Zeitmaschinen 1969 Rindt Playboy
Lockere Hausparty und Entspannung
 

1969 – Was noch geschah

Revolutionen, Legenden, Feiern und Bedenken

11.08.2010 Autorevue Magazin

Aus der Redaktion
Vier Jahre nach dem Start war die Autorevue ein zartes Gebilde, das ­seine endgültige Form noch nicht gefunden hatte.  Doch irgendwo ­zwischen professoralen Technik-Tipps („Dein Motor, das unbekannte Wesen“) und elegischen  Fahrberichten schälten sich Irrwitz, Selbst­ironie und Sportsgeist heraus. Letzteren durfte Herbert Völker nicht ­zuletzt bei allerlei Home-Parties diverser Formel-1-Stars (Jackie Stewart, Jochen Rindt etcetc.) unter Beweis  stellen – was macht man nicht alles für eine gute Insider-Information.

Zeitmaschinen 1969 Autorevue

Rennsport war generell Trumpf: Heinz Prüller und Helmut Zwickl grasten die internationalen Strecken ab, ­Völker war Dauergast im Windschatten der großen Rallyes, „Speedpilot“ Axel Höfer päppelte mit seinen Berichten über die heimische Motorsportszene so manches Nachwuchstalent hoch. Nebstbei war man cool wie Sau: Tester setzten sich für den Fotografen noch mit einer Tschick im Mundwinkel in Szene. Womit? Mit Recht!

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Feier- und Bedenktage
Colin Chapman, Lotus-Teamchef und genialer ­Mastermind, hatte in der 1969er Formel-1-Saison seine Kreativität offenbar nicht mehr im Griff: In Barcelona brachen innerhalb weniger Runden die monströsen Heckflügel an den Lotus 49 von ­Graham Hill und Jochen Rindt (Letzterer kam mit einer gebrochenen Nase davon). Am Nürburgring debütierte der nächste Flop: ein Allrad-Lotus. Champ wurde Jackie Stewart auf March. Ebenfalls ganz oben stand der ewige Karl Schranz, er als Ski-Gesamtweltcup-Sieger. Außerirdisches passierte hingegen in Brasilien: Pelé schoss für seinen Verein, den FC Santos, das 1000. Tor. Der Staatspräsident war erbaut – und spendierte dem Land einen ­Feiertag.

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