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Im VW-Stammwerk werden im Dezember 5 Sonderschichten für den Golf eingelegt.
 

Weihnachts-Sonderschichten bei deutschen Autobauern

Wegen der guten Auftragslage legen deutsche Autohersteller Sonderschichten ein oder verkürzen die Weihnachtsferien – Hohe Nachfrage aus USA und China, auch in Westeuropa wird wieder Wachstum erwartet

03.12.2013 APA

Wegen der guten Auftragslage müssen einige deutsche Autohersteller über Weihnachten Sonderschichten fahren: So werden im Wolfsburger Volkswagen-Stammwerk im Dezember fünf Sonderschichten für den Golf eingelegt, die Mitarbeiter stehen auch an nahezu jedem Wochenende am Band. Wie geplant werde die Produktion in allen europäischen Fahrzeugwerken der Pkw-Kernmarke VW „in den Wochen um Weihnachten und Neujahr“ ruhen, einzelne Bereiche würde aber den Betrieb schon kurz nach Silvester wieder aufnehmen, so ein VW-Sprecher. Die Weihnachtszeit werde im VW-Stammwerk für  Umbauarbeiten, „die in den Sommermonaten aufgrund der hohen Nachfrage verschoben wurden“, genutzt.

Betriebsruhe wird für Umbauarbeiten genutzt

Auch bei der VW-Tochter Audi wird es im Dezember noch an drei Samstagen Sonderschichten geben, dann beginnt in Ingolstadt vom 21. Dezember bis 10. Jänner die Betriebsruhe, die für Umbauarbeiten genutzt werde. Auch in Porsches Werk in Leipzig wird die ruhige Zeit zwischen den Jahren für die Umordnung genutzt. Im kommenden Jahr wird dort neben Panamera und Cayenne auch Porsches neuer Geländewagen Macan vom Band rollen. Bei BMW in Leipzig sind die Weihnachtsferien bereits am 2. Jänner wieder vorbei, was zwar vor allem kalendarische Gründe habe, aber auch mit dem Produktionsstart des neuen Elektroautos i3 zusammenhänge. Seit Jahren gebe es bei BMW keine festen Werksferien mehr so ein Sprecher: Die Produktion werde stattdessen flexibel gesteuert.

Verkürzte Ferien bei Daimler

Bei Daimler werden die Ferien verkürzt: Die Arbeit in mehreren Motoren- und Getriebe-Werken in Deutschland und im US-Werk in Alabama ruht über den Jahreswechsel nur eine statt der üblichen zwei Wochen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Belieferung der Fahrzeugwerke nach den Feiertagen schnell wieder anläuft, so ein Firmensprecher. Auch das Werk in Bremen, wo die für das kommende Jahr angekündigte neue C-Klasse produziert wird, macht nur eine Woche Ferien. An den anderen Produktionsstätten stehen die Bänder wie üblich über die Feiertage zwei Wochen still. In Rastatt, wo Daimlers A- und B-Klasse vom Band rollt, waren in diesem Jahr 21 Sonderschichten angeordnet worden.

Hohe Nachfrage aus USA und China, auch in Westeuropa wird wieder Wachstum erwartet

Die deutsche Autoindustrie rechnet dank einer hohen Nachfrage aus China und den USA im kommenden Jahr mit deutlichem Wachstum, selbst in Westeuropa dürfte es erstmals seit vier Jahren wieder bergauf gehen. Weltweit dürften die deutschen Hersteller 14,7 Millionen Autos produzieren, 500.000 oder 3,5 Prozent mehr als in diesem Jahr, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag mit.

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