noch hohen Kosten der SolaRoad. Alleine die Installation des 100 Meter langen Radweg-Abschnitts schlägt mit 3,7 Millionen Dollar zu Buche. Andererseits könnten solche Modelle Berechnungen zufolge in Zukunft drei Mal so viel Energie produzieren, wie sie verbrauchen.

 

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